RS Vwgh 2024/9/30 Ra 2023/02/0164

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.09.2024
beobachten
merken

Index

L70707 Theater Veranstaltung Tirol
L70717 Spielapparate Tirol
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §8
B-VG Art133 Abs4
VeranstaltungsG Tir 1982 §14 Abs1 lite idF 1990/045
VeranstaltungsG Tir 1982 §6 Abs1 litc idF 1990/045
VeranstaltungsG Tir 2003 §3 litc
VeranstaltungsG Tir 2003 §7 Abs2 litb
VwGG §34 Abs1
VwGVG 2014 §17
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2023/02/0165

Rechtssatz

Der VwGH hat zum Tiroler Veranstaltungsgesetz 1982, LGBl. Nr. 59/1982 idF der Novelle LGBl. Nr. 45/1990, bereits erkannt, dass den Nachbarn in veranstaltungsrechtlichen Verfahren keine Parteistellung zukommt, sondern die notwendigen Vorkehrungen zum Schutz der Nachbarn nach den damals einschlägigen Vorschriften von der Behörde im Zuge der Wahrung der öffentlichen Interessen in entsprechender Weise zu treffen sind (VwGH 14.6.1996, 96/02/0088). Das Tiroler Veranstaltungsgesetz 2003 sieht - vergleichbar dem Tiroler Veranstaltungsgesetz 1982 in der beschriebenen Fassung - keine Parteistellung für Nachbarn vor, sondern regelt, dass die angemeldete Veranstaltung behördlich zu untersagen ist, wenn (u.a.) Menschen durch Lärm, Geruch, Rauch, Erschütterung, Wärme, Lichteinwirkung, Schwingungen oder auf andere Weise unzumutbar belästigt werden. Dem in der vorliegenden Revision angesprochenen Lärmschutz hat die Behörde daher entsprechende Beachtung zu schenken. Die Einräumung von Parteistellung für Nachbarn lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, weshalb die zur Vorgängerregelung getroffene Rechtsprechung weiterhin aufrecht zu erhalten ist.Der VwGH hat zum Tiroler Veranstaltungsgesetz 1982, Landesgesetzblatt Nr. 59 aus 1982, in der Fassung der Novelle Landesgesetzblatt Nr. 45 aus 1990,, bereits erkannt, dass den Nachbarn in veranstaltungsrechtlichen Verfahren keine Parteistellung zukommt, sondern die notwendigen Vorkehrungen zum Schutz der Nachbarn nach den damals einschlägigen Vorschriften von der Behörde im Zuge der Wahrung der öffentlichen Interessen in entsprechender Weise zu treffen sind (VwGH 14.6.1996, 96/02/0088). Das Tiroler Veranstaltungsgesetz 2003 sieht - vergleichbar dem Tiroler Veranstaltungsgesetz 1982 in der beschriebenen Fassung - keine Parteistellung für Nachbarn vor, sondern regelt, dass die angemeldete Veranstaltung behördlich zu untersagen ist, wenn (u.a.) Menschen durch Lärm, Geruch, Rauch, Erschütterung, Wärme, Lichteinwirkung, Schwingungen oder auf andere Weise unzumutbar belästigt werden. Dem in der vorliegenden Revision angesprochenen Lärmschutz hat die Behörde daher entsprechende Beachtung zu schenken. Die Einräumung von Parteistellung für Nachbarn lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, weshalb die zur Vorgängerregelung getroffene Rechtsprechung weiterhin aufrecht zu erhalten ist.

Schlagworte

Parteibegriff Parteistellung strittige Rechtsnachfolger Zustellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RA2023020164.L01

Im RIS seit

22.10.2024

Zuletzt aktualisiert am

06.11.2024
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten