TE Vwgh Beschluss 2023/1/16 Fr 2022/02/0001

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Veröffentlicht am 16.01.2023
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art130 Abs1
VwGG §34 Abs1
VwGG §34 Abs2
VwGG §38 Abs1
VwGG §38 Abs4
VwGVG 2014 §14 Abs1
VwGVG 2014 §34 Abs1
VwRallg
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Mag. Dr. Köller sowie die Hofrätin Mag. Dr. Maurer-Kober und den Hofrat Mag. Straßegger als Richter und Richterin, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Schörner, über den Fristsetzungsantrag des H in W, vertreten durch die Hopmeier Wagner Kirnbauer Rechtsanwälte OG in 1010 Wien, Rathausstraße 15, gegen das Verwaltungsgericht Wien betreffend Erteilung einer Ausnahmegenehmigung gemäß § 45 Abs. 4 StVO, den Beschluss gefasst:Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Mag. Dr. Köller sowie die Hofrätin Mag. Dr. Maurer-Kober und den Hofrat Mag. Straßegger als Richter und Richterin, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Schörner, über den Fristsetzungsantrag des H in W, vertreten durch die Hopmeier Wagner Kirnbauer Rechtsanwälte OG in 1010 Wien, Rathausstraße 15, gegen das Verwaltungsgericht Wien betreffend Erteilung einer Ausnahmegenehmigung gemäß Paragraph 45, Absatz 4, StVO, den Beschluss gefasst:

Spruch

Der Fristsetzungsantrag wird zurückgewiesen.

Begründung

1        Der Antragsteller hat gegen den Bescheid des Magistrates der Stadt Wien vom 17. März 2022, mit dem sein Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung gemäß § 45 Abs. 4 StVO abgewiesen worden war, mit Schriftsatz vom 8. April 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht Wien erhoben.Der Antragsteller hat gegen den Bescheid des Magistrates der Stadt Wien vom 17. März 2022, mit dem sein Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung gemäß Paragraph 45, Absatz 4, StVO abgewiesen worden war, mit Schriftsatz vom 8. April 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht Wien erhoben.

2        Die Beschwerde wurde - wie sich aus dem nachträglich vorgelegten Akt ergibt - nach der Aktenlage am 2. Mai 2022 per E-Mail vom Magistrat der Stadt Wien als rechtmäßiger Einbringungsstelle für die Beschwerde an das Verwaltungsgericht Wien zur Entscheidung vorgelegt.

3        Am 10. Oktober 2022 langte beim Verwaltungsgerichtshof via WebERV der Fristsetzungsantrag des Antragstellers unter Anschluss der Beschwerde ein. Dieser Antrag wurde vom Antragsteller direkt eingebracht; eine Vorlage durch das Verwaltungsgericht erfolgte nicht.

4        In seinem Antrag vom 10. Oktober 2022 begründete der Antragsteller die Säumnis des Verwaltungsgerichts damit, dass die Beschwerde dem Verwaltungsgericht Wien mit 8. April 2022 vom Beschwerdeführer zur Entscheidung vorgelegt worden sei und „bis dato“ das Verwaltungsgericht über die Beschwerde noch nicht entschieden und somit seine Entscheidungspflicht nach § 34 Abs. 1 VwGVG verletzt habe.In seinem Antrag vom 10. Oktober 2022 begründete der Antragsteller die Säumnis des Verwaltungsgerichts damit, dass die Beschwerde dem Verwaltungsgericht Wien mit 8. April 2022 vom Beschwerdeführer zur Entscheidung vorgelegt worden sei und „bis dato“ das Verwaltungsgericht über die Beschwerde noch nicht entschieden und somit seine Entscheidungspflicht nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGVG verletzt habe.

5        Mit Erkenntnis vom 18. Oktober 2022 wies das Verwaltungsgericht Wien die Beschwerde des Antragstellers ab und erklärte eine ordentliche Revision dagegen an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs. 4 B-VG für unzulässig. Dieses Erkenntnis wurde dem Antragsteller laut Übernahmebestätigung am 21. Oktober 2022 zugestellt.Mit Erkenntnis vom 18. Oktober 2022 wies das Verwaltungsgericht Wien die Beschwerde des Antragstellers ab und erklärte eine ordentliche Revision dagegen an den Verwaltungsgerichtshof nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG für unzulässig. Dieses Erkenntnis wurde dem Antragsteller laut Übernahmebestätigung am 21. Oktober 2022 zugestellt.

6        Gemäß § 38 Abs. 1 VwGG kann ein Fristsetzungsantrag erst gestellt werden, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtssache nicht binnen sechs Monaten, wenn aber durch Bundes- oder Landesgesetz eine kürzere oder längere Frist bestimmt ist, nicht binnen dieser entschieden hat. Gemäß § 38 Abs. 4 VwGG sind auf Fristsetzungsanträge die §§ 33 Abs. 2 und 34 Abs. 1, 2 und 3 leg. cit. sinngemäß anzuwenden.Gemäß Paragraph 38, Absatz eins, VwGG kann ein Fristsetzungsantrag erst gestellt werden, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtssache nicht binnen sechs Monaten, wenn aber durch Bundes- oder Landesgesetz eine kürzere oder längere Frist bestimmt ist, nicht binnen dieser entschieden hat. Gemäß Paragraph 38, Absatz 4, VwGG sind auf Fristsetzungsanträge die Paragraphen 33, Absatz 2 und 34 Absatz eins, 2 und 3 leg. cit. sinngemäß anzuwenden.

7        Im vorliegenden Fall wurde der Fristsetzungsantrag - ausgehend vom Zeitpunkt des Einlangens der Beschwerde beim Verwaltungsgericht, welcher sich gemäß § 34 Abs. 1 zweiter Satz VwGVG nach dem Zeitpunkt dessen Vorlage durch die bescheiderlassende Behörde als zuständige Einbringungsstelle bestimmt, zumal die Frist nach § 14 Abs. 1 VwGVG noch offen war (vgl. dazu VwGH 22.11.2017, Ra 2017/19/0421) - schon vor Ablauf der sechsmonatigen Entscheidungsfrist (d.i. mit Ablauf des 2. November 2022) gestellt und erweist sich daher als unzulässig.Im vorliegenden Fall wurde der Fristsetzungsantrag - ausgehend vom Zeitpunkt des Einlangens der Beschwerde beim Verwaltungsgericht, welcher sich gemäß Paragraph 34, Absatz eins, zweiter Satz VwGVG nach dem Zeitpunkt dessen Vorlage durch die bescheiderlassende Behörde als zuständige Einbringungsstelle bestimmt, zumal die Frist nach Paragraph 14, Absatz eins, VwGVG noch offen war vergleiche , dazu VwGH 22.11.2017, Ra 2017/19/0421) - schon vor Ablauf der sechsmonatigen Entscheidungsfrist (d.i. mit Ablauf des 2. November 2022) gestellt und erweist sich daher als unzulässig.

8        Noch vor Ende der Entscheidungsfrist wurde das Erkenntnis des Verwaltungsgerichts Wien erlassen.

9        Im Hinblick darauf erübrigte sich eine Weiterleitung des Fristsetzungsantrags an das Verwaltungsgericht als rechtmäßiger Einbringungsstelle gemäß § 34 Abs. 1 VwGG zwecks Vorlage an den Verwaltungsgerichthof.Im Hinblick darauf erübrigte sich eine Weiterleitung des Fristsetzungsantrags an das Verwaltungsgericht als rechtmäßiger Einbringungsstelle gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG zwecks Vorlage an den Verwaltungsgerichthof.

10       Der Antrag ist somit unter Bedachtnahme auf § 38 Abs. 1 VwGG unzulässig und war daher gemäß § 34 Abs. 2 in Verbindung mit § 38 Abs. 4 VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.Der Antrag ist somit unter Bedachtnahme auf Paragraph 38, Absatz eins, VwGG unzulässig und war daher gemäß Paragraph 34, Absatz 2, in Verbindung mit Paragraph 38, Absatz 4, VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Wien, am 16. Jänner 2023

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:FR2022020001.F00

Im RIS seit

06.02.2023

Zuletzt aktualisiert am

15.02.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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