RS Vwgh 2022/10/14 Ra 2019/04/0040

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.10.2022
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Index

E000 EU- Recht allgemein
E3L E06302000
E3L E06303000
E3R E07201000
E3R E07202000
97 Öffentliches Auftragswesen

Norm

BVergG 2018 §2 Z15 lita sublitgg
BVergG 2018 §2 Z49
EURallg
31989L0665 Rechtsmittel-RL
32007R1370 öffentliche Personenverkehrsdienste Schiene Strasse Art5 Abs6

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2019/04/0004 B 9. Juni 2021 RS 3

Stammrechtssatz

Eine Direktvergabe kann schon dem Grunde nach nicht mit einem Vergabeverfahren mit vorheriger Bekanntmachung verglichen werden. § 2 Z 15 lit. a sublit. gg BVergG 2018 sieht auch für alle Direktvergaben - und nicht nur diejenigen nach der VO (EG) 1370/2007 - nur die Wahl des Vergabeverfahrens als gesondert anfechtbare Entscheidung vor. Dass die Zuschlagsentscheidung bei einer Direktvergabe keine gesondert anfechtbare Entscheidung darstellt, hat der VwGH bereits wiederholt festgehalten (vgl. zuletzt VwGH 18.8.2017, Ra 2017/04/0077, Rn. 15, mwN). Schließlich verlangt auch die im Erwägungsgrund 21 zur VO (EG) 1370/2007 zitierte Rechtsmittelrichtlinie ihrerseits keine Anfechtbarkeit einer Zuschlagsentscheidung bei einer Direktvergabe.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Richtlinie EURallg4 Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2022:RA2019040040.L02

Im RIS seit

10.11.2022

Zuletzt aktualisiert am

10.11.2022
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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