RS Vfgh 2024/11/25 G159/2024

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Veröffentlicht am 25.11.2024
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
Wr WettenG §2 Z3, §23
VfGG §7 Abs2, §62a Abs1
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Parteiantrags auf Aufhebung einer Legaldefinition des Wr WettenG wegen zu engen Anfechtungsumfangs

Rechtssatz

Es handelt es sich bei §2 Z3 Wr WettenG um eine Begriffsbestimmung ohne eigenständige normative Wirkung (vgl die Überschrift "Begriffbestimmungen" des §2 Wiener Wettengesetz). Isoliert betrachtet legt §2 Z3 Wr WettenG lediglich fest, wer Vermittlerin oder Vermittler im Sinne des Wiener Wettengesetzes ist. Dem angefochtenen zweiten Satz des §2 Z3 Wr WettenG ist zu entnehmen, dass sich insbesondere als Vermittler betätigt, wer Einrichtungen zur Erleichterung oder Ermöglichung des Vertragsabschlusses zur Verfügung stellt (zB Betrieb eines Geschäftslokals mit dem Erscheinungsbild eines Wettlokals, Übertragen von Sportereignissen, Gewinnauszahlung, Ausstellung von Wettkarten). Einen normativen Gehalt entfaltet der Begriff des Vermittlers erst in Verbindung mit anderen Vorschriften des Wiener Wettengesetzes, etwa in Verbindung mit §23 Abs3 Wr WettenG, dem zu Folge die Behörde ermächtigt ist, Betriebsstätten bei Vorliegen des Verdachtes, dass die Tätigkeit eines Wettunternehmers – ein solcher ist gemäß §2 Z4 Wr WettenG auch der Vermittler – ohne die oder entgegen der Bewilligung ausgeübt wird, zu schließen. Der Antragsteller ficht die in Rede stehende Definition allerdings isoliert – und nicht gemeinsam mit der genannten Vorschrift – an.Es handelt es sich bei §2 Z3 Wr WettenG um eine Begriffsbestimmung ohne eigenständige normative Wirkung vergleiche die Überschrift "Begriffbestimmungen" des §2 Wiener Wettengesetz). Isoliert betrachtet legt §2 Z3 Wr WettenG lediglich fest, wer Vermittlerin oder Vermittler im Sinne des Wiener Wettengesetzes ist. Dem angefochtenen zweiten Satz des §2 Z3 Wr WettenG ist zu entnehmen, dass sich insbesondere als Vermittler betätigt, wer Einrichtungen zur Erleichterung oder Ermöglichung des Vertragsabschlusses zur Verfügung stellt (zB Betrieb eines Geschäftslokals mit dem Erscheinungsbild eines Wettlokals, Übertragen von Sportereignissen, Gewinnauszahlung, Ausstellung von Wettkarten). Einen normativen Gehalt entfaltet der Begriff des Vermittlers erst in Verbindung mit anderen Vorschriften des Wiener Wettengesetzes, etwa in Verbindung mit §23 Abs3 Wr WettenG, dem zu Folge die Behörde ermächtigt ist, Betriebsstätten bei Vorliegen des Verdachtes, dass die Tätigkeit eines Wettunternehmers – ein solcher ist gemäß §2 Z4 Wr WettenG auch der Vermittler – ohne die oder entgegen der Bewilligung ausgeübt wird, zu schließen. Der Antragsteller ficht die in Rede stehende Definition allerdings isoliert – und nicht gemeinsam mit der genannten Vorschrift – an.

Entscheidungstexte

  • G159/2024
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 25.11.2024 G159/2024

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, VfGH / Prüfungsumfang, Wetten

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2024:G159.2024

Zuletzt aktualisiert am

11.12.2024
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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