RS Vwgh 2025/7/23 Ro 2024/08/0012

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.07.2025
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Index

66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ASVG §448 Abs4
ASVG §449 Abs1
  1. ASVG § 448 heute
  2. ASVG § 448 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. ASVG § 448 gültig von 01.03.2010 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2009
  4. ASVG § 448 gültig von 01.01.2010 bis 28.02.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2009
  5. ASVG § 448 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2006
  6. ASVG § 448 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  7. ASVG § 448 gültig von 01.01.2005 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 171/2004
  8. ASVG § 448 gültig von 01.05.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2006
  9. ASVG § 448 gültig von 01.05.2003 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  10. ASVG § 448 gültig von 01.09.2001 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  11. ASVG § 448 gültig von 01.08.1998 bis 31.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  12. ASVG § 448 gültig von 01.01.1994 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 20/1994
  1. ASVG § 449 heute
  2. ASVG § 449 gültig von 03.01.2020 bis 02.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2020
  3. ASVG § 449 gültig ab 03.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 46/2024
  4. ASVG § 449 gültig von 01.01.2020 bis 02.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  5. ASVG § 449 gültig von 01.03.2010 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2009
  6. ASVG § 449 gültig von 01.01.2010 bis 28.02.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2009
  7. ASVG § 449 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  8. ASVG § 449 gültig von 01.05.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  9. ASVG § 449 gültig von 01.08.1998 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  10. ASVG § 449 gültig von 01.01.1994 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 20/1994

Rechtssatz

Für die bloße Feststellung, dass ein Beschluss eines Verwaltungskörpers nicht rechtsgültig zustande gekommen sei, bieten die §§ 448 Abs. 4 und 449 Abs. 1 ASVG keine Grundlage; eine solche Feststellung wäre allenfalls als Aufhebung zu deuten (vgl. in diesem Sinn VwGH 22.6.2022, Ro 2021/08/0006 bis 0008, Rn. 32). Auch ein Beschluss, der deswegen gegen Rechtsvorschriften verstößt, weil die für die Beschlussfassung geltenden Regeln über die Mehrheitserfordernisse oder die geschäftsordnungsmäßige Behandlung nicht eingehalten wurden, ist nicht absolut nichtig, sondern - vor dem Hintergrund des durch die Bestimmungen des ASVG über die Aufsicht statuierten Fehlerkalküls - nur aufzuheben (sofern es sich nicht um bloße Bagatellverstöße handelt). Es gibt nämlich keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich der Verstoß gegen Rechtsvorschriften, der die Aufsichtsbehörde zum Einspruch und zur Aufhebung von Beschlüssen berechtigt, nur auf materiellrechtliche und nicht auch auf verfahrensrechtliche Vorschriften beziehen sollte, sodass die Rechtsfolge der Verletzung derartiger Vorschriften - auch im Interesse der Rechtssicherheit - im Allgemeinen nicht die Nichtigkeit, sondern nur die Aufhebbarkeit ist.Für die bloße Feststellung, dass ein Beschluss eines Verwaltungskörpers nicht rechtsgültig zustande gekommen sei, bieten die Paragraphen 448, Absatz 4 und 449 Absatz eins, ASVG keine Grundlage; eine solche Feststellung wäre allenfalls als Aufhebung zu deuten vergleiche in diesem Sinn VwGH 22.6.2022, Ro 2021/08/0006 bis 0008, Rn. 32). Auch ein Beschluss, der deswegen gegen Rechtsvorschriften verstößt, weil die für die Beschlussfassung geltenden Regeln über die Mehrheitserfordernisse oder die geschäftsordnungsmäßige Behandlung nicht eingehalten wurden, ist nicht absolut nichtig, sondern - vor dem Hintergrund des durch die Bestimmungen des ASVG über die Aufsicht statuierten Fehlerkalküls - nur aufzuheben (sofern es sich nicht um bloße Bagatellverstöße handelt). Es gibt nämlich keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich der Verstoß gegen Rechtsvorschriften, der die Aufsichtsbehörde zum Einspruch und zur Aufhebung von Beschlüssen berechtigt, nur auf materiellrechtliche und nicht auch auf verfahrensrechtliche Vorschriften beziehen sollte, sodass die Rechtsfolge der Verletzung derartiger Vorschriften - auch im Interesse der Rechtssicherheit - im Allgemeinen nicht die Nichtigkeit, sondern nur die Aufhebbarkeit ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RO2024080012.J02

Im RIS seit

20.08.2025

Zuletzt aktualisiert am

04.09.2025
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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