RS Vfgh 2025/12/16 WII1/2025

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Veröffentlicht am 16.12.2025
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Index

L2 Gemeindewesen

Norm

B-VG Art141 Abs1 litj
Sbg GdO 2019 §25
Sbg GdWO 1998 §36, §84
Sbg GdWO 1974 §17, §42
VfGG §7 Abs2, §71a
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Keine Stattgabe der Anfechtung der Mandatsaberkennung eines Mitglieds der Gemeindevertretung Hallwang wegen Verlusts der Wählbarkeit infolge Aufgabe des Hauptwohnsitzes

Rechtssatz

Gemäß §84 Abs3 litb Sbg GdWO 1998 verliert ein Mitglied der Gemeindevertretung sein Mandat, wenn es nach erfolgter Wahl die Wählbarkeit verliert.

§36 Sbg GdWO 1998 knüpft die Wählbarkeit einer Person (erst) seit der Novelle LGBl 52/2012 ausdrücklich daran, dass am Stichtag in der Gemeinde der Hauptwohnsitz dieser Person besteht. Daraus folgt jedoch nicht, dass der Verlust der Wählbarkeit ausscheidet, sofern am Stichtag ein Hauptwohnsitz in der betreffenden Gemeinde bestanden hat. Der Mandatsverlustgrund des §84 Abs3 litb Sbg GdWO 1998 bzw §25 Z2 GdO 2019 stellt gerade darauf ab, dass ein Mitglied der Gemeindevertretung die Wählbarkeit nach erfolgter Wahl – und damit zwangsläufig nach dem Stichtag – verliert. Die von der Anfechtungswerberin vorgebrachte Rechtsansicht (kein Verlust des Mandats durch Verlegung des Hauptwohnsitzes in eine andere Gemeinde, da der Hauptwohnsitz am Stichtag in der jeweiligen Gemeinde bestanden habe) würde demgegenüber dazu führen, dass für die Vorschriften des §84 Abs3 litb Sbg GdWO 1998 bzw §25 Z2 GdO 2019, wonach die Wählbarkeit nach erfolgter Wahl verloren werden kann, kein Raum bliebe.§36 Sbg GdWO 1998 knüpft die Wählbarkeit einer Person (erst) seit der Novelle Landesgesetzblatt 52 aus 2012, ausdrücklich daran, dass am Stichtag in der Gemeinde der Hauptwohnsitz dieser Person besteht. Daraus folgt jedoch nicht, dass der Verlust der Wählbarkeit ausscheidet, sofern am Stichtag ein Hauptwohnsitz in der betreffenden Gemeinde bestanden hat. Der Mandatsverlustgrund des §84 Abs3 litb Sbg GdWO 1998 bzw §25 Z2 GdO 2019 stellt gerade darauf ab, dass ein Mitglied der Gemeindevertretung die Wählbarkeit nach erfolgter Wahl – und damit zwangsläufig nach dem Stichtag – verliert. Die von der Anfechtungswerberin vorgebrachte Rechtsansicht (kein Verlust des Mandats durch Verlegung des Hauptwohnsitzes in eine andere Gemeinde, da der Hauptwohnsitz am Stichtag in der jeweiligen Gemeinde bestanden habe) würde demgegenüber dazu führen, dass für die Vorschriften des §84 Abs3 litb Sbg GdWO 1998 bzw §25 Z2 GdO 2019, wonach die Wählbarkeit nach erfolgter Wahl verloren werden kann, kein Raum bliebe.

Entscheidungstexte

  • WII1/2025
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 16.12.2025 WII1/2025

Schlagworte

Gemeinderat, Wahlrecht passives, Wohnsitz, Auslegung eines Gesetzes, Gemeinderecht, Meldewesen, VfGH / Mandatsverlust

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2025:WII1.2025

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2026
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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