RS Vwgh 2020/4/30 Ra 2019/21/0244

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.04.2020
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Index

19/05 Menschenrechte
24/01 Strafgesetzbuch
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

FrPolG 2005 §52
FrPolG 2005 §52 Abs5
FrPolG 2005 §53 Abs3 Z6
FrPolG 2005 §53 Abs5
MRK Art6
StGB §278a
StGB §278b
StGB §278c
StGB §278d
StGB §278d Abs2
StGB §73
  1. StGB § 278a heute
  2. StGB § 278a gültig ab 30.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2013
  3. StGB § 278a gültig von 01.10.2002 bis 29.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StGB § 278a gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 278a gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StGB § 278a gültig von 01.10.1993 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 527/1993
  1. StGB § 278b heute
  2. StGB § 278b gültig ab 01.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2018
  3. StGB § 278b gültig von 01.07.2010 bis 31.10.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  4. StGB § 278b gültig von 01.10.2002 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  1. StGB § 278c heute
  2. StGB § 278c gültig ab 01.05.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2023
  3. StGB § 278c gültig von 01.11.2018 bis 30.04.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2018
  4. StGB § 278c gültig von 01.09.2017 bis 31.10.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2017
  5. StGB § 278c gültig von 01.01.2012 bis 31.08.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2011
  6. StGB § 278c gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  1. StGB § 278d heute
  2. StGB § 278d gültig ab 01.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2018
  3. StGB § 278d gültig von 30.07.2013 bis 31.10.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2013
  4. StGB § 278d gültig von 01.10.2002 bis 29.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  1. StGB § 278d heute
  2. StGB § 278d gültig ab 01.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2018
  3. StGB § 278d gültig von 30.07.2013 bis 31.10.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2013
  4. StGB § 278d gültig von 01.10.2002 bis 29.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002

Rechtssatz

Die Annahme einer für die Erlassung einer Rückkehrentscheidung und eines Einreiseverbotes in gleicher Weise maßgeblichen (gegenwärtigen, hinreichend) schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit nach der Z 6 des § 53 Abs. 3 FrPolG 2005 setzt voraus, dass "auf Grund bestimmter Tatsachen die Annahme gerechtfertigt ist, dass der Drittstaatsangehörige einer kriminellen Organisation (§ 278a StGB) oder einer terroristischen Vereinigung (§ 278b StGB) angehört oder angehört hat, terroristische Straftaten begeht oder begangen hat (§ 278c StGB), Terrorismus finanziert oder finanziert hat (§ 278d StGB) oder eine Person für terroristische Zwecke ausbildet oder sich ausbilden lässt (§ 278e StGB) oder eine Person zur Begehung einer terroristischen Straftat anleitet oder angeleitet hat (§ 278f StGB)". § 53 Abs. 5 FrPolG 2005 normiert im letzten Satz "§ 73 StGB gilt." Nach dieser Bestimmung des StGB stehen ausländische Verurteilungen inländischen gleich, wenn sie den Rechtsbrecher wegen einer Tat schuldig sprechen, die auch nach österreichischem Recht gerichtlich strafbar ist, und in einem den Grundsätzen des Art. 6 MRK entsprechenden Verfahren ergangen sind. Dabei ist es nicht unvertetbar wenn das VwG davon ausgeht, dass die Bereitstellung von Vermögenswerten mit dem Vorsatz, dass sie zur Ausführung einer terroristischen Straftat verwendet werden, jedenfalls unter § 278d StGB, der gemäß seinem Abs. 2 als sogenannter "Auffangtatbestand" konstruiert ist, zu subsumiert, zumal der OGH klargestellt hast, dass vom Begriff "Vermögenswerte" des § 278d StGB alle Arten von Vermögenswerten erfasst sind (vgl. OGH 28.8.2019, 13 Os 54/19v).Die Annahme einer für die Erlassung einer Rückkehrentscheidung und eines Einreiseverbotes in gleicher Weise maßgeblichen (gegenwärtigen, hinreichend) schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit nach der Ziffer 6, des Paragraph 53, Absatz 3, FrPolG 2005 setzt voraus, dass "auf Grund bestimmter Tatsachen die Annahme gerechtfertigt ist, dass der Drittstaatsangehörige einer kriminellen Organisation (Paragraph 278 a, StGB) oder einer terroristischen Vereinigung (Paragraph 278 b, StGB) angehört oder angehört hat, terroristische Straftaten begeht oder begangen hat (Paragraph 278 c, StGB), Terrorismus finanziert oder finanziert hat (Paragraph 278 d, StGB) oder eine Person für terroristische Zwecke ausbildet oder sich ausbilden lässt (Paragraph 278 e, StGB) oder eine Person zur Begehung einer terroristischen Straftat anleitet oder angeleitet hat (Paragraph 278 f, StGB)". Paragraph 53, Absatz 5, FrPolG 2005 normiert im letzten Satz "§ 73 StGB gilt." Nach dieser Bestimmung des StGB stehen ausländische Verurteilungen inländischen gleich, wenn sie den Rechtsbrecher wegen einer Tat schuldig sprechen, die auch nach österreichischem Recht gerichtlich strafbar ist, und in einem den Grundsätzen des Artikel 6, MRK entsprechenden Verfahren ergangen sind. Dabei ist es nicht unvertetbar wenn das VwG davon ausgeht, dass die Bereitstellung von Vermögenswerten mit dem Vorsatz, dass sie zur Ausführung einer terroristischen Straftat verwendet werden, jedenfalls unter Paragraph 278 d, StGB, der gemäß seinem Absatz 2, als sogenannter "Auffangtatbestand" konstruiert ist, zu subsumiert, zumal der OGH klargestellt hast, dass vom Begriff "Vermögenswerte" des Paragraph 278 d, StGB alle Arten von Vermögenswerten erfasst sind vergleiche OGH 28.8.2019, 13 Os 54/19v).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019210244.L02

Im RIS seit

09.06.2022

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2022
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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