RS Vfgh 2025/6/6 V30/2024, V34/2024

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Veröffentlicht am 06.06.2025
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art139 Abs1 Z1
Flächenwidmungsplan 1.0 der Marktgemeinde Hitzendorf vom 27.09.2018 und 20.12.2018 §5 Abs2 litb
Stmk RaumOG 1974 §26, §26a, §26b
Stmk RaumOG 2010 §34, §35, §36
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Gerichtsantrags auf Aufhebung von Teilen eines Flächenwidmungsplans der Marktgemeinde Hitzendorf wegen zu engen Anfechtungsumfangs

Rechtssatz

Unzulässigkeit eines Antrags des LVwG Stmk auf Aufhebung einer näher bezeichneten Wort- und Zeichenfolgen des §5 Abs2 litb Flächenwidmungsplan 1.0 der Marktgemeinde Hitzendorf, beschlossen im Gemeinderat der Marktgemeinde Hitzendorf am 27.09.2018 und 20.12.2018.

Das antragstellende Gericht stützt die Bedenken auf das Wesentliche zusammengefasst insbesondere darauf, dass die Festlegungen den gesetzlichen Vorgaben über die Heranziehung von Grundstücken für die Leistung einer Investitionsabgabe widersprechen würden.

§26b StROG 1974 sah im Zeitpunkt der Erlassung des Flächenwidmungsplanes 5.00 der Marktgemeinde Hitzendorf vor, dass die Gemeinde zur Sicherung der Bebauung unbebauter Grundflächen eine Bebauungsfrist für eine Planungsperiode festzulegen gehabt habe, sofern es sich um Grundflächen eines Eigentümers handelte, die Bauland gemäß §23 Abs1 und 3 leg cit darstellten, für die keine privatwirtschaftliche Vereinbarung abgeschlossen oder keine Vorbehaltsfläche festgelegt wurde und die zusammenhängend mindestens 3.000 m2 umfassten. Dabei sei nach Abs2 für den Zeitpunkt des fruchtlosen Fristablaufes der Bebauungsfrist etwa festzulegen gewesen, dass solche Grundstücke entgegen §34 StROG 1974 entschädigungslos als Freiland gelten sollten. Solche Baulandmobilisierungsmaßnahmen waren – im Falle des Vorliegens der Voraussetzungen – von der Gemeinde zwingend zu ergreifen.

Mit dem Flächenwidmungsplan 5.00 der Marktgemeinde Hitzendorf, der am 19.04.2006 in Kraft trat, erfolgte eine Umwidmung des Grundstückes Nr 1536, KG Hitzendorf, von Freiland in Bauland. Zugleich mit der Umwidmung wurde für das im Aufschließungsgebiet gelegene Grundstück gemäß §26b StROG 1974 eine Bebauungsfrist von 5 Jahren ab dem Inkrafttreten eines Bebauungsplanes festgelegt und für den Fall des fruchtlosen Fristablaufes normiert, dass das Grundstück entgegen §34 StROG 1974 entschädigungslos als Freiland gelten sollte.

Da die Frist im Hinblick auf die nach wie vor unbebauten Grundstücke Nr 1536/5, 1536/6 und 1536/7, KG Hitzendorf, ungenützt verstrichen ist, hatten die Grundstücke ab dem 18.10.2011, (wieder) als Freiland zu gelten. Die Anwendung der Rechtsfolgen des §26b Abs4 und 5 StROG 1974 kam bereits deshalb nicht in Betracht, weil die Grundeigentümer mit dem Flächenwidmungsplan 5.00 nicht zur Leistung einer Investitionsabgabe herangezogen werden sollten.

Ungeachtet dessen ficht das LVwG ausschließlich die Bestimmung des §5 Abs2 litb des Flächenwidmungsplanes 1.0 der Marktgemeinde Hitzendorf an, welche die Leistung einer Investitionsabgabe festlegt, während die planliche Festlegung der Widmung der Grundstücke als "vollwertiges Bauland" im selben Flächenwidmungsplan unangefochten bleibt.

(Vgl auch B v 06.06.2025, V34/2024).

Entscheidungstexte

  • V30/2024
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 06.06.2025 V30/2024
  • V34/2024
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 06.06.2025 V34/2024

Schlagworte

Flächenwidmungsplan, VfGH / Gerichtsantrag, Raumplanung örtliche, Raumordnung, VfGH / Prüfungsumfang

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2025:V30.2024

Zuletzt aktualisiert am

17.09.2025
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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