RS Vwgh 2021/11/11 Ra 2021/21/0233

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Veröffentlicht am 11.11.2021
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

B-VG Art133 Abs4
FrPolG 2005 §125 Abs30 idF 2017/I/145
FrPolG 2005 §67 Abs1
FrPolG 2005 §67 Abs4 idF 2017/I/145
FrPolG 2005 §70 Abs1 idF 2011/I/038
VwGG §34 Abs1
VwRallg
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Die Übergangsregelung des § 125 Abs. 30 FrPolG 2005 idF. des FrÄG 2017 gilt nur für vor dem 1. November 2017 erlassene Aufenthaltsverbote, die vor diesem Zeitpunkt auch durchsetzbar wurden(vgl. die Gesetzesmaterialien (AB 2285/A 25. GP 75)). Für nach dem 1. November 2017 durchsetzbar werdende Aufenthaltsverbote, die bereits davor erlassen wurden, gilt daher § 67 Abs. 4 zweiter Satz FrPolG 2005 (idF des FrÄG 2017), wonach die Frist des Aufenthaltsverbotes mit Ablauf des Tages der Ausreise beginnt. Dass das gegenständliche Aufenthaltsverbot gegen den Fremden, der nach dessen Erlassung durchgehend bis 24. Mai 2019 in Strafhaft bzw. im Maßnahmenvollzug angehalten wurde, im Hinblick auf die vom VwG zutreffend herangezogenen Bestimmungen des § 67 Abs. 1 zweiter Satz FrPolG 2005 bzw. ab 1. Juli 2011 des § 70 Abs. 1 zweiter Satz FrPolG 2005 (idF. des FrÄG 2011) erst nach dem 1. November 2017 durchsetzbar wurde, ist evident (vgl. VwGH 29.9.2020, Ra 2020/21/0297). Es wäre daher der Beginn der zehnjährigen Dauer des Aufenthaltsverbotes angesichts der Abschiebung des Fremden am 25. Mai 2019, die auch als "Ausreise" iSd. § 67 Abs. 4 zweiter Satz legcit. anzusehen ist, richtigerweise mit 26. Mai 2019 anzunehmen gewesen. Durch das vom VwG vorgenommene Abstellen auf den 24. Mai 2019 ist der Fremde aber nicht in Rechten verletzt.Die Übergangsregelung des Paragraph 125, Absatz 30, FrPolG 2005 in der Fassung des FrÄG 2017 gilt nur für vor dem 1. November 2017 erlassene Aufenthaltsverbote, die vor diesem Zeitpunkt auch durchsetzbar wurden(vgl. die Gesetzesmaterialien Ausschussbericht 2285/A 25. Gesetzgebungsperiode 75)). Für nach dem 1. November 2017 durchsetzbar werdende Aufenthaltsverbote, die bereits davor erlassen wurden, gilt daher Paragraph 67, Absatz 4, zweiter Satz FrPolG 2005 in der Fassung des FrÄG 2017), wonach die Frist des Aufenthaltsverbotes mit Ablauf des Tages der Ausreise beginnt. Dass das gegenständliche Aufenthaltsverbot gegen den Fremden, der nach dessen Erlassung durchgehend bis 24. Mai 2019 in Strafhaft bzw. im Maßnahmenvollzug angehalten wurde, im Hinblick auf die vom VwG zutreffend herangezogenen Bestimmungen des Paragraph 67, Absatz eins, zweiter Satz FrPolG 2005 bzw. ab 1. Juli 2011 des Paragraph 70, Absatz eins, zweiter Satz FrPolG 2005 in der Fassung des FrÄG 2011) erst nach dem 1. November 2017 durchsetzbar wurde, ist evident vergleiche VwGH 29.9.2020, Ra 2020/21/0297). Es wäre daher der Beginn der zehnjährigen Dauer des Aufenthaltsverbotes angesichts der Abschiebung des Fremden am 25. Mai 2019, die auch als "Ausreise" iSd. Paragraph 67, Absatz 4, zweiter Satz legcit. anzusehen ist, richtigerweise mit 26. Mai 2019 anzunehmen gewesen. Durch das vom VwG vorgenommene Abstellen auf den 24. Mai 2019 ist der Fremde aber nicht in Rechten verletzt.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2021210233.L02

Im RIS seit

20.12.2021

Zuletzt aktualisiert am

20.12.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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