RS Vwgh 2024/11/8 Ro 2023/01/0009

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 08.11.2024
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
41/01 Sicherheitsrecht

Norm

B-VG Art130 Abs1 Z2
B-VG Art132 Abs2
SPG 1991 §38a Abs1
SPG 1991 §38a Abs2
SPG 1991 §38a Abs5
SPG 1991 §88 Abs1
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 132 heute
  2. B-VG Art. 132 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 132 gültig von 25.12.1946 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 132 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 132 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Der Ausspruch eines Betretungs- und Annäherungsverbots als Akt unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehlsgewalt kann immer nur gegenüber dem Betroffenen (dem "Gefährder") selbst erfolgen. Notwendig ist jedenfalls eine entsprechende Anordnung gegenüber dem Adressaten dieser Maßnahme, weshalb ein bloß vor Dritten erklärtes "Betretungsverbot" keine Wirkungen zu entfalten vermag (vgl. VwGH 24.5.2005, 2004/01/0579). Eine "Vertretung" (in welcher Form und auf welcher Grundlage auch immer) des Gefährders in dem Sinn, dass diese Maßnahme von den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes (zusätzlich oder ausschließlich) gegenüber dem "Vertreter" anzuordnen wäre, kommt nach den Grundsätzen dieser Rechtsprechung nicht in Betracht. Das gleiche gilt im Hinblick auf die Ausübung der in Abs. 2 leg. cit. geregelten - an den Ausspruch eines Betretungs- und Annäherungsverbots geknüpften - selbständigen Befehls- und Zwangsbefugnisse (Z 2: Schlüsselabnahme und Durchsuchung; Z 6 iVm Abs. 5: Wegweisung). Ebenso sind die nach § 38a Abs. 2 SPG gemeinsam mit dem Ausspruch eines Betretungsverbots weiters vorgesehenen, keinen eigenständigen normativen Charakter aufweisenden Informationspflichten (Z 1, 4 und 5) bzw. sonstigen Modalitäten (Z 3) gegenüber dem Betroffenen vorzunehmen.Der Ausspruch eines Betretungs- und Annäherungsverbots als Akt unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehlsgewalt kann immer nur gegenüber dem Betroffenen (dem "Gefährder") selbst erfolgen. Notwendig ist jedenfalls eine entsprechende Anordnung gegenüber dem Adressaten dieser Maßnahme, weshalb ein bloß vor Dritten erklärtes "Betretungsverbot" keine Wirkungen zu entfalten vermag vergleiche VwGH 24.5.2005, 2004/01/0579). Eine "Vertretung" (in welcher Form und auf welcher Grundlage auch immer) des Gefährders in dem Sinn, dass diese Maßnahme von den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes (zusätzlich oder ausschließlich) gegenüber dem "Vertreter" anzuordnen wäre, kommt nach den Grundsätzen dieser Rechtsprechung nicht in Betracht. Das gleiche gilt im Hinblick auf die Ausübung der in Absatz 2, leg. cit. geregelten - an den Ausspruch eines Betretungs- und Annäherungsverbots geknüpften - selbständigen Befehls- und Zwangsbefugnisse (Ziffer 2 :, Schlüsselabnahme und Durchsuchung; Ziffer 6, in Verbindung mit Absatz 5 :, Wegweisung). Ebenso sind die nach Paragraph 38 a, Absatz 2, SPG gemeinsam mit dem Ausspruch eines Betretungsverbots weiters vorgesehenen, keinen eigenständigen normativen Charakter aufweisenden Informationspflichten (Ziffer eins, 4 und 5) bzw. sonstigen Modalitäten (Ziffer 3,) gegenüber dem Betroffenen vorzunehmen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RO2023010009.J01

Im RIS seit

17.12.2024

Zuletzt aktualisiert am

04.02.2025
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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