RS Vwgh 2021/11/12 Ra 2021/03/0279

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.11.2021
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Index

L94002 Sonstiges Gesundheitsrecht Kärnten
L94007 Sonstiges Gesundheitsrecht Tirol
21/07 Sonstiges Handelsrecht
40/01 Verwaltungsverfahren
82/02 Gesundheitsrecht allgemein

Norm

AVG §10
COVID-19 Gesetz Krnt 02te 2020
COVID-19 Gesetz Krnt 2020
COVID-19 Gesetz Tir 2020
COVID-19-GesV 2020
COVID-19-NotmaßnahmenV 2020 §12 Abs1 Z5
COVID-19-SchutzmaßnahmenV 02te 2020
COVID-19-SchutzmaßnahmenV 03te 2020
VwGVG 2014 §7
  1. AVG § 10 heute
  2. AVG § 10 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. AVG § 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 10 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  5. AVG § 10 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. AVG § 10 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Im gesamten Zeitraum, in den die vierwöchige Beschwerdefrist fiel, waren vom Verbot der Teilnahme an Veranstaltungen jeweils "unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist", ausgenommen (vgl. § 12 Abs. 1 Z 5 der COVID-19-Notmaßnahmenverordnung, BGBl. II Nr. 479/2020, in Kraft von 17. November 2020 bis 6. Dezember 2020, § 13 Abs. 3 Z 5 der 2. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung, BGBl. II Nr. 544/2020, in Kraft von 7. Dezember 2020 bis 16. Dezember 2020, bzw. § 13 Abs. 3 Z 5 der 3. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung, BGBl. II Nr. 566/2020, in Kraft von 17. Dezember 2020 bis 25. Dezember 2020). Der Kärntner Landesgesetzgeber hat zwar - mit dem Kärntner COVID-19-Gesetz, LGBl. Nr. 29/2020, bzw. dem 2. Kärntner COVID-19-Gesetz, LGBl. Nr. 98/2020 - in einzelnen Gesetzen, nicht aber dem Kärntner Flurverfassungs-Landesgesetz (K-FLG), Regelungen über die Beratung und Beschlussfassung von Kollegialorganen im Wege einer Videokonferenz bzw. unter Verwendung technischer Einrichtungen zur Wort- und Bildübertragung getroffen. Eine Regelung, wie sie etwa der Tiroler Landesgesetzgeber im Tiroler COVID-19-Gesetz, LGBl. Nr. 51/2020, geschaffen hat, wonach landesgesetzlich eingerichtete Kollegialorgane Sitzungen unter Verwendung vorhandener technischer Einrichtungen zur Wort- und Bildübertragung in Form einer Videokonferenz auch dann durchführen können, wenn dies materiengesetzlich nicht vorgesehen ist, sofern näher genannte Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. § 15 leg. cit.), erfolgte aber nicht. Da den maßgebenden Feststellungen nach nicht einmal eine "Telefonkonferenz" (ein zeitgleiches Telefonat des Obmannes mit den Mitgliedern) stattgefunden hat, erübrigen sich weitere Ausführungen zur Zulässigkeit einer derartigen "virtuellen" Versammlung, bei der nur eine akustische, nicht aber optische Verbindung besteht (vgl. etwa § 2 Abs. 1 und 2 der Verordnung der Bundesministerin für Justiz vom 8. April 2020, BGBl. II Nr. 140/2020, mit der nähere Regelungen zur Durchführung von gesellschaftsrechtlichen Versammlungen der in § 1 Abs. 1 COVID-19-GesV aufgezählten Rechtsformen ohne physische Anwesenheit der Teilnehmer getroffen wurden).Im gesamten Zeitraum, in den die vierwöchige Beschwerdefrist fiel, waren vom Verbot der Teilnahme an Veranstaltungen jeweils "unaufschiebbare Zusammenkünfte von statutarisch notwendigen Organen juristischer Personen, sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist", ausgenommen vergleiche Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer 5, der COVID-19-Notmaßnahmenverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 479 aus 2020,, in Kraft von 17. November 2020 bis 6. Dezember 2020, Paragraph 13, Absatz 3, Ziffer 5, der 2. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 544 aus 2020,, in Kraft von 7. Dezember 2020 bis 16. Dezember 2020, bzw. Paragraph 13, Absatz 3, Ziffer 5, der 3. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 566 aus 2020,, in Kraft von 17. Dezember 2020 bis 25. Dezember 2020). Der Kärntner Landesgesetzgeber hat zwar - mit dem Kärntner COVID-19-Gesetz, Landesgesetzblatt Nr. 29 aus 2020,, bzw. dem 2. Kärntner COVID-19-Gesetz, Landesgesetzblatt Nr. 98 aus 2020, - in einzelnen Gesetzen, nicht aber dem Kärntner Flurverfassungs-Landesgesetz (K-FLG), Regelungen über die Beratung und Beschlussfassung von Kollegialorganen im Wege einer Videokonferenz bzw. unter Verwendung technischer Einrichtungen zur Wort- und Bildübertragung getroffen. Eine Regelung, wie sie etwa der Tiroler Landesgesetzgeber im Tiroler COVID-19-Gesetz, Landesgesetzblatt Nr. 51 aus 2020,, geschaffen hat, wonach landesgesetzlich eingerichtete Kollegialorgane Sitzungen unter Verwendung vorhandener technischer Einrichtungen zur Wort- und Bildübertragung in Form einer Videokonferenz auch dann durchführen können, wenn dies materiengesetzlich nicht vorgesehen ist, sofern näher genannte Voraussetzungen erfüllt sind vergleiche Paragraph 15, leg. cit.), erfolgte aber nicht. Da den maßgebenden Feststellungen nach nicht einmal eine "Telefonkonferenz" (ein zeitgleiches Telefonat des Obmannes mit den Mitgliedern) stattgefunden hat, erübrigen sich weitere Ausführungen zur Zulässigkeit einer derartigen "virtuellen" Versammlung, bei der nur eine akustische, nicht aber optische Verbindung besteht vergleiche etwa Paragraph 2, Absatz eins und 2 der Verordnung der Bundesministerin für Justiz vom 8. April 2020, Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr. 140 aus 2020,, mit der nähere Regelungen zur Durchführung von gesellschaftsrechtlichen Versammlungen der in Paragraph eins, Absatz eins, COVID-19-GesV aufgezählten Rechtsformen ohne physische Anwesenheit der Teilnehmer getroffen wurden).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2021030279.L02

Im RIS seit

13.12.2021

Zuletzt aktualisiert am

13.12.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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