TE Bvwg Erkenntnis 2018/11/9 W222 1422101-1

JUSLINE Entscheidung

Veröffentlicht am 09.11.2018
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Entscheidungsdatum

09.11.2018

Norm

AsylG 2005 §3 Abs1
AsylG 2005 §75 Abs20
AsylG 2005 §8 Abs1 Z1
B-VG Art.133 Abs4
  1. AsylG 2005 § 75 heute
  2. AsylG 2005 § 75 gültig ab 24.05.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2025
  3. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.09.2018 bis 23.05.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2018
  4. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.06.2016 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2016
  5. AsylG 2005 § 75 gültig von 20.07.2015 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  6. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2013
  7. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.01.2014 bis 17.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  8. AsylG 2005 § 75 gültig von 18.04.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2013
  9. AsylG 2005 § 75 gültig von 18.04.2013 bis 17.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  10. AsylG 2005 § 75 gültig von 26.07.2012 bis 17.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2012
  11. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.07.2011 bis 25.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  12. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  13. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  14. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.07.2008 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  15. AsylG 2005 § 75 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2008
  1. AsylG 2005 § 8 heute
  2. AsylG 2005 § 8 gültig ab 01.03.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2025
  3. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 28.02.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Spruch

W222 1422101-1/18E

IM NAMEN DER REPUBLIK!

Das Bundesverwaltungsgericht hat durch die Richterin Mag. Obregon als Einzelrichterin über die Beschwerde von XXXX, geb. XXXX, StA. VR Afghanistan, gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 16.09.2011, Zl. XXXX, nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung am 19.04.2018 zu Recht erkannt:Das Bundesverwaltungsgericht hat durch die Richterin Mag. Obregon als Einzelrichterin über die Beschwerde von römisch 40 , geb. römisch 40 , StA. VR Afghanistan, gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 16.09.2011, Zl. römisch 40 , nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung am 19.04.2018 zu Recht erkannt:

A)

I. Die Beschwerde wird hinsichtlich der Spruchpunkte I. und II. des angefochtenen Bescheides gemäß §§ 3 Abs. 1 und 8 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005 idgF als unbegründet abgewiesen.römisch eins. Die Beschwerde wird hinsichtlich der Spruchpunkte römisch eins. und römisch zwei. des angefochtenen Bescheides gemäß Paragraphen 3, Absatz eins und 8 Absatz eins, Ziffer eins, AsylG 2005 idgF als unbegründet abgewiesen.

II. Gemäß § 75 Abs. 20 AsylG 2005 idgF wird das Verfahren zur Prüfung der Zulässigkeit einer Rückkehrentscheidung an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zurückverwiesen.römisch zwei. Gemäß Paragraph 75, Absatz 20, AsylG 2005 idgF wird das Verfahren zur Prüfung der Zulässigkeit einer Rückkehrentscheidung an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zurückverwiesen.

B)

Die Revision ist gemäß Art 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig.

Text

ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE:

I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:

1. Der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger, stellte am 05.08.2011 einen Antrag auf Gewährung von internationalen Schutz und wurde dazu am gleichen Tag vor Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes niederschriftlich einvernommen. Zu seiner Person gab er an, dass er verheiratet sei und zuletzt als LKW-Fahrer gearbeitet habe. Er gehöre der Volksgruppe der Paschtunen an und sei sunnitischen Glaubensbekenntnisses. Als Fluchtgrund gab der Beschwerdeführer an, dass er für die amerikanischen Soldaten in Afghanistan Treibstoff gebracht habe. Die Taliban hätten nicht wollen, dass jemand für die Amerikaner arbeite. Vor ca. 6 Monaten hätten die Taliban seinen Bruder XXXX umgebracht. Deswegen habe ihn sein Onkel nach Europa geschickt.1. Der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger, stellte am 05.08.2011 einen Antrag auf Gewährung von internationalen Schutz und wurde dazu am gleichen Tag vor Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes niederschriftlich einvernommen. Zu seiner Person gab er an, dass er verheiratet sei und zuletzt als LKW-Fahrer gearbeitet habe. Er gehöre der Volksgruppe der Paschtunen an und sei sunnitischen Glaubensbekenntnisses. Als Fluchtgrund gab der Beschwerdeführer an, dass er für die amerikanischen Soldaten in Afghanistan Treibstoff gebracht habe. Die Taliban hätten nicht wollen, dass jemand für die Amerikaner arbeite. Vor ca. 6 Monaten hätten die Taliban seinen Bruder römisch 40 umgebracht. Deswegen habe ihn sein Onkel nach Europa geschickt.

