RS Vwgh 2025/6/5 Ro 2024/04/0004

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 05.06.2025
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
21/06 Wertpapierrecht
37/01 Geldrecht Währungsrecht
37/02 Kreditwesen
50/01 Gewerbeordnung
50/02 Sonstiges Gewerberecht

Norm

BWG 1993 §1 Abs1 Z19
GewO 1973 §103 Abs1 litb Z49
GewO 1973 §271
GewO 1994 §136a
GewRNov 1992
VwRallg
WAG 2018 §19 Abs2
  1. GewO 1994 § 136a heute
  2. GewO 1994 § 136a gültig ab 28.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2018
  3. GewO 1994 § 136a gültig von 03.01.2018 bis 27.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2017
  4. GewO 1994 § 136a gültig von 18.07.2017 bis 02.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2017
  5. GewO 1994 § 136a gültig von 29.03.2016 bis 17.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2015
  6. GewO 1994 § 136a gültig von 27.03.2015 bis 28.03.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2015
  7. GewO 1994 § 136a gültig von 01.01.2014 bis 26.03.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2013
  8. GewO 1994 § 136a gültig von 01.09.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2011
  9. GewO 1994 § 136a gültig von 11.06.2010 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/2010
  10. GewO 1994 § 136a gültig von 27.02.2008 bis 10.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  11. GewO 1994 § 136a gültig von 01.11.2007 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2007
  12. GewO 1994 § 136a gültig von 15.01.2005 bis 31.10.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2004
  13. GewO 1994 § 136a gültig von 01.08.2002 bis 14.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002

Rechtssatz

Die GewO 1973 (bis zur Gewerberechtsnovelle 1992, BGBl. Nr. 29/1993) sah ein Nebeneinander von Vermögensberatung auf der einen Seite (§ 103 Abs. 1 lit. b Z 49) und Ausgleichsvermittlung (§ 271) auf der anderen Seite vor. Weder bestand somit nach dem Regime der GewO 1973 eine Notwendigkeit, die auf einen Ausgleich zwischen Schuldner und Gläubiger gerichtete und unter das Gewerbe der Ausgleichsvermittlung fallende Tätigkeit auch zum Aufgabenbereich des Vermögensberaters zu zählen, noch spricht diese Dualität dafür, dass die Ausgleichsvermittlung von der Vermögensberatung mitumfasst gewesen ist. Dafür, dass mit dem Entfall der Konzessionspflicht für die Ausgleichsvermittlung diese beiden Gewerbe in Form des "Gewerblichen Vermögensberaters" zusammengeführt werden sollten, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich. Mit der Bezeichnung als "Gewerblicher" Vermögensberater wurde lediglich eine klarere Abgrenzung von der der Konzessionspflicht gemäß § 19 Abs. 2 WAG 2018 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 Z 19 BWG unterliegenden "Beratung über die Veranlagung von Kundenvermögen" bezweckt (vgl. RV 616 BlgNR 22. GP 8).Die GewO 1973 (bis zur Gewerberechtsnovelle 1992, Bundesgesetzblatt Nr. 29 aus 1993,) sah ein Nebeneinander von Vermögensberatung auf der einen Seite (Paragraph 103, Absatz eins, Litera b, Ziffer 49,) und Ausgleichsvermittlung (Paragraph 271,) auf der anderen Seite vor. Weder bestand somit nach dem Regime der GewO 1973 eine Notwendigkeit, die auf einen Ausgleich zwischen Schuldner und Gläubiger gerichtete und unter das Gewerbe der Ausgleichsvermittlung fallende Tätigkeit auch zum Aufgabenbereich des Vermögensberaters zu zählen, noch spricht diese Dualität dafür, dass die Ausgleichsvermittlung von der Vermögensberatung mitumfasst gewesen ist. Dafür, dass mit dem Entfall der Konzessionspflicht für die Ausgleichsvermittlung diese beiden Gewerbe in Form des "Gewerblichen Vermögensberaters" zusammengeführt werden sollten, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich. Mit der Bezeichnung als "Gewerblicher" Vermögensberater wurde lediglich eine klarere Abgrenzung von der der Konzessionspflicht gemäß Paragraph 19, Absatz 2, WAG 2018 in Verbindung mit Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 19, BWG unterliegenden "Beratung über die Veranlagung von Kundenvermögen" bezweckt vergleiche Regierungsvorlage 616 BlgNR 22. Gesetzgebungsperiode 8).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2024040004.J02

Im RIS seit

08.07.2025

Zuletzt aktualisiert am

17.07.2025
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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