RS OGH 2012/11/30 30R43/12g

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.11.2012
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Norm

B-VG Art89 Abs2
EMRK Art6
JN §7 Abs2
GOG §20 Abs2
  1. B-VG Art. 89 heute
  2. B-VG Art. 89 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 89 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  6. B-VG Art. 89 gültig von 07.04.1964 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  7. B-VG Art. 89 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 89 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. JN § 7 heute
  2. JN § 7 gültig ab 01.05.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  3. JN § 7 gültig von 01.03.1993 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 91/1993
  1. GOG § 20 heute
  2. GOG § 20 gültig ab 01.09.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2025
  3. GOG § 20 gültig von 01.07.1994 bis 30.04.2022 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. GOG § 20 gültig von 01.08.1989 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  5. GOG § 20 gültig von 01.05.1983 bis 31.07.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

An der Mitwirkung fachmännischer Laienrichter in Handelssachen bestehen auch unter dem Aspekt keine Bedenken, dass sie von den Wirtschaftskammern nominiert werden und regelmäßig Parteien einander gegenüberstehen, von denen eine ein Mitglied einer Wirtschaftskammer ist und die andere nicht. Nur wenn es in einem Verfahren um eigene rechtliche (oder auch wirtschaftliche) Interessen der Wirtschaftskammer(n) selbst ginge, entstünde der Anschein, Art 6 EMRK werde verletzt. Es ist aber kein generelles Interesse der Wirtschaftskammern zu erkennen, dass stets ihr am Verfahren beteiligtes Mitglied obsiege.An der Mitwirkung fachmännischer Laienrichter in Handelssachen bestehen auch unter dem Aspekt keine Bedenken, dass sie von den Wirtschaftskammern nominiert werden und regelmäßig Parteien einander gegenüberstehen, von denen eine ein Mitglied einer Wirtschaftskammer ist und die andere nicht. Nur wenn es in einem Verfahren um eigene rechtliche (oder auch wirtschaftliche) Interessen der Wirtschaftskammer(n) selbst ginge, entstünde der Anschein, Artikel 6, EMRK werde verletzt. Es ist aber kein generelles Interesse der Wirtschaftskammern zu erkennen, dass stets ihr am Verfahren beteiligtes Mitglied obsiege.

Entscheidungstexte

  • 30 R 43/12g
    Entscheidungstext OLG Wien 30.11.2012 30 R 43/12g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OLG0009:2012:RW0000737

Im RIS seit

12.12.2012

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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