Bei der Einvernahme am 14.09.2011 vor dem Bundesasylamt, Außenstelle XXXX, gab der Beschwerdeführer Folgendes an:Bei der Einvernahme am 14.09.2011 vor dem Bundesasylamt, Außenstelle römisch 40 , gab der Beschwerdeführer Folgendes an:

"A: Ja, ich habe meine Tazkira mit und Papiere wegen dem Vorfall.

Anm.: Der AW legt eine Tazkira vor mit Inhalt: ausgestellt in Nangarhar im Distrikt XXXX, Dorf XXXX. Ausgestellt am XXXX (=XXXX)Anmerkung, Der AW legt eine Tazkira vor mit Inhalt: ausgestellt in Nangarhar im Distrikt römisch 40 , Dorf römisch 40 . Ausgestellt am römisch 40 (=XXXX)

Name: XXXX Name des Vaters XXXX, Großvater XXXX. Geburtsort XXXX.Name: römisch 40 Name des Vaters römisch 40 , Großvater römisch 40 . Geburtsort römisch 40 .

Geburtsdatum: XXXX Jahre alt im Jahre XXXX. Religion Islam, Nationalität Afghan, Beruf Gelegenheitsarbeiter.Geburtsdatum: römisch 40 Jahre alt im Jahre römisch 40 . Religion Islam, Nationalität Afghan, Beruf Gelegenheitsarbeiter.

F: Sie haben noch andere Papiere mitgebracht. Was bedeuten diese?

A: Sie sind vom Öl die Papiere und vom Auto. Mein Auto wurde in XXXX verbrand und mein Bruder war darin. Die Papiere hatte ich bei mir. Die anderen sind verbrand.A: Sie sind vom Öl die Papiere und vom Auto. Mein Auto wurde in römisch 40 verbrand und mein Bruder war darin. Die Papiere hatte ich bei mir. Die anderen sind verbrand.

F: Was bedeuten diese Papiere?

A: Dass sind die Papiere vom Öl, dass ich nach XXXX gebracht habe. Ich habe dann bei der Polizei angezeigt dass mein Auto verbrand ist und dann haben mich die Taliban verfolgt.A: Dass sind die Papiere vom Öl, dass ich nach römisch 40 gebracht habe. Ich habe dann bei der Polizei angezeigt dass mein Auto verbrand ist und dann haben mich die Taliban verfolgt.

F: Wo haben Sie das Kuvert der Übersendung?

A: Habe ich nicht mit. Mit diesem Kuvert sind auch andere Dokumente für jemanden gekommen.

F: Für wen sind noch Dokumente gekommen?

A: Ich habe seinen Namen vergessen.

F: Woher kennen Sie den Anderen, wenn Sie nicht einmal den Namen wissen?

A: Er heißt XXXX. Nachfrage: Woher wissen Sie den Namen auf einmal?A: Er heißt römisch 40 . Nachfrage: Woher wissen Sie den Namen auf einmal?

Er war mit mir zusammen in XXXX. Ich habe mich jetzt erinnert.Er war mit mir zusammen in römisch 40 . Ich habe mich jetzt erinnert.

F: Wer hat Ihnen diese Dokumente zugeschickt?

A: Mein jüngerer Bruder.

F: Sie haben also regelmäßigen Kontakt mit zuhause?

A: Ich habe ihn nur dreimal angerufen wegen der Papiere.

F: Wie ist Ihr Bruder zu diesen Papieren gekommen?

A: Die Papiere waren zuhause.

F: Die Tazkira auch?

A: Ja.

V.: Wie können Sie mir dann erklären dass die Tazkira am XXXX ausgestellt wurde, also XXXX Tage nach Ihrem Asylantrag in Österreich?römisch fünf.: Wie können Sie mir dann erklären dass die Tazkira am römisch 40 ausgestellt wurde, also römisch 40 Tage nach Ihrem Asylantrag in Österreich?

A: Ich habe es ungefähr ein Jahr vorher machen lassen.

F: Können Sie lesen und schreiben?

