RS Vwgh 2025/2/27 Ra 2022/11/0167

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.02.2025
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Index

L83009 Wohnbauförderung Wien
L83049 Wohnhaussanierung Wien
10/07 Verwaltungsgerichtshof
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

ABGB §231 Abs1
EStG 1988 §29 Z1
VwGG §42 Abs2 Z1
Wohnbauförderungs- und WohnhaussanierungsG Wr 1989 §2 Z14
  1. ABGB § 231 heute
  2. ABGB § 231 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  3. ABGB § 231 gültig von 01.01.2002 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  4. ABGB § 231 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 231 gültig von 01.01.1978 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1977
  1. EStG 1988 § 29 heute
  2. EStG 1988 § 29 gültig ab 24.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. EStG 1988 § 29 gültig von 01.04.2012 bis 23.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2012
  4. EStG 1988 § 29 gültig von 31.12.2010 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. EStG 1988 § 29 gültig von 18.06.2009 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. EStG 1988 § 29 gültig von 01.01.2004 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  7. EStG 1988 § 29 gültig von 01.01.2004 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 165/2002
  8. EStG 1988 § 29 gültig von 21.08.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  9. EStG 1988 § 29 gültig von 05.10.2002 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2002
  10. EStG 1988 § 29 gültig von 11.07.2002 bis 04.10.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2002
  11. EStG 1988 § 29 gültig von 27.06.2001 bis 10.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  12. EStG 1988 § 29 gültig von 30.12.2000 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  13. EStG 1988 § 29 gültig von 15.07.1999 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  14. EStG 1988 § 29 gültig von 30.07.1988 bis 14.07.1999
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Gemäß § 231 Abs. 1 ABGB haben die Eltern zur Deckung der ihren Lebensverhältnissen angemessenen Bedürfnisse des Kindes unter Berücksichtigung seiner Anlagen, Fähigkeiten, Neigungen und Entwicklungsmöglichkeiten nach ihren Kräften anteilig beizutragen. Diese Bestimmung begründet den materiellen Bestand einer von § 2 Z 14 WWFSG 1989 iVm. § 29 Z 1 2. Satz EStG 1988 für die einkommensmindernde Berücksichtigung entsprechender Zahlungen vorausgesetzten "gesetzlichen Unterhaltspflicht". Ob den tatsächlich geleisteten Zahlungen ein Exekutionstitel zu Grunde liegt, ist für die Ermittlung des Anspruchs auf Wohnbeihilfe ebenso wenig relevant wie die Frage, ob ein unterhaltspflichtiger Antragsteller gegebenenfalls (im Wege der sogenannten Anspannungspflicht; vgl. dazu etwa RIS Justiz RS0047495 bzw. OGH 23.5.2024, 4 Ob 30/24a) zur Leistung höherer Unterhaltszahlungen verpflichtet werden könnte. Der Umstand, dass der Aktenlage nach kein Exekutionstitel für die gegenüber den Kindern bestehenden Unterhaltsverpflichtungen des Revisionswerbers vorliegt, ein Verfahren auf Unterhaltsfestsetzung vielmehr weiterhin anhängig ist, hindert die einkommensmindernde Berücksichtigung der vom Revisionswerber tatsächlich geleisteten Unterhaltszahlungen daher nicht.Gemäß Paragraph 231, Absatz eins, ABGB haben die Eltern zur Deckung der ihren Lebensverhältnissen angemessenen Bedürfnisse des Kindes unter Berücksichtigung seiner Anlagen, Fähigkeiten, Neigungen und Entwicklungsmöglichkeiten nach ihren Kräften anteilig beizutragen. Diese Bestimmung begründet den materiellen Bestand einer von Paragraph 2, Ziffer 14, WWFSG 1989 in Verbindung mit Paragraph 29, Ziffer eins, 2. Satz EStG 1988 für die einkommensmindernde Berücksichtigung entsprechender Zahlungen vorausgesetzten "gesetzlichen Unterhaltspflicht". Ob den tatsächlich geleisteten Zahlungen ein Exekutionstitel zu Grunde liegt, ist für die Ermittlung des Anspruchs auf Wohnbeihilfe ebenso wenig relevant wie die Frage, ob ein unterhaltspflichtiger Antragsteller gegebenenfalls (im Wege der sogenannten Anspannungspflicht; vergleiche dazu etwa RIS Justiz RS0047495 bzw. OGH 23.5.2024, 4 Ob 30/24a) zur Leistung höherer Unterhaltszahlungen verpflichtet werden könnte. Der Umstand, dass der Aktenlage nach kein Exekutionstitel für die gegenüber den Kindern bestehenden Unterhaltsverpflichtungen des Revisionswerbers vorliegt, ein Verfahren auf Unterhaltsfestsetzung vielmehr weiterhin anhängig ist, hindert die einkommensmindernde Berücksichtigung der vom Revisionswerber tatsächlich geleisteten Unterhaltszahlungen daher nicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2022110167.L03

Im RIS seit

25.03.2025

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2025
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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