RS Vwgh 2020/5/27 Ra 2019/12/0055

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.05.2020
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Index

E000 EU- Recht allgemein
E1P
E3L E05200510
E6J
L22003 Landesbedienstete Niederösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §8
EURallg
LandesGleichbehandlungsG NÖ 1997 §5 Abs7
LandesGleichbehandlungsG NÖ 1997 §5 Abs8
MRK
VwGG §34 Abs1
VwGG §42 Abs2 Z3
VwGVG 2014 §17
VwGVG 2014 §24
VwRallg
12010P/TXT Grundrechte Charta
32000L0078 Gleichbehandlungs-RL Beschäftigung Beruf Art17
61995CJ0180 Draehmpaehl VORAB
62006CJ0460 Paquay VORAB
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

§ 5 Abs. 7 und 8 NÖ GleichbehandlungsG 1997 gewährt bei Unterbleiben des beruflichen Aufstiegs wegen einer Diskriminierung durch den Dienstgeber in Übereinstimmung mit Art. 17 der Richtlinie 2000/78/EG und der Rechtsprechung des EuGH (vgl. EuGH 11.10.2007, C-460/06, Paquay und EuGH 22.4.1997, C-180/95, Draehmpaehl) lediglich einen Schadenersatzanspruch. Weder aus der RL noch aus dem NÖ GleichbehandlungsG 1997 ist sohin ein Recht auf Ernennung bzw. Beförderung abzuleiten. Eine Verletzung der MRK oder der GRC mangels Durchführung eines fairen Verfahrens liegt daher wegen der mangelnden Parteistellung im Beförderungsverfahren nicht vor, weil insbesondere der Verletzung verfahrensrechtlicher Kautelen nur dort, wo ein subjektives öffentliches Recht besteht, Relevanz zukommen kann (vgl. VwGH 21.10.2005, 2002/12/0293).Paragraph 5, Absatz 7 und 8 NÖ GleichbehandlungsG 1997 gewährt bei Unterbleiben des beruflichen Aufstiegs wegen einer Diskriminierung durch den Dienstgeber in Übereinstimmung mit Artikel 17, der Richtlinie 2000/78/EG und der Rechtsprechung des EuGH vergleiche EuGH 11.10.2007, C-460/06, Paquay und EuGH 22.4.1997, C-180/95, Draehmpaehl) lediglich einen Schadenersatzanspruch. Weder aus der RL noch aus dem NÖ GleichbehandlungsG 1997 ist sohin ein Recht auf Ernennung bzw. Beförderung abzuleiten. Eine Verletzung der MRK oder der GRC mangels Durchführung eines fairen Verfahrens liegt daher wegen der mangelnden Parteistellung im Beförderungsverfahren nicht vor, weil insbesondere der Verletzung verfahrensrechtlicher Kautelen nur dort, wo ein subjektives öffentliches Recht besteht, Relevanz zukommen kann vergleiche VwGH 21.10.2005, 2002/12/0293).

Gerichtsentscheidung

EuGH 61995CJ0180 Draehmpaehl VORAB
EuGH 62006CJ0460 Paquay VORAB

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3 Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2 Parteibegriff Parteistellung strittige Rechtsnachfolger Zustellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019120055.L02

Im RIS seit

15.07.2020

Zuletzt aktualisiert am

15.07.2020
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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