A: Ich kann nur meinen Namen schreiben.

V.: Das Datum ist eindeutig. Möchten Sie etwas dazu angeben?römisch fünf.: Das Datum ist eindeutig. Möchten Sie etwas dazu angeben?

A: Ich bin jetzt XXXX Jahre alt, als ich XXXX Jahre alt war habe ich es machen lassen.A: Ich bin jetzt römisch 40 Jahre alt, als ich römisch 40 Jahre alt war habe ich es machen lassen.

F: Wo haben Sie es ausstellen lassen?

A: In Nangarhar. In XXXX.A: In Nangarhar. In römisch 40 .

Anm.: Der AW wird auf die Wahrheitspflicht hingewiesen.Anmerkung, Der AW wird auf die Wahrheitspflicht hingewiesen.

V.: Wie können Sie mir dann erklären, dass diese Tazkira aber im Distrikt XXXX ausgestellt wurde?römisch fünf.: Wie können Sie mir dann erklären, dass diese Tazkira aber im Distrikt römisch 40 ausgestellt wurde?

A: Ich selber komme aus XXXX, die Tazkira wurde in XXXX ausgestellt.A: Ich selber komme aus römisch 40 , die Tazkira wurde in römisch 40 ausgestellt.

F: Sind Sie anwaltlich vertreten oder haben Sie einen Zustellbevollmächtigten?

A: Nein.

F: Entsprechen Ihre bisherigen Angaben im Zuge der früheren Einvernahmen im Asylverfahren der Wahrheit?

A: Ja, ich habe die Wahrheit gesagt.

F: Wer in Ihrer Heimat könnte zu Ihrem Fall Auskunft geben? Wie ist diese Person erreichbar?

A: Mein Bruder, meine Verwandten, mein Onkel.

F: Sonst weiß niemand etwas davon?

A: Nein. Nur meine Familie. F: Sind Sie in Behandlung wegen einer Erkrankung, nehmen Sie Medikamente, machen Sie eine Therapie?

A: Nein, ich bin völlig gesund.

F: Welche Staatsangehörigkeit haben Sie? Welcher Volksgruppe und welcher Religion gehören Sie an?

A: Ich bin XXXX ich bin XXXX von XXXX.A: Ich bin römisch 40 ich bin römisch 40 von römisch 40 .

F: Wissen Sie was ein Staat ist?

A: Ja, zum Beispiel Afghanistan.

F: Was für eine Staatsbürgerschaft haben Sie und welcher Volksgruppe gehören Sie an?

A: Ich bin Afghane und Pashtune.

F: Was war Ihre letzte Wohnadresse im Heimatland?

A: XXXX, Nangarhar.A: römisch 40 , Nangarhar.

F: Haben Sie direkt in der Stadt XXXX gelebt?F: Haben Sie direkt in der Stadt römisch 40 gelebt?

A: Ja, ich habe in der Stadt gelebt. Die Stadt heißt XXXX, es ist die Stadt neben XXXX.A: Ja, ich habe in der Stadt gelebt. Die Stadt heißt römisch 40 , es ist die Stadt neben römisch 40 .

F: Sie haben also in XXXX gelebt?F: Sie haben also in römisch 40 gelebt?

A: Nein, es war in der Nähe von unserer Stadt und von dort habe ich die Sachen geholt.

F: Was für Sachen?

A: Es war ca. 1 Stunde mit dem Auto und eine halbe Stunde zu Fuß und habe dort Mehl, Zucker und Öl geholt.

F: Wo haben Sie jetzt genau gelebt?

A: Ich habe von Pakistan die Sachen nach Afghanistan transportiert.

F: Können Sie mir nicht Ihre genaue Adresse angeben, wo Sie gelebt haben und wo Ihre Familie offenbar noch lebt?

A: XXXX, Zazubi. Neben Zed Keli.A: römisch 40 , Zazubi. Neben Zed Keli.

F: Wie heißt der Distrikt ?

A: XXXX.A: römisch 40 .

F: Wielange haben Sie dort gelebt?

A: Ich bin dort geboren und habe immer dort gelebt.

F: Wie können Sie mir erklären, dass XXXX ein eigener Distrikt ist und XXXX ein eigener Distrikt ist. Ihre Angaben können also nicht stimmen?F: Wie können Sie mir erklären, dass römisch 40 ein eigener Distrikt ist und römisch 40 ein eigener Distrikt ist. Ihre Angaben können also nicht stimmen?

