RS Vfgh 2020/10/6 G121/2019 ua

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 06.10.2020
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Index

L9430 Hubschrauberdienst, Krankenbeförderung, Rettung

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litc
Wr Rettungs- und KrankentransportG §2, §4, §8, §9, §32
SanitäterG §9
VfGG §7 Abs1, 62 Abs1
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Individualantrags auf Aufhebung des Wr Rettungs- und KrankentransportG sowie des SanitäterG mangels Darlegung der Betroffenheit und Bedenken; Möglichkeit der Antragstellung auf Erteilung einer Bewilligung zum Betrieb eines privaten Krankentransportdienstes für den Transport von Personen ohne medizinische Betreuung durch Sanitäter

Rechtssatz

Unzulässigkeit des Antrags einer Gesellschaft zur "Beförderung von mobilitätseingeschränkten Personen" auf gänzliche Aufhebung des Wr Rettungs- und KrankentransportG idF LGBl 1/2019 und des SanitäterG idF BGBl I 59/2018 sowie näher bezeichneter Eventualanträge.Unzulässigkeit des Antrags einer Gesellschaft zur "Beförderung von mobilitätseingeschränkten Personen" auf gänzliche Aufhebung des Wr Rettungs- und KrankentransportG in der Fassung Landesgesetzblatt 1 aus 2019, und des SanitäterG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 59 aus 2018, sowie näher bezeichneter Eventualanträge.

Die (weiteren) Eventualanträge auf Aufhebung von §2 Abs2, §4, §8, §9 und §32 Wr Rettungs- und KrankentransportG sind jedenfalls unzulässig, weil mit dem Antrag auf Erteilung einer Bewilligung zum Betrieb eines privaten Krankentransportdienstes der antragstellenden Gesellschaft eine Möglichkeit offensteht, einen Bescheid und in weiterer Folge eine Entscheidung des LVwG zu erwirken und auf diesem Weg den VfGH nach Art144 Abs1 zweite Alternative B-VG unter Geltendmachung ihrer Bedenken anzurufen, weil im Bewilligungsverfahren auch zu beurteilen ist, ob ein Vorhaben überhaupt der Bewilligungspflicht unterliegt. Dieser Weg ist auch nicht unzumutbar, weil auch einer abweisenden Entscheidung und selbst einer zurückweisenden Entscheidung implizit die Bejahung der Anwendbarkeit des Wr Rettungs- und KrankentransportG auf das zur Bewilligung eingereichte Transportvorhaben zugrunde liegt, womit diese Bestimmungen (mit) präjudiziell wären.

Soweit sich der Eventualantrag auf §9 SanitäterG idF BGBl I 59/2018 bzw auf §9 Abs1 Z2 SanitäterG idF BGBl I 59/2018 beziehen, sind sie schon deshalb unzulässig, weil die antragstellende Gesellschaft nicht dargelegt hat, inwiefern diese Bestimmung für sich allein unmittelbar in ihre Rechtssphäre eingreift. Sollte sich eine rechtseingreifende Wirkung hingegen (erst) in Verbindung mit §2 Abs2 Z7 Wr Rettungs- und KrankentransportG ergeben, wären die auf §9 SanitäterG bezogenen Eventualanträge aus den oben ausgeführten Gründen der Zumutbarkeit eines anderen Weges, die Bedenken an den VfGH heranzutragen, unzulässig.Soweit sich der Eventualantrag auf §9 SanitäterG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 59 aus 2018, bzw auf §9 Abs1 Z2 SanitäterG in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 59 aus 2018, beziehen, sind sie schon deshalb unzulässig, weil die antragstellende Gesellschaft nicht dargelegt hat, inwiefern diese Bestimmung für sich allein unmittelbar in ihre Rechtssphäre eingreift. Sollte sich eine rechtseingreifende Wirkung hingegen (erst) in Verbindung mit §2 Abs2 Z7 Wr Rettungs- und KrankentransportG ergeben, wären die auf §9 SanitäterG bezogenen Eventualanträge aus den oben ausgeführten Gründen der Zumutbarkeit eines anderen Weges, die Bedenken an den VfGH heranzutragen, unzulässig.

Entscheidungstexte

  • G121/2019 ua
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 06.10.2020 G121/2019 ua

Schlagworte

VfGH / Individualantrag, VfGH / Prüfungsgegenstand, VfGH / Weg zumutbarer, Rettung, Behinderte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2020:G121.2019

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2020
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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