TE Vfgh Beschluss 2023/3/15 SG2/2023

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Veröffentlicht am 15.03.2023
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art142 Abs1, Art142 Abs2 litb
VfGG §7 Abs2
  1. B-VG Art. 142 heute
  2. B-VG Art. 142 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  4. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  5. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.2010 bis 30.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 142 gültig von 31.12.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/2009
  7. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.2004 bis 30.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  9. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  10. B-VG Art. 142 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  11. B-VG Art. 142 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  12. B-VG Art. 142 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  13. B-VG Art. 142 gültig von 18.07.1962 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 142 gültig von 19.12.1945 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  15. B-VG Art. 142 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung einer Ministeranklage gegen die Bundesministerin für Justiz mangels Legitimation

Spruch

Der Schriftsatz wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

1. Mit Schriftsatz vom 14. Februar 2023 begehrte der Einschreiter die "Aufhebung der Immunität und Ministeranklage" gegen die Bundesministerin für Justiz Dr.in Alma Zadi? wegen "Aushebelung des Rechtsstaates".

2. Gemäß Art142 Abs1 B-VG erkennt der Verfassungsgerichtshof über die Anklage, mit der die verfassungsmäßige Verantwortlichkeit der obersten Bundes- und Landesorgane für die durch ihre Amtstätigkeit erfolgten schuldhaften Rechtsverletzungen geltend gemacht wird. Nach Art142 Abs2 litb B-VG kann Anklage gegen die Mitglieder der Bundesregierung durch Beschluss des Nationalrates erhoben werden.

Dem Einschreiter fehlt folglich die Legitimation zur Erhebung einer Anklage nach Art142 B-VG gegen ein Mitglied der Bundesregierung, weshalb sich seine Eingabe als unzulässig erweist.

3. Die Eingabe ist allerdings bereits aus einem anderen Grund zurückzuweisen:

Gemäß §35 Abs1 VfGG iVm. §86a Abs2 ZPO ist ein Schriftsatz ohne Verbesserungsversuch zurückzuweisen, sofern er aus verworrenen, unklaren, sinn- oder zwecklosen Ausführungen besteht, er das Begehren nicht erkennen lässt oder er sich in der Wiederholung bereits erledigter Streitpunkte oder schon vorgebrachter Behauptungen erschöpft. Gemäß §35 Abs1 VfGG in Verbindung mit §86a Abs2 ZPO ist ein Schriftsatz ohne Verbesserungsversuch zurückzuweisen, sofern er aus verworrenen, unklaren, sinn- oder zwecklosen Ausführungen besteht, er das Begehren nicht erkennen lässt oder er sich in der Wiederholung bereits erledigter Streitpunkte oder schon vorgebrachter Behauptungen erschöpft.

Der Einschreiter hat in der Vergangenheit mit ähnlicher Begründung bereits mehrfach erfolglos Anträge auf Verfahrenshilfe zur Erhebung einer Anklage gegen Mitglieder der Bundesregierung nach Art142 B-VG gestellt. Die vorliegende Eingabe erfüllt daher den Tatbestand des §86a Abs2 ZPO.

Gemäß §35 Abs1 VfGG iVm §86a Abs1 und 2 ZPO wird der Einschreiter darauf hingewiesen, dass weitere derartige Anträge oder Eingaben ohne förmliche Beschlussfassung und ohne inhaltliche Behandlung zu den Akten genommen werden.Gemäß §35 Abs1 VfGG in Verbindung mit §86a Abs1 und 2 ZPO wird der Einschreiter darauf hingewiesen, dass weitere derartige Anträge oder Eingaben ohne förmliche Beschlussfassung und ohne inhaltliche Behandlung zu den Akten genommen werden.

4. Der Antrag ist daher in sinngemäßer Anwendung des §19 Abs3 Z2 VfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Schlagworte

VfGH / Legitimation, VfGH / Anklage, Bundesminister, Ministeranklage

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:SG2.2023

Zuletzt aktualisiert am

09.05.2023
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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