A: In XXXX leben alle XXXX. XXXX gehört zu XXXX.A: In römisch 40 leben alle römisch 40 . römisch 40 gehört zu römisch 40 .

F: Heißen alle dort lebenden Afghanen XXXX ?F: Heißen alle dort lebenden Afghanen römisch 40 ?

A: Ja.

F: Wie groß ist diese Stadt? Wie viele Einwohner hat sie?

A: Es gibt viele. Nachfrage: Ungefähr?

Ich weiß nicht. Es ist sehr groß. Nachfrage: Wieviele Häuser? 100, 1000 ?

Sehr groß und tausende Häuser.

F: Können Sie mir angrenzenden Dörfer oder Städte nennen?

A: XXXX ist eine sehr große Stadt. XXXX ist auch eine große Stadt.A: römisch 40 ist eine sehr große Stadt. römisch 40 ist auch eine große Stadt.

F: Ich wollte von Ihnen wissen, wie die angrenzende Dörfer heißen?

A: Die Häuser von XXXX und XXXX sind dort. Es sind sehr reiche Leute.A: Die Häuser von römisch 40 und römisch 40 sind dort. Es sind sehr reiche Leute.

F: Kennen Sie XXXX?

A: Nein, kenne ich nicht. Ich glaube ich habe den Namen gehört.

F: Haben Sie jemals die Schule besucht?

A: Nein, habe ich nicht.

F: Besitzen Sie einen Führerschein?

A: Ja, habe ich in Afghanistan.

F: Wie bekommt man den Führerschein in Afghanistan?

A: Wenn man Fahrer ist geht man und dann gibt es eine Prüfung. Dann nach sechs Monaten bekommt man den Führerschein.

F: Warum haben Sie sich diesen nicht schicken lassen?

A: Es ist mit dem Auto verbrand. Das Original habe ich zuhause. Ich habe es aber nicht selber bestellt.

F: Was meinen Sie damit, dass Sie es nicht selber bestellt haben?

A: Kopie habe ich zuhause und das Original ist verbrand. Kopie braucht hier keiner.

F: Sie haben angegeben in diesem Kuvert der Übersendung waren auch Dokumente eines anderen Asylwerbers. Wie können Sie mir dies erklären?

A: Er heißt XXXX. Es hätte viel mehr gekostet wenn wir es getrennt bestellt hätten.A: Er heißt römisch 40 . Es hätte viel mehr gekostet wenn wir es getrennt bestellt hätten.

F: Sie haben angegeben Ihr Bruder hätte es versendet. Wie kam Ihr Bruder zu den Dokumenten eines Fremden?

A: Er hat auch seinen Bruder angerufen und deshalb haben wir gesagt mein Bruder soll beide schicken.

F: Wo lebt dieser XXXX?

A: In Afghanistan weiß ich es nicht. Hier lebt er mit mir in der Pension.

F: Wie kam dann Ihr Bruder zu den anderen Dokumenten?

A: Wir leben in einem Zimmer und sind gute Freunde geworden. Wir haben gesagt sie sollen einen Treffpunkt ausmachen und dann die Dokumente zusammen schicken.

F: Besitzen oder besaßen Sie einen Reisepass?

A: Nein, ich hatte noch nie einen Reisepass.

F: Haben Sie andere Dokumente die Ihre Identität beweisen?

A: Nein. Nur die Tazkira.

F: Welche Verwandte haben Sie noch im Heimatland?

A: Mein Onkel, meine Cousins. Sonst habe ich niemand.

F: Sie haben zuvor angegeben Ihr Bruder hätte die Dokumente versandt. Wie können Sie mir erklären, dass Sie "sonst niemand" haben?

A: Ja, das stimmt. Die Dokumente hat mein Bruder geschickt und nicht meine Onkel.

F: Verstehen Sie meine Fragen nicht? Ich wollte von Ihnen wissen wer von Ihrer Familie noch in Afghanistan lebt?

A: Ich habe einen Onkel, der Bruder von meiner Mutter. Ich habe selber 6 Brüder, einer ist mit meinem Auto verbrand und die anderen sind jünger als ich. Ich habe auch eine ältere Schwester und eine Tante.

