RS Vwgh 2020/2/26 Ra 2019/05/0047

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.02.2020
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Index

E3D E11306000
E3D E15104000
E3D E15202000
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
89/07 Umweltschutz

Norm

B-VG Art116 Abs2
B-VG Art118
32005D0370 AarhusKonvention Art2 Z2
32005D0370 AarhusKonvention Art2 Z2 lita
32005D0370 AarhusKonvention Art2 Z4
32005D0370 AarhusKonvention Art2 Z5
32005D0370 AarhusKonvention Art3 Abs2
32005D0370 AarhusKonvention Art4 Abs1
32005D0370 AarhusKonvention Art5 Abs2
32005D0370 AarhusKonvention Art9 Abs3
  1. B-VG Art. 116 heute
  2. B-VG Art. 116 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 116 gültig von 01.01.2004 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 116 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  5. B-VG Art. 116 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  6. B-VG Art. 116 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  7. B-VG Art. 116 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 118 heute
  2. B-VG Art. 118 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 118 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  8. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  9. B-VG Art. 118 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  10. B-VG Art. 118 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 118 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte


Besprechung in:
ecolex 6/2020, S 563;

Rechtssatz

Der Gemeinde kommt nach dem B-VG einerseits die Befugnis zu, im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung zu handeln (Art. 116 Abs. 2 B-VG), andererseits hat die Gemeinde aber jedenfalls auch hoheitliche (staatliche) Aufgaben wahrzunehmen (vgl. Art. 118 B-VG). Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang nun, dass Art. 2 Z 2 Aarhus-Konvention einerseits die "Behörde" definiert, wozu gemäß lit. a dieser Bestimmung jedenfalls eine Stelle der öffentlichen Verwaltung auf nationaler, regionaler und anderer Ebene zählt, und andererseits in Z 4 und 5 die Öffentlichkeit bzw. betroffene Öffentlichkeit definiert werden. Die Aarhus-Konvention stellt in weiterer Folge der "Behörde" regelmäßig die "Öffentlichkeit" gegenüber, sie unterscheidet also zwischen der "Behörde" und der "Öffentlichkeit" und lässt eine Vermengung in keiner Weise erkennen (vgl. z.B. Art. 3 Abs. 2, Art. 4 Abs. 1, Art. 5 Abs. 2 und schließlich auch Art. 9 Abs. 3 Aarhus-Konvention; vgl. ferner auch den Erwägungsgrund 9 der Präambel). Die Präambel der Aarhus-Konvention zeigt ferner eindeutig, dass es der Aarhus-Konvention bei der Öffentlichkeitsbeteiligung um nicht-staatliche Einrichtungen bzw. Personen geht (vgl. die Erwägungsgründe 8, 13 und 18 der Präambel).Der Gemeinde kommt nach dem B-VG einerseits die Befugnis zu, im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung zu handeln (Artikel 116, Absatz 2, B-VG), andererseits hat die Gemeinde aber jedenfalls auch hoheitliche (staatliche) Aufgaben wahrzunehmen vergleiche Artikel 118, B-VG). Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang nun, dass Artikel 2, Ziffer 2, Aarhus-Konvention einerseits die "Behörde" definiert, wozu gemäß Litera a, dieser Bestimmung jedenfalls eine Stelle der öffentlichen Verwaltung auf nationaler, regionaler und anderer Ebene zählt, und andererseits in Ziffer 4 und 5 die Öffentlichkeit bzw. betroffene Öffentlichkeit definiert werden. Die Aarhus-Konvention stellt in weiterer Folge der "Behörde" regelmäßig die "Öffentlichkeit" gegenüber, sie unterscheidet also zwischen der "Behörde" und der "Öffentlichkeit" und lässt eine Vermengung in keiner Weise erkennen vergleiche z.B. Artikel 3, Absatz 2,, Artikel 4, Absatz eins,, Artikel 5, Absatz 2 und schließlich auch Artikel 9, Absatz 3, Aarhus-Konvention; vergleiche ferner auch den Erwägungsgrund 9 der Präambel). Die Präambel der Aarhus-Konvention zeigt ferner eindeutig, dass es der Aarhus-Konvention bei der Öffentlichkeitsbeteiligung um nicht-staatliche Einrichtungen bzw. Personen geht vergleiche die Erwägungsgründe 8, 13 und 18 der Präambel).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019050047.L05

Im RIS seit

26.08.2020

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2020
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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