RS Vfgh 2025/11/28 V102/2024

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.11.2025
beobachten
merken

Index

90/01 Straßenverkehrsrecht

Norm

B-VG Art139 Abs1 Z1
StVO 1960 §43, §44, §52, §54
GeschwindigkeitsbeschränkungsV des Bürgermeisters der Stadt Graz vom 20.11.2017
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. StVO 1960 § 43 heute
  2. StVO 1960 § 43 gültig ab 01.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2024
  3. StVO 1960 § 43 gültig von 01.10.2022 bis 30.06.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2022
  4. StVO 1960 § 43 gültig von 01.09.2019 bis 30.09.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2019
  5. StVO 1960 § 43 gültig von 13.07.2018 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2018
  6. StVO 1960 § 43 gültig von 01.01.2014 bis 12.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  7. StVO 1960 § 43 gültig von 31.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2013
  8. StVO 1960 § 43 gültig von 31.05.2011 bis 30.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2011
  9. StVO 1960 § 43 gültig von 01.07.2005 bis 30.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2005
  10. StVO 1960 § 43 gültig von 25.05.2002 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  11. StVO 1960 § 43 gültig von 01.10.1994 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  12. StVO 1960 § 43 gültig von 31.07.1993 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 522/1993
  13. StVO 1960 § 43 gültig von 01.12.1989 bis 30.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 562/1989
  14. StVO 1960 § 43 gültig von 01.03.1989 bis 30.11.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 86/1989
  15. StVO 1960 § 43 gültig von 01.06.1987 bis 28.02.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 213/1987
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Keine Gesetzwidrigkeit einer GeschwindigkeitsbeschränkungsV des Bürgermeisters der Stadt Graz; Verordnungserlassung auf Grundlage eines ausreichend dokumentierten Ermittlungsverfahrens

Rechtssatz

Abweisung eines Antrags des LVwG Steiermark auf Aufhebung der Verordnung des Bürgermeisters der Stadt Graz vom 20.11.2017, GZ: A10/1-063304/2017-0012, betreffend eine "Geschwindigkeitsbeschränkung (erlaubte Höchstgeschwindigkeit) von 30 km/h" für die " Stattegger Straße" mit dem Zusatz "An Schultagen von 07.00 - 19.00 Uhr".

Das LVwG macht im Wesentlichen geltend, dass die Dokumentation zur "Vorgänger-Verordnung" unzureichend und das Ermittlungsverfahren zur Erlassung der angefochtenen Verordnung mangelhaft sei. Die verordnungserlassende Behörde legt in ihrer Äußerung dar, dass die angefochtene Verordnung den örtlichen Geltungsbereich einer bereits seit 2005 bestehenden und im Jahr 2013 adaptierten Geschwindigkeitsbeschränkung anpasse bzw ausdehne und dass die in Rede stehende Geschwindigkeitsbeschränkung zum Schutz der Schüler einer Volksschule erforderlich sei.

Diese Ausführungen werden durch die von der verordnungserlassenden Behörde vorgelegten Verordnungsakten bestätigt: Aus diesen ist ersichtlich, dass vor der Erlassung der Verordnung aus dem Jahr 2005 eine Verkehrszählung und eine Verhandlung vor Ort durchgeführt wurden. Zudem ist die erforderliche Interessenabwägung im Verordnungsakt dokumentiert. In einer "Gedächtnisniederschrift" vom 15.12.2004 wird dargelegt, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h auf Grund der konkreten Verkehrssituation ("unübersichtliche Kurve", "sehr schmale Gehsteige") zum Schutz der Schüler erlassen worden sei. Auch vor der Neuerlassung dieser Verordnung im Jahr 2013 wurde wiederum eine Verhandlung vor Ort durchgeführt und die Notwendigkeit der Adaptierung des örtlichen Geltungsbereiches im Verordnungsakt entsprechend dokumentiert. Hinsichtlich der angefochtenen Verordnung ergibt sich aus dem vorgelegten Verordnungsakt, dass am 02.11.2017 eine Verhandlung vor Ort durchgeführt wurde und die Ausdehnung des örtlichen Geltungsbereiches der Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h auf Grund der Einrichtung sogenannter "Elternhaltestellen", wodurch der östliche Gehsteig der Stattegger Straße durch Schüler stärker frequentiert werde, erforderlich sei. Diese als notwendig angesehene Erweiterung der Geschwindigkeitsbeschränkung wird anhand der dem Akt beiliegenden Pläne nachvollziehbar begründet.

Entscheidungstexte

  • V102/2024
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 28.11.2025 V102/2024

Schlagworte

Verordnung, Ermittlungsverfahren, Grundlagenforschung, Geschwindigkeitsbeschränkung, Verkehrsbeschränkungen, Verordnungserlassung, VfGH / Gerichtsantrag, Geltungsbereich (örtlicher) einer Verordnung, Kinder, Schulen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2025:V102.2024

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2026
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten