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41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, AsylrechtNorm
BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1Leitsatz
Verletzung im Recht auf Gleichbehandlung von Fremden untereinander durch Zurückweisung des Antrags einer afghanischen Staatsangehörigen auf internationalen Schutz wegen entschiedener Sache mangels Auseinandersetzung mit hinreichend aktuellen LänderberichtenRechtssatz
Das BVwG wertet die Aussagen der - auf Grund ihrer ersten Antragstellung als subsidiär Schutzberechtigte anerkannten - Beschwerdeführerin ("westliche Orientierung") vor dem Hintergrund der zum Zeitpunkt der behördlichen Entscheidung (im Verfahren über den Folgeantrag) veröffentlichten Länderberichte und kommt zum Schluss, dass keinerlei Hinweise erkennbar seien, dass es bei der Beschwerdeführerin zu einem "deutlichen Bruch mit den in Afghanistan verbreiteten und allgemein geltenden gesellschaftlichen Werten gekommen" sei. Das BVwG hat damit maßgebliche Entwicklungen im Herkunftsstaat der Beschwerdeführerin seit der Erlassung des behördlichen Bescheides außer Acht gelassen.
Entscheidungstexte
Schlagworte
Asylrecht, EntscheidungsbegründungEuropean Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VFGH:2023:E2502.2022Zuletzt aktualisiert am
23.05.2023