RS Vwgh 2026/1/21 Ra 2024/05/0076

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.01.2026
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Index

E000 EU- Recht allgemein
E1P
E3D E11306000
E3D E15104000
E3D E15202000
E3L E15102020
E3L E15103020
L37153 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag Niederösterreich
L55003 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Niederösterreich
L55053 Nationalpark Biosphärenpark Niederösterreich
L82003 Bauordnung Niederösterreich
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz
89/07 Umweltschutz

Norm

AVG §8
BauO NÖ 2014 §20
BauO NÖ 2014 §6 Abs1
EURallg
NatSchG NÖ 2000 §10
UVPG 2000 §19 Abs7
12010P/TXT Grundrechte Charta Art47
31992L0043 FFH-RL Art6 Abs3
32000L0060 Wasserrahmen-RL
32005D0370 AarhusKonvention Art9 Abs3
32006L0118 Grundwasserschutz-RL

Rechtssatz

Die in Art. 6 Abs. 3 FFH-Richtlinie normierte (Natur)Verträglichkeitsprüfung wurde nicht in der NÖ BO 2014, sondern in § 10 NÖ Naturschutzgesetz 2000 (NÖ NSchG 2000) umgesetzt (vgl. in diesem Sinn VwGH 24.10.2025, Ra 2024/04/0426, Rn. 22, mit Hinweis auf VwGH 22.5.2025, Ra 2023/10/0330, Rn. 25, mwN). Die (Natur)Verträglichkeitsprüfung bildet ebensowenig einen Prüfgegenstand des baubehördlichen Bewilligungsverfahrens nach §§ 20 ff NÖ BO 2014 wie potentielle Veränderungen des Grundwassers (vgl. dazu etwa VwGH 23.5.2018, Ra 2017/05/0033, Rn. 28, mwN). Ausgehend davon vermag die revisionswerbende Partei, eine anerkannte Umweltorganisation, mit ihrem Vorbringen zur möglichen Beeinträchtigung eines Europaschutzgebietes durch das beantragte Vorhaben nicht darzulegen, dass die Bestimmungen der FFH-Richtlinie im vorliegenden Baubewilligungsverfahren unmittelbar anwendbar wären (vgl. in Bezug auf ein naturschutzrechtliches Verfahren nach § 10 NÖ NSchG 2000 nochmals VwGH 24.10.2025, Ra 2024/04/0426, Rn. 24) und ist auch das Zulässigkeitsvorbringen zu behaupteten möglichen Auswirkungen auf das Grundwasser und in diesem Zusammenhang zur Richtlinie 2000/60/EG sowie zur Richtlinie 2006/118/EG fallbezogen nicht entscheidungsrelevant.Die in Artikel 6, Absatz 3, FFH-Richtlinie normierte (Natur)Verträglichkeitsprüfung wurde nicht in der NÖ BO 2014, sondern in Paragraph 10, NÖ Naturschutzgesetz 2000 (NÖ NSchG 2000) umgesetzt vergleiche in diesem Sinn VwGH 24.10.2025, Ra 2024/04/0426, Rn. 22, mit Hinweis auf VwGH 22.5.2025, Ra 2023/10/0330, Rn. 25, mwN). Die (Natur)Verträglichkeitsprüfung bildet ebensowenig einen Prüfgegenstand des baubehördlichen Bewilligungsverfahrens nach Paragraphen 20, ff NÖ BO 2014 wie potentielle Veränderungen des Grundwassers vergleiche dazu etwa VwGH 23.5.2018, Ra 2017/05/0033, Rn. 28, mwN). Ausgehend davon vermag die revisionswerbende Partei, eine anerkannte Umweltorganisation, mit ihrem Vorbringen zur möglichen Beeinträchtigung eines Europaschutzgebietes durch das beantragte Vorhaben nicht darzulegen, dass die Bestimmungen der FFH-Richtlinie im vorliegenden Baubewilligungsverfahren unmittelbar anwendbar wären vergleiche in Bezug auf ein naturschutzrechtliches Verfahren nach Paragraph 10, NÖ NSchG 2000 nochmals VwGH 24.10.2025, Ra 2024/04/0426, Rn. 24) und ist auch das Zulässigkeitsvorbringen zu behaupteten möglichen Auswirkungen auf das Grundwasser und in diesem Zusammenhang zur Richtlinie 2000/60/EG sowie zur Richtlinie 2006/118/EG fallbezogen nicht entscheidungsrelevant.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Richtlinie EURallg4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2024050076.L02

Im RIS seit

13.02.2026

Zuletzt aktualisiert am

13.02.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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