RS Vfgh 2023/6/13 G112/2022

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.06.2023
beobachten
merken

Index

L8200 Bauordnung

Norm

B-VG Art7 Abs1 / Gesetz
B-VG Art140 Abs1 Z1 lita
StGG Art2
Stmk BauG §4, §19, §20 Z3, §21, §88
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Abweisung eines Antrags auf Aufhebung einer Bestimmung des Stmk BauG betreffend die Bewilligungspflicht von Geländeveränderungen im vereinfachten Baubewilligungsverfahren

Rechtssatz

Abweisung eines Antrags des LVwG Steiermark auf Aufhebung des §20 Z3 Stmk BauG idF LGBl 91/2021. Mit der Steiermärkischen Baugesetznovelle 2003 wurde die Bewilligungspflicht für näher bezeichnete Geländeveränderungen, soweit es sich bei diesen nicht um anzeigepflichtige Geländeveränderungen iSd §20 Z3 Stmk BauG handelt, denen die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke zugestimmt haben, normiert. In den Erläuternden Bemerkungen wurde die Einführung der Bewilligungspflicht für Geländeveränderungen im Bauland bzw von im Freiland gelegenen Grundstücken, die an Bauland angrenzen, damit begründet, dass Veränderungen des natürlichen Geländes Nachbarbeeinträchtigungen durch damit verbundene Änderungen des Oberflächenwasserabflusses verursachen könnten, weshalb der Baubehörde ein geeignetes Instrumentarium zur Verhinderung derart unzumutbarer Beeinträchtigungen zur Verfügung gestellt werden sollte. Aus den Materialien zur Steiermärkischen Baugesetznovelle 2019 folgt, dass das nunmehr vorgesehene vereinfachte Baubewilligungsverfahren für Veränderungen des natürlichen Geländes, bei denen Auswirkungen auf die Nachbarn abschätzbar seien, ein Ersatz für das Anzeigeverfahren sei.Abweisung eines Antrags des LVwG Steiermark auf Aufhebung des §20 Z3 Stmk BauG in der Fassung Landesgesetzblatt 91 aus 2021,. Mit der Steiermärkischen Baugesetznovelle 2003 wurde die Bewilligungspflicht für näher bezeichnete Geländeveränderungen, soweit es sich bei diesen nicht um anzeigepflichtige Geländeveränderungen iSd §20 Z3 Stmk BauG handelt, denen die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke zugestimmt haben, normiert. In den Erläuternden Bemerkungen wurde die Einführung der Bewilligungspflicht für Geländeveränderungen im Bauland bzw von im Freiland gelegenen Grundstücken, die an Bauland angrenzen, damit begründet, dass Veränderungen des natürlichen Geländes Nachbarbeeinträchtigungen durch damit verbundene Änderungen des Oberflächenwasserabflusses verursachen könnten, weshalb der Baubehörde ein geeignetes Instrumentarium zur Verhinderung derart unzumutbarer Beeinträchtigungen zur Verfügung gestellt werden sollte. Aus den Materialien zur Steiermärkischen Baugesetznovelle 2019 folgt, dass das nunmehr vorgesehene vereinfachte Baubewilligungsverfahren für Veränderungen des natürlichen Geländes, bei denen Auswirkungen auf die Nachbarn abschätzbar seien, ein Ersatz für das Anzeigeverfahren sei.

Es ist damit den Materialien zum Stmk BauG zu entnehmen, dass - entgegen der Auslegung des LVwG - nicht jede Veränderung des natürlichen Geländes, sondern nur jene, die Nachbarinteressen beeinträchtigen könnten, dem Bewilligungstatbestand des §20 Z3 Stmk BauG unterfallen. Nichts anderes folgt auch mit Blick auf die zur Auslegung des §20 Z3 Stmk BauG heranzuziehenden Bestimmungen des §4 Z46 Stmk BauG, des §33 Stmk BauG sowie weiters des §88 Stmk BauG. Die Bedenken des antragstellenden Gerichtes bauen völlig auf dieser unrichtigen Interpretation des Gesetzes auf. Mit deren Richtigstellung ist ihnen die Grundlage entzogen. Vor diesem Hintergrund trifft bereits die vom LVwG vorgenommene und dem Antrag zugrunde liegende Auslegung des §20 Z3 Stmk BauG nicht zu, weshalb auch die auf diese Interpretation gestützten und dem Antrag zugrunde liegenden Bedenken ob der Verfassungsmäßigkeit der angefochtenen Bestimmung des Stmk BauG ins Leere gehen.

Entscheidungstexte

  • G112/2022
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 13.06.2023 G112/2022

Schlagworte

Baurecht, Auslegung historische, VfGH / Gerichtsantrag, Auslegung eines Gesetzes, Auslegung systematische, Eingriffe bewilligungspflichtige, VfGH / Bedenken, Novellierung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:G112.2022

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2023
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten