RS Lvwg 2021/11/10 VGW-101/069/10747/2021

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.11.2021
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Rechtssatznummer

1

Entscheidungsdatum

10.11.2021

Index

41/03 Personenstandsrecht
L00019 Landesverfassung Wien
L10109 Stadtrecht Wien
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Norm

PStG 2013 §3
WStV §74
WStV §77
WStV §79 Abs1
WStV §79 Abs1
WStV §107
B-VG Art. 102 Abs1
B-VG Art. 109
B-VG Art. 116 Abs1
B-VG Art. 116 Abs3
B-VG Art. 118
B-VG Art. 119

Rechtssatz

Art. 109 B-VG normiert nach seinem klaren Wortlaut eine von Art. 102 B-VG (betreffend die mittelbare Bundesverwaltung), nicht jedoch von Art. 119 B-VG (betreffend den übertragenen Wirkungsbereich der Gemeinde) abweichende Regelung. In Wien sind aufgrund von Art. 109 B-VG anders als in anderen Städten mit eigenem Statut die Angelegenheiten der Bezirksverwaltung nicht vom Bürgermeister wahrzunehmen (vgl. Moritz in Korinek/Holoubek, Bundesverfassungsrecht, Rz 3 zu Art. 109 B-VG, mit Hinweis auf VwSlg 11.692/A), sondern fallen in die Zuständigkeit des Magistrats der Stadt Wien. Dies ändert jedoch nichts an der sich aus Art. 119 Abs. 2 B-VG sowie § 79 Abs. 1 Wiener Stadtverfassung ergebenden Zuständigkeit des Bürgermeisters in Angelegenheiten des übertragenen Wirkungsbereichs der Gemeinde.

Schlagworte

Zentraler Personenstandsregister; Matrikenwesen; übertragener Wirkungsbereich; Angelegenheiten des übertragenen Wirkungsbereichs; mittelbare Bundesverwaltung; Bürgermeister; Magistrat als Bezirksverwaltungsbehörde

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LVWGWI:2021:VGW.101.069.10747.2021

Zuletzt aktualisiert am

01.12.2021
Quelle: Landesverwaltungsgericht Wien LVwg Wien, http://www.verwaltungsgericht.wien.gv.at
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