RS Vwgh 2024/2/22 Ro 2024/02/0001

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Veröffentlicht am 22.02.2024
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Melderecht
90/01 Straßenverkehrsordnung

Norm

MeldeG 1991 §1 Abs7
MeldeG 1991 §1 Abs8
StVO 1960 §45 Abs4
VwGG §42 Abs2 Z1
VwRallg
  1. StVO 1960 § 45 heute
  2. StVO 1960 § 45 gültig ab 01.10.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2022
  3. StVO 1960 § 45 gültig von 14.01.2017 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/2017
  4. StVO 1960 § 45 gültig von 06.10.2015 bis 13.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2015
  5. StVO 1960 § 45 gültig von 01.01.2015 bis 05.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2014
  6. StVO 1960 § 45 gültig von 31.05.2011 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  7. StVO 1960 § 45 gültig von 31.12.2010 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2010
  8. StVO 1960 § 45 gültig von 01.10.1994 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  9. StVO 1960 § 45 gültig von 01.12.1989 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 562/1989
  10. StVO 1960 § 45 gültig von 01.05.1986 bis 30.11.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/1986
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Da es für die Prüfung des (einzigen) Mittelpunkts der Lebensinteressen nach § 45 Abs. 4 StVO 1960 auf die Berücksichtigung sämtlicher Lebensumstände ankommt und der Gesetzgeber dazu auf den Hauptwohnsitz abstellen wollte (nach den Materialien zu dieser Bestimmung [ErläutRV 1580 BlgNR 18. GP 29] wird damit "auf den Mittelpunkt der Lebensinteressen [auf den Hauptwohnsitz] abgestellt"), bleibt für die Differenzierung zwischen den Lebensinteressen nach § 45 Abs. 4 StVO 1960 und den Lebensbeziehungen nach § 1 Abs. 7 und 8 MeldeG 1991 kein Raum. Für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach § 45 Abs. 4 StVO 1960 ist es daher erforderlich, dass der Antragsteller in dem von der Kurzparkzonenverordnung umschriebenen Gebiet einen Wohnsitz und den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen hat.Da es für die Prüfung des (einzigen) Mittelpunkts der Lebensinteressen nach Paragraph 45, Absatz 4, StVO 1960 auf die Berücksichtigung sämtlicher Lebensumstände ankommt und der Gesetzgeber dazu auf den Hauptwohnsitz abstellen wollte (nach den Materialien zu dieser Bestimmung [ErläutRV 1580 BlgNR 18. Gesetzgebungsperiode 29] wird damit "auf den Mittelpunkt der Lebensinteressen [auf den Hauptwohnsitz] abgestellt"), bleibt für die Differenzierung zwischen den Lebensinteressen nach Paragraph 45, Absatz 4, StVO 1960 und den Lebensbeziehungen nach Paragraph eins, Absatz 7 und 8 MeldeG 1991 kein Raum. Für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Paragraph 45, Absatz 4, StVO 1960 ist es daher erforderlich, dass der Antragsteller in dem von der Kurzparkzonenverordnung umschriebenen Gebiet einen Wohnsitz und den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen hat.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RO2024020001.J02

Im RIS seit

21.03.2024

Zuletzt aktualisiert am

21.03.2024
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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