RS Vfgh 2025/11/28 V65/2024 ua

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Veröffentlicht am 28.11.2025
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Index

90/01 Straßenverkehrsrecht

Norm

B-VG Art139 Abs1 Z1
StVO 1960 §17b, §43, §44, §48, §53
OrtstafelV der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck vom 01.09.2011, ZVerkR01-1142-37-2010
OrtstafelV der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck vom 01.09.2011, ZVerkR01-1142-39-2010
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Keine Gesetzwidrigkeit einer Ortstafelverordnung der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck auf Grund Durchführung eines ausreichenden Ermittlungsverfahrens hinsichtlich der Aufstellung der Ortstafel am Beginn des verbauten Gebiets sowie der nachvollziehbaren Darlegung der Erweiterung des Ortsgebiets

Rechtssatz

Abweisung des Antrags des LVwG Oö auf Aufhebung der Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Z VerkR01-1142-37-2010, sowie Z VerkR01-1142-39-2010, beide vom 01.09.2011.

Eine "Ortstafel" ist gemäß §53 Abs1 Z17a erster Satz StVO 1960 "jeweils am Beginn des verbauten Gebietes anzubringen"; das Zeichen "Ortsende" ist gemäß Z17b leg cit auf der Rückseite des Zeichens "Ortstafel" anzubringen. Für die Anbringung einer "Ortstafel" kommt es sohin auf den Beginn des verbauten Gebietes an. Ein Gebiet ist zufolge §53 Abs1 Z17a zweiter Satz StVO 1960 "dann verbaut, wenn die örtliche Zusammengehörigkeit mehrerer Bauwerke leicht erkennbar ist." Eine beidseitige Verbauung ist dafür nicht erforderlich.

Die Gesetzmäßigkeit einer Verordnung ist vor diesem Hintergrund davon abhängig, ob die Aufstellung der Ortstafeln nach §53 Abs1 Z17a und 17b StVO 1960 tatsächlich am jeweiligen Beginn (Ende) des verbauten Gebietes angeordnet wurde. Im der Anordnung eines Ortsgebietes zugrunde liegenden (und im Verordnungsakt zu dokumentierenden) Ermittlungsverfahren sind dementsprechend (ausschließlich) die insofern maßgeblichen Umstände zu erheben.

Den angefochtenen Verordnungen liegt – ausweislich der dem VfGH vorgelegten Akten – ein in diesem Sinne hinreichendes Ermittlungsverfahren zugrunde. So wurden insbesondere – teils aus Anlass der Erlassung der angefochtenen Verordnungen, teils aus Anlass der Erlassung von zuvor in Geltung stehenden Verordnungen – Lokalaugenscheine durchgeführt. Im Rahmen des Lokalaugenscheines am 14.06.2010 fand (auch) eine Auseinandersetzung mit der Frage der hinreichenden Verbauung statt. Insgesamt wurde die letztlich verordnete Erweiterung des Ortsgebietes (durch die Versetzung der Ortstafel um ca 300 Meter bis zu Straßenkilometer 10,0 + 33) anhand des dem Akt beiliegenden Aktenvermerks zum Lokalaugenschein und der beiliegenden Karten nachvollziehbar dargelegt.

Da für die Anordnung eines Ortsgebietes nach der StVO 1960 ausschließlich das Vorliegen eines verbauten Gebietes maßgeblich ist, geht das weitere Bedenken des LVwG Oö, die verordnungserlassende Behörde habe die Erforderlichkeit für die verkehrsbeschränkenden Maßnahmen gemäß §43 StVO 1960 nicht geprüft, ins Leere.

Entscheidungstexte

  • V65/2024 ua
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 28.11.2025 V65/2024 ua

Schlagworte

Ortstafeln, Geltungsbereich (örtlicher) einer Verordnung, Verordnung Kundmachung, Straßenverkehrszeichen, Straßenpolizei, Grundlagenforschung, VfGH / Gerichtsantrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2025:V65.2024

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2026
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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