RS Vwgh 2026/3/12 Ro 2024/07/0005

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.03.2026
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
81/01 Wasserrechtsgesetz
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AVG §1
UVPG 2000
VwRallg
WRG 1959
WRG 1959 §111 Abs4
WRG 1959 §117
WRG 1959 §117 Abs1
WRG 1959 §15
WRG 1959 §15 Abs1
  1. WRG 1959 § 111 heute
  2. WRG 1959 § 111 gültig ab 22.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2003
  3. WRG 1959 § 111 gültig von 01.10.1997 bis 21.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  4. WRG 1959 § 111 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 117 heute
  2. WRG 1959 § 117 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2013
  3. WRG 1959 § 117 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2005
  4. WRG 1959 § 117 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  5. WRG 1959 § 117 gültig von 11.08.2001 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2001
  6. WRG 1959 § 117 gültig von 01.10.1997 bis 10.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  7. WRG 1959 § 117 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 117 heute
  2. WRG 1959 § 117 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2013
  3. WRG 1959 § 117 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2005
  4. WRG 1959 § 117 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  5. WRG 1959 § 117 gültig von 11.08.2001 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2001
  6. WRG 1959 § 117 gültig von 01.10.1997 bis 10.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  7. WRG 1959 § 117 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 15 heute
  2. WRG 1959 § 15 gültig ab 26.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  3. WRG 1959 § 15 gültig von 01.10.1997 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  4. WRG 1959 § 15 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 15 heute
  2. WRG 1959 § 15 gültig ab 26.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  3. WRG 1959 § 15 gültig von 01.10.1997 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  4. WRG 1959 § 15 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990

Rechtssatz

Der Entschädigungsanspruch eines Fischereiberechtigten für die aus einem Vorhaben erwachsenden vermögensrechtlichen Nachteile ist in § 15 Abs. 1 WRG 1959, die diesbezügliche Zuständigkeit der Wasserrechtsbehörde in § 117 Abs. 1 erster Satz WRG 1959 geregelt. Nun stellt die Entscheidung über eine Entschädigung eines Fischereiberechtigten nach § 15 WRG 1959 keinen behördlichen Akt dar, der "für die Ausführung des Vorhabens erforderlich" ist. Der Gesetzgeber hat im UVP-G 2000 somit die Entscheidung über die Entschädigung eines Fischereiberechtigten nach § 15 iVm § 117 WRG 1959 nicht in das konzentrierte Genehmigungsverfahren einbezogen und es fällt diese Entscheidung nicht in die Zuständigkeit der Behörde nach dem UVP-G 2000, sondern in jene der nach dem WRG 1959 genannten Wasserrechtsbehörde. Dass dem Fischereiberechtigten der Nachteil "bereits aufgrund der Bewilligung" (und nicht erst aufgrund eines später eingeräumten Zwangsrechts) entsteht, steht dem auf dem UVP-G 2000 gründenden Regelungsverständnis nicht entgegen. Nicht anders ist im Übrigen der Fall der Entscheidung über allfällige Entschädigungsansprüche aufgrund der Einräumung von Dienstbarkeiten nach § 111 Abs. 4 WRG 1959 zu beurteilen, für die der Gesetzgeber entsprechend den Erläuterungen (GP XXII. RV 648) die Wasserrechtsbehörde als zuständig erachtet.Der Entschädigungsanspruch eines Fischereiberechtigten für die aus einem Vorhaben erwachsenden vermögensrechtlichen Nachteile ist in Paragraph 15, Absatz eins, WRG 1959, die diesbezügliche Zuständigkeit der Wasserrechtsbehörde in Paragraph 117, Absatz eins, erster Satz WRG 1959 geregelt. Nun stellt die Entscheidung über eine Entschädigung eines Fischereiberechtigten nach Paragraph 15, WRG 1959 keinen behördlichen Akt dar, der "für die Ausführung des Vorhabens erforderlich" ist. Der Gesetzgeber hat im UVP-G 2000 somit die Entscheidung über die Entschädigung eines Fischereiberechtigten nach Paragraph 15, in Verbindung mit Paragraph 117, WRG 1959 nicht in das konzentrierte Genehmigungsverfahren einbezogen und es fällt diese Entscheidung nicht in die Zuständigkeit der Behörde nach dem UVP-G 2000, sondern in jene der nach dem WRG 1959 genannten Wasserrechtsbehörde. Dass dem Fischereiberechtigten der Nachteil "bereits aufgrund der Bewilligung" (und nicht erst aufgrund eines später eingeräumten Zwangsrechts) entsteht, steht dem auf dem UVP-G 2000 gründenden Regelungsverständnis nicht entgegen. Nicht anders ist im Übrigen der Fall der Entscheidung über allfällige Entschädigungsansprüche aufgrund der Einräumung von Dienstbarkeiten nach Paragraph 111, Absatz 4, WRG 1959 zu beurteilen, für die der Gesetzgeber entsprechend den Erläuterungen Gesetzgebungsperiode römisch 22 . Regierungsvorlage 648) die Wasserrechtsbehörde als zuständig erachtet.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 sachliche Zuständigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RO2024070005.J03

Im RIS seit

13.04.2026

Zuletzt aktualisiert am

22.04.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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