F: Sonst gibt es niemand mehr?

A: Nein.

F: Wo lebt Ihre Mutter?

A: Sie lebt auch im Dorf. Sie ist alt.

F: Wo leben diese?

A: Meine Schwester und meine Tante sind verheiratet und sie leben in XXXX. Zwei Brüder gehen in die Schule und lernen noch. Die anderen Brüder transportieren auch Stoff und Tee nach Pakistan. Sie leben in Afghanistan in unserem Dorf.A: Meine Schwester und meine Tante sind verheiratet und sie leben in römisch 40 . Zwei Brüder gehen in die Schule und lernen noch. Die anderen Brüder transportieren auch Stoff und Tee nach Pakistan. Sie leben in Afghanistan in unserem Dorf.

F: Leben Verwandte von Ihnen in Österreich?

A: Nein, hier habe ich niemanden.

F: Was genau und wie lange haben Sie in Ihrer Heimat gearbeitet?

A: Ich war Fahrer. Nachfrage: Von wann bis wann?

Ungefähr sieben oder acht Jahre.

F: Haben Sie bis zu Ihrer Ausreise gearbeitet?

A: Ja. Ich habe vorher so kleine arbeiten gehabt. Dann habe ich mein eigenes Auto gekauft. Als die Nato gekommen ist habe ich für sie Sachen transportiert.

F: Wie war Ihre wirtschaftliche Lage in Ihrer Heimat?

A: Wir hatten ein gutes Leben. Wir haben ein eigenes Haus. Wir hatten Grundstücke, Felder und eine eigene Landwirtschaft.

F: Wie leben Ihre in der Heimat verbliebenen Familienangehörigen und wie ist deren wirtschaftliche Lage?

A: Es geht ihnen gut.

F: Ist Ihre Versorgung in Österreich in irgendeiner Form gesichert?

A: Nein, ich bekomme nur die Grundversorgung. Ich hab Geld gespart für meine Ausreise, weil die Taliban mich immer genervt haben.

F: Seit wann hatten Sie die Absicht Ihr Heimatland zu verlassen?

A: Es war ungefähr 2 Jahre, dass mich die Taliban gequält haben. Sie haben immer gesagt warum ich der Nato Öl bringe.

F. Haben Sie Ihr Heimatland früher schon einmal verlassen?

A: Nein.

F: Ich dachte Sie hätten Transporte von Pakistan nach Afghanistan gemacht?

A: Ja, das stimmt.

F: Haben Sie in Österreich oder in anderen Staaten früher schon einmal um Asyl angesucht?

A: Nein.

F: Wann haben Sie Ihre bei der früheren Einvernahme angegebene letzte Wohnadresse im Heimatland endgültig verlassen?

A: Es ist ungefähr 7 bis 8 Monate her.

F: Wie gelangten Sie nach Österreich?

A: Weil mich die Taliban immer genervt haben, sie haben immer gesagt warum ich für die Nato Öl transportiere.

F: Meine Frage war wie Sie nach Österreich gekommen sind?

A: Ich habe mit meinem Bruder deswegen gesprochen dass ich Afghanistan verlassen soll. Deshalb habe ich beschlossen Afghanistan zu verlassen.

F: Verstehen Sie meine Frage? Ich wollte von Ihnen wissen wie Sie nach Österreich gekommen sind?

A: Mein Bruder hat mich nach Pakistan gebracht und dann bin ich bis zur Türkei gekommen.

F: Wie hat Ihr Bruder Sie nach Pakistan gebracht?

A: Mein Bruder hat mich nicht hingebracht. Er hat mit dem Schlepper geredet. Der Schlepper hat mich nach Pakistan gebracht.

F: Wie ging es dann weiter?

A: Über den Iran nach Istanbul und dann weiß ich nicht wie. Mein Bruder hat mir am Anfang schon gesagt ich soll nach Österreich gehen, es ist ein gutes Land.

F: Sie haben angegeben 5 Monate unterwegs gewesen zu sein. Da müssten Sie sich ja irgendwo länger aufgehalten haben?

A: Ich war ungefähr 1 Monat und ein paar Tage in Pakistan. Im Iran war ich auch 15 bis 20 Tage. In Istanbul war ich 5 Nächte. Dann ein paar Tage in der Türkei.

F: Dies sind aber immer noch ungefähr 2 Monate. Wo waren Sie die restlichen 3 Monate?

A: Dann war ich in Griechenland ein paar Nächte. Ich war dort ungefähr ein Monat oder eineinhalb Monate in Griechenland.

F: Wie viel haben Sie für die Schleppung bezahlt?

A: Ich weiß nicht es hat mein Bruder bezahlt.

F: Sie haben aber vorher angegeben Sie hätten das Geld für die Reise zusammengespart?

A: Ich habe nicht gespart. Mein Bruder hat mir 20.000.- Afghani gegeben als Taschengeld.

F: Woher stammt das Geld für die Flucht?

A: Er hat mir zuhause das Geld gegeben. Wir haben viel Geld. Wir waren immer schon reich. Wir hatten ja alle eine gute Arbeit.

F: Sind Sie Mitglied einer Partei, parteiähnlichen oder terroristischen Organisation?

A: Nein.

F: Ist gegen Sie in Ihrer Heimat ein Gerichtsverfahren anhängig?

A: Nein. Keiner hatte ein Problem mit mir.

F: Haben Sie in Ihrer Heimat eine Straftat begangen?

A: Nein, niemals.

F: Wurden Sie polizeilich gesucht, wird nach Ihnen gefahndet oder wurden Sie behördlich verfolgt?

A: Nein.

F: Waren Sie in Ihrem Herkunftsland jemals in Haft oder wurden Sie festgenommen?

A: Nein.

F: Aus welchem Grund suchen Sie in Österreich um Asyl an. Schildern Sie möglichst ausführlich und konkret Ihre Flucht und Asylgründe!

A: Die Taliban waren hinter mir her, weil ich das Öl für die Nato transportiert habe. Die Taliban haben gesagt ich soll denen nicht helfen. Am Anfang haben die Taliban es nicht gewusst. Ich habe heimlich Öl transportiert.

F: Was meinen Sie mit Öl?

A: Benzin, Diesel, GP8, GP1.

F: Erzählen Sie weiter?

A: Die Taliban haben es von Anfang an nicht gewusst. Ich habe es heimlich transportiert. Nachdem mein Bruder gestorben ist, haben sie es heraus bekommen. Sie haben immer gesagt ich soll den Leuten nicht helfen. Ich dachte aber dass ich keine andere Arbeit finde. Die Leute bauen ja auch unser Land neu auf und deshalb helfe ich ihnen.

F: Was hatten Sie jetzt aber für ein konkretes Problem, das Sie flüchten mussten?

A: Dann bin ich hierhergekommen und neben XXXX in XXXX wurde ein Terroranschlag verübt, wo 13 Auto¿s verbrand sind. Da war mein Bruder dabei.A: Dann bin ich hierhergekommen und neben römisch 40 in römisch 40 wurde ein Terroranschlag verübt, wo 13 Auto¿s verbrand sind. Da war mein Bruder dabei.

F: Wann war dieser Anschlag?

A: Es ist mehr als ein Jahr her. Dann konnte ich nicht weiter arbeiten. Ich musste Afghanistan verlassen. In Pakistan wollte mir sogar ein reicher Mann ein Auto geben. Ich habe aber abgelehnt und gesagt es ist gefährlich für mich.

F: Sie haben gesagt, dass dieser Terroranschlag mehr als ein Jahr zurückliegt. Sie haben Afghanistan vor ungefähr 6 Monaten verlassen. Sie haben also 6 Monate ganz normal in Afghanistan gelebt und sind auch bis zu Ihrer Ausreise Ihrer Arbeit nachgegangen. Was hatten Sie also konkret für ein Problem?

A: Ich bin ca. 2 Monate zuhause geblieben. Dann war ich ein paar Nächte bei meiner Schwester und bei meiner Tante. Bei der Nato gibt es meinen Fingerabdruck. Wenn man dorthin kommt, muss man seinen Fingerabdruck abgegeben und dann werden die Augen gecheckt.

V.: Sei haben heute angegeben 6 Brüder zu haben, die alle Sachen transportieren. Die hätten ja dasselbe Problem wie Sie, leben aber offenbar ganz normal?römisch fünf.: Sei haben heute angegeben 6 Brüder zu haben, die alle Sachen transportieren. Die hätten ja dasselbