TE Vfgh Beschluss 1993/3/15 G21/93

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Veröffentlicht am 15.03.1993
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Index

10 Verfassungsrecht
10/07 Verfassungsgerichtshof, Verwaltungsgerichtshof

Norm

VfGG §62 Abs1
GSVG §149 Abs7 und Abs8
  1. VfGG § 62 heute
  2. VfGG § 62 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  3. VfGG § 62 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 62 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  5. VfGG § 62 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 62 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  7. VfGG § 62 gültig von 01.03.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  8. VfGG § 62 gültig von 01.01.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  9. VfGG § 62 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 62 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 732/1988
  11. VfGG § 62 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976
  1. GSVG § 149 heute
  2. GSVG § 149 gültig ab 25.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2025
  3. GSVG § 149 gültig von 01.01.2025 bis 24.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2024
  4. GSVG § 149 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2022
  5. GSVG § 149 gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 73/2020
  6. GSVG § 149 gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  7. GSVG § 149 gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2019
  8. GSVG § 149 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2013
  9. GSVG § 149 gültig von 01.01.2015 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  10. GSVG § 149 gültig von 01.06.2012 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2013
  11. GSVG § 149 gültig von 01.06.2012 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2012
  12. GSVG § 149 gültig von 01.01.2011 bis 31.05.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  13. GSVG § 149 gültig von 01.09.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2010
  14. GSVG § 149 gültig von 01.01.2010 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  15. GSVG § 149 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2009
  16. GSVG § 149 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  17. GSVG § 149 gültig von 01.01.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  18. GSVG § 149 gültig von 01.01.2009 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2009
  19. GSVG § 149 gültig von 01.07.2005 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2005
  20. GSVG § 149 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2004
  21. GSVG § 149 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  22. GSVG § 149 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2002
  23. GSVG § 149 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2001
  24. GSVG § 149 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  25. GSVG § 149 gültig von 18.04.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2001
  26. GSVG § 149 gültig von 01.01.2001 bis 17.04.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  27. GSVG § 149 gültig von 25.08.2000 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  28. GSVG § 149 gültig von 01.01.1998 bis 24.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  29. GSVG § 149 gültig von 01.08.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1996

Leitsatz

Zurückweisung des Antrags des OLG Linz auf Aufhebung des §149 Abs7 und Abs8 GSVG idF der 16. und 17. GSVG-Novelle mangels Darlegung der Bedenken im einzelnen; Verweisung auf einen Schriftsatz des OGH nicht ausreichend.

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung:

1. Das Oberlandesgericht Linz stellt aus Anlaß einer bei ihm anhängigen Sozialrechtssache wegen Gewährung einer Ausgleichszulage gestützt auf Art89 Abs2 B-VG den Antrag, §149 Abs7 GSVG idF der 16. und 17. GSVG-Novelle und §149 Abs8 GSVG idF der 16. GSVG-Novelle als verfassungswidrig aufzuheben. Nach einer kurzen Schilderung des bisherigen Prozeßverlaufes erklärt das Oberlandesgericht Linz, sich den vom Kläger in der Berufung vorgebrachten verfassungsrechtlichen Bedenken anzuschließen, 1. Das Oberlandesgericht Linz stellt aus Anlaß einer bei ihm anhängigen Sozialrechtssache wegen Gewährung einer Ausgleichszulage gestützt auf Art89 Abs2 B-VG den Antrag, §149 Abs7 GSVG in der Fassung der 16. und 17. GSVG-Novelle und §149 Abs8 GSVG in der Fassung der 16. GSVG-Novelle als verfassungswidrig aufzuheben. Nach einer kurzen Schilderung des bisherigen Prozeßverlaufes erklärt das Oberlandesgericht Linz, sich den vom Kläger in der Berufung vorgebrachten verfassungsrechtlichen Bedenken anzuschließen,

"... zumal es auch der Oberste Gerichtshof zu 10 Ob S 212/91 vom 25.2.1992 in einem gleichgelagerten Fall für geboten erachtete, beim Verfassungsgerichtshof den Antrag auf Überprüfung der Gesetzmäßigkeit des §149 Abs7 und 8 GSVG zu stellen. Das Berufungsgericht übernimmt die vom Obersten Gerichtshof in dieser Entscheidung ausführlich vorgetragenen Argumente und verweist, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, auf diese Ausführungen."

2. Der Antrag ist unzulässig.

Anträge mit dem Begehren, ein Gesetz als verfassungswidrig aufzuheben, müssen nach §62 Abs1 VerfGG die gegen die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes sprechenden Bedenken im einzelnen darlegen. Das Fehlen einer solchen Darlegung von Bedenken ist kein behebbares Formgebrechen, sondern ein Prozeßhindernis, also ein Zurückweisungsgrund (vgl. VfSlg. 11400/1987, 11507/1987, 11888/1988, 12262/1990, 12263/1990 u.v.a.). Anträge mit dem Begehren, ein Gesetz als verfassungswidrig aufzuheben, müssen nach §62 Abs1 VerfGG die gegen die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes sprechenden Bedenken im einzelnen darlegen. Das Fehlen einer solchen Darlegung von Bedenken ist kein behebbares Formgebrechen, sondern ein Prozeßhindernis, also ein Zurückweisungsgrund vergleiche VfSlg. 11400/1987, 11507/1987, 11888/1988, 12262/1990, 12263/1990 u.v.a.).

Die Verweisung des Oberlandesgerichtes Linz hinsichtlich seiner Bedenken bezüglich der Verfassungsmäßigkeit des §149 Abs7 und 8 GSVG auf einen Schriftsatz des Obersten Gerichtshofes genügt diesem Erfordernis der detaillierten Darlegung der Bedenken jedoch nicht. Denn wie der Verfassungsgerichtshof bereits wiederholt ausgesprochen hat, stellen Verweisungen auf den Inhalt eines in einem anderen Verfahren eingebrachten Schriftsatzes keine gesetzmäßige Darlegung von Bedenken dar und sind unbeachtlich (vgl. VfSlg. 8241/1978 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des OGH und des VwGH, VfSlg. 11611/1988, 12312/1990 und VfGH 15.6.1992 G59/92,V13/92). Die Verweisung des Oberlandesgerichtes Linz hinsichtlich seiner Bedenken bezüglich der Verfassungsmäßigkeit des §149 Abs7 und 8 GSVG auf einen Schriftsatz des Obersten Gerichtshofes genügt diesem Erfordernis der detaillierten Darlegung der Bedenken jedoch nicht. Denn wie der Verfassungsgerichtshof bereits wiederholt ausgesprochen hat, stellen Verweisungen auf den Inhalt eines in einem anderen Verfahren eingebrachten Schriftsatzes keine gesetzmäßige Darlegung von Bedenken dar und sind unbeachtlich vergleiche VfSlg. 8241/1978 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des OGH und des VwGH, VfSlg. 11611/1988, 12312/1990 und VfGH 15.6.1992 G59/92,V13/92).

Der vorliegende Antrag war daher in sinngemäßer Anwendung des §19 Abs3 Z2 litc VerfGG ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen.

Schlagworte

VfGH / Formerfordernisse, VfGH / Bedenken

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1993:G21.1993

Dokumentnummer

JFT_10069685_93G00021_00
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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