RS Vwgh 2024/3/14 Ra 2023/11/0041

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.03.2024
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Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E3R
59/04 EU - EWR
90/02 Kraftfahrgesetz

Norm

EURallg
KFG 1967 §35 Abs4
12010E034 AEUV Art34
12010E036 AEUV Art36
32019R0515 gegenseitige Anerkennung von Waren Art5
  1. KFG 1967 § 35 heute
  2. KFG 1967 § 35 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. KFG 1967 § 35 gültig von 16.12.2020 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  4. KFG 1967 § 35 gültig von 25.05.2002 bis 15.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  5. KFG 1967 § 35 gültig von 20.08.1997 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  6. KFG 1967 § 35 gültig von 16.07.1988 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 375/1988

Rechtssatz

In Anbetracht des Anwendungsvorrangs des Art. 36 AEUV im Fall entgegenstehender nationaler Vorschriften haben die Kraftfahrbehörden bei Vollziehung innerstaatlicher kraftfahrrechtlicher Bestimmungen (somit etwa des § 35 Abs. 4 KFG 1967) stets Art. 36 AEUV sowie die Judikatur des EuGH zu dieser Bestimmung zu beachten, und zwar auch dann, wenn keine Bewertung im Sinn von Art. 5 der Verordnung (EU) 2019/515 vorliegt. Ganz allgemein betrachtet, ändern die Verpflichtung bzw. das Erfordernis, den angeführten primärrechtlichen Vorschriften des Unionsrechts (Art. 34 und Art. 36 AEUV) Anwendungsvorrang gegenüber allenfalls entgegenstehenden nationalen technischen Vorschriften (hier insbesondere des KFG 1967) einzuräumen, nichts an der Entscheidungszuständigkeit der nationalen Behörden in der jeweiligen Rechtssache.In Anbetracht des Anwendungsvorrangs des Artikel 36, AEUV im Fall entgegenstehender nationaler Vorschriften haben die Kraftfahrbehörden bei Vollziehung innerstaatlicher kraftfahrrechtlicher Bestimmungen (somit etwa des Paragraph 35, Absatz 4, KFG 1967) stets Artikel 36, AEUV sowie die Judikatur des EuGH zu dieser Bestimmung zu beachten, und zwar auch dann, wenn keine Bewertung im Sinn von Artikel 5, der Verordnung (EU) 2019/515 vorliegt. Ganz allgemein betrachtet, ändern die Verpflichtung bzw. das Erfordernis, den angeführten primärrechtlichen Vorschriften des Unionsrechts (Artikel 34 und Artikel 36, AEUV) Anwendungsvorrang gegenüber allenfalls entgegenstehenden nationalen technischen Vorschriften (hier insbesondere des KFG 1967) einzuräumen, nichts an der Entscheidungszuständigkeit der nationalen Behörden in der jeweiligen Rechtssache.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Anwendungsvorrang, partielle Nichtanwendung von innerstaatlichem Recht EURallg1 Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RA2023110041.L07

Im RIS seit

07.05.2024

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2024
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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