RS Vwgh 2008/12/18 2008/21/0582

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Veröffentlicht am 18.12.2008
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Index

41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §2 Abs1 Z14
AsylG 2005 §27 Abs4
AsylG 2005 §28
FrPolG 2005 §1 Abs2
FrPolG 2005 §76 Abs2
FrPolG 2005 §76 Abs2 Z2
FrPolG 2005 §76 Abs2 Z3
FrPolG 2005 §76 Abs2 Z4

Rechtssatz

Wird das Asylverfahren zugelassen, so bedeutet dies, dass sich aus der Sicht der Asylbehörde die Prognose, der Antrag auf Gewährung internationalen Schutzes werde mangels Zuständigkeit Österreichs zurückgewiesen (§ 76 Abs 2 Z 4 FrPolG 2005) oder der Antrag sei zur Vermeidung des Vollzugs eines Abschiebetitels nur missbräuchlich gestellt worden (§ 76 Abs 2 Z 3 FrPolG 2005), nicht (mehr) rechtfertigen lässt. Unabhängig davon, ob davor ein asylrechtliches Ausweisungsverfahren geführt wurde, bewirkt somit die Zulassung des Asylverfahrens, dass in diesem Stadium ein Rückgriff auf die (der Z 2 des § 76 Abs 2 FrPolG 2005) vorgelagerten Schubhafttatbestände der Z 3 und der Z 4 nicht mehr in Betracht kommt (Hinweis E 19. Juni 2008, 2008/21/0075).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2008210582.X13

Im RIS seit

20.01.2021

Zuletzt aktualisiert am

20.01.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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