RS Vwgh 2024/5/6 Ra 2024/10/0044

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 06.05.2024
beobachten
merken

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
19/05 Menschenrechte
70/05 Schulpflicht

Norm

MRKZP 07te Art2
SchPflG 1985 §24 Abs4
VwGG §25a Abs4
VwGG §25a Abs4 Z1
  1. VwGG § 25a heute
  2. VwGG § 25a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 25a gültig von 01.01.2017 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 25a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  1. VwGG § 25a heute
  2. VwGG § 25a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 25a gültig von 01.01.2017 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 25a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2024/10/0043 B 6. Mai 2024 RS 1

Stammrechtssatz

Bei der im Sinn des § 25a Abs. 4 Z 1 VwGG in der Strafdrohung vorgesehenen "Freiheitsstrafe" muss es sich um eine primäre Freiheitsstrafe handeln (vgl. VwGH 27.8.2021, Ra 2021/09/0197, u.a., mwN). Eine solche ist hinsichtlich einer nach § 24 Abs. 4 SchPflG 1985 zu bestrafenden Übertretung nicht vorgesehen. § 24 Abs. 4 SchPflG 1985 sieht eine Geldstrafe von bis zu 440 Euro vor und es wurde im konkreten Fall eine Strafe von 330 Euro verhängt. Der Ausschluss der Anrufbarkeit des VwGH in Fällen wie dem vorliegenden verstößt nach der Rechtsprechung des EGMR nicht gegen Art. 2 7. ZPMRK (vgl. VwGH 30.8.2022, Ra 2022/09/0085, unter Verweis auf EGMR 26.10.2021, 20962/15 Rn 36ff, Kindlhofer).Bei der im Sinn des Paragraph 25 a, Absatz 4, Ziffer eins, VwGG in der Strafdrohung vorgesehenen "Freiheitsstrafe" muss es sich um eine primäre Freiheitsstrafe handeln vergleiche VwGH 27.8.2021, Ra 2021/09/0197, u.a., mwN). Eine solche ist hinsichtlich einer nach Paragraph 24, Absatz 4, SchPflG 1985 zu bestrafenden Übertretung nicht vorgesehen. Paragraph 24, Absatz 4, SchPflG 1985 sieht eine Geldstrafe von bis zu 440 Euro vor und es wurde im konkreten Fall eine Strafe von 330 Euro verhängt. Der Ausschluss der Anrufbarkeit des VwGH in Fällen wie dem vorliegenden verstößt nach der Rechtsprechung des EGMR nicht gegen Artikel 2, 7. ZPMRK vergleiche VwGH 30.8.2022, Ra 2022/09/0085, unter Verweis auf EGMR 26.10.2021, 20962/15 Rn 36ff, Kindlhofer).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RA2024100044.L01

Im RIS seit

28.05.2024

Zuletzt aktualisiert am

02.07.2024
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten