RS Vwgh 2025/4/3 Ro 2023/02/0001

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.04.2025
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
90/01 Straßenverkehrsordnung

Norm

StVO 1960 §2 Abs1 Z19 idF 2019/I/037
StVO 1960 §76 Abs1 idF 2020/I/024
VwRallg
  1. StVO 1960 § 2 heute
  2. StVO 1960 § 2 gültig ab 01.10.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. StVO 1960 § 2 gültig von 01.05.2026 bis 30.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  4. StVO 1960 § 2 gültig von 01.07.2024 bis 30.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2024
  5. StVO 1960 § 2 gültig von 01.10.2022 bis 30.06.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2022
  6. StVO 1960 § 2 gültig von 01.06.2019 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2019
  7. StVO 1960 § 2 gültig von 01.04.2019 bis 31.05.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2019
  8. StVO 1960 § 2 gültig von 06.10.2015 bis 31.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2015
  9. StVO 1960 § 2 gültig von 31.03.2013 bis 05.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  10. StVO 1960 § 2 gültig von 22.07.1998 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  11. StVO 1960 § 2 gültig von 01.10.1994 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  12. StVO 1960 § 2 gültig von 01.03.1989 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 86/1989
  13. StVO 1960 § 2 gültig von 01.07.1983 bis 28.02.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 174/1983
  1. StVO 1960 § 76 heute
  2. StVO 1960 § 76 gültig ab 01.10.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2022
  3. StVO 1960 § 76 gültig von 01.07.2021 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  4. StVO 1960 § 76 gültig von 05.04.2020 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  5. StVO 1960 § 76 gültig von 24.11.1984 bis 04.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 450/1984

Rechtssatz

Ein selbstfahrender Rollstuhl ist - anders als der manuell betriebene Rollstuhl - nicht unter den Begriff des "Rollstuhls" in § 2 Abs. 1 Z 19 StVO 1960 zu subsumieren, welcher dem Fußgängerverkehr gleichgestellt ist, weil es diesfalls der besonderen Regelungen in § 76 Abs. 1 StVO 1960 nicht bedurft hätte, um den Benützern dieser selbstfahrenden Rollstühle die Verpflichtung zur Benützung der Fahrbahn zu ersparen (IA73/A BlgNR 16. GP). Aus diesem Grund kann auch ein "Elektrorollstuhl" (der gegenständliche Elekrorollstuhl verfügt über einen Motor mit einer maximalen Dauerleistung von 250 Watt. Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 km/h und die Reichweite beträgt bis zu 55 Kilometer) - unbeschadet der Frage, ob es sich dabei überhaupt um einen selbstfahrenden Rollstuhl handelt - jedenfalls nicht als "Rollstuhl" im Sinne des § 2 Abs. 1 Z 19 StVO 1960 angesehen werden. Eine Einstufung als "ähnliches Kleinfahrzeug", das "vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmt" ist, scheidet aus, wenn ein derartiges Fahrzeug einem Verkehrsbedürfnis und zur Beförderung von Personen und Sachen auch über weitere Strecken dient (bzw. dienen kann).Ein selbstfahrender Rollstuhl ist - anders als der manuell betriebene Rollstuhl - nicht unter den Begriff des "Rollstuhls" in Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 19, StVO 1960 zu subsumieren, welcher dem Fußgängerverkehr gleichgestellt ist, weil es diesfalls der besonderen Regelungen in Paragraph 76, Absatz eins, StVO 1960 nicht bedurft hätte, um den Benützern dieser selbstfahrenden Rollstühle die Verpflichtung zur Benützung der Fahrbahn zu ersparen (IA73/A BlgNR 16. Gesetzgebungsperiode Aus diesem Grund kann auch ein "Elektrorollstuhl" (der gegenständliche Elekrorollstuhl verfügt über einen Motor mit einer maximalen Dauerleistung von 250 Watt. Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 km/h und die Reichweite beträgt bis zu 55 Kilometer) - unbeschadet der Frage, ob es sich dabei überhaupt um einen selbstfahrenden Rollstuhl handelt - jedenfalls nicht als "Rollstuhl" im Sinne des Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 19, StVO 1960 angesehen werden. Eine Einstufung als "ähnliches Kleinfahrzeug", das "vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmt" ist, scheidet aus, wenn ein derartiges Fahrzeug einem Verkehrsbedürfnis und zur Beförderung von Personen und Sachen auch über weitere Strecken dient (bzw. dienen kann).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Auslegung unbestimmter Begriffe VwRallg3/4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2023020001.J05

Im RIS seit

29.04.2025

Zuletzt aktualisiert am

01.10.2025
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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