RS Vwgh 2023/6/29 Ra 2020/11/0040

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.06.2023
beobachten
merken

Index

L94405 Krankenanstalt Spital Salzburg
10/07 Verwaltungsgerichtshof
27/04 Sonstige Rechtspflege
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §53a
AVG §76
GebAG 1975 §24
GebAG 1975 §25 Abs3
KAG Slbg 2000 §12a Abs1 lita
KAG Slbg 2000 §12c Abs2
VwGG §42 Abs2 Z1
  1. AVG § 53a heute
  2. AVG § 53a gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 53a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2013
  4. AVG § 53a gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2013
  5. AVG § 53a gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  6. AVG § 53a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. AVG § 53a gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  8. AVG § 53a gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 76 heute
  2. AVG § 76 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 76 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  6. AVG § 76 gültig von 18.08.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  7. AVG § 76 gültig von 01.01.1999 bis 17.08.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  9. AVG § 76 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  10. AVG § 76 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  11. AVG § 76 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Das VwG war in seinem Beschluss davon ausgegangen, dass sich die GÖG in ihrem Gutachten nicht mit den Kriterien des § 12a Abs. 3 Slbg KAG 2000 befasst hatte. Dies bedeutet aber, dass es das Gutachten als mangelhaft ansah. Vor dem Hintergrund der Judikatur des OGH (vgl. OGH 5.5.2004, 9 Ob 67/03y, mwN) wäre es daher am VwG gelegen, unter Bedachtnahme auf das die GÖG treffende Verschulden an der Mangelhaftigkeit des Gutachtens die Gebühr gemäß § 25 Abs. 3 GebAG 1975 entweder gänzlich zu versagen oder auf den der mangelhaften Tätigkeit entsprechenden Betrag herabzusetzen. Im Revisionsfall waren die Sachverständigengebühren der belangten Behörde zwar bereits erwachsen. Die Überwälzung der gesamten Barauslagen auf die Revisionswerberin gemäß § 76 Abs. 1 AVG, ohne die Vorgaben des § 25 Abs. 3 GebAG 1975 zu berücksichtigen, erweist sich daher jedenfalls als rechtswidrig (zu überhöhten Kostenvorschreibungen, nachdem der Behörde Barauslagen erwachsen waren, vgl. etwa VwGH 26.05.2014, 2012/03/0061; 28.1.2016, 2013/07/0134; jeweils mwN).Das VwG war in seinem Beschluss davon ausgegangen, dass sich die GÖG in ihrem Gutachten nicht mit den Kriterien des Paragraph 12 a, Absatz 3, Slbg KAG 2000 befasst hatte. Dies bedeutet aber, dass es das Gutachten als mangelhaft ansah. Vor dem Hintergrund der Judikatur des OGH vergleiche OGH 5.5.2004, 9 Ob 67/03y, mwN) wäre es daher am VwG gelegen, unter Bedachtnahme auf das die GÖG treffende Verschulden an der Mangelhaftigkeit des Gutachtens die Gebühr gemäß Paragraph 25, Absatz 3, GebAG 1975 entweder gänzlich zu versagen oder auf den der mangelhaften Tätigkeit entsprechenden Betrag herabzusetzen. Im Revisionsfall waren die Sachverständigengebühren der belangten Behörde zwar bereits erwachsen. Die Überwälzung der gesamten Barauslagen auf die Revisionswerberin gemäß Paragraph 76, Absatz eins, AVG, ohne die Vorgaben des Paragraph 25, Absatz 3, GebAG 1975 zu berücksichtigen, erweist sich daher jedenfalls als rechtswidrig (zu überhöhten Kostenvorschreibungen, nachdem der Behörde Barauslagen erwachsen waren, vergleiche etwa VwGH 26.05.2014, 2012/03/0061; 28.1.2016, 2013/07/0134; jeweils mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2020110040.L04

Im RIS seit

31.07.2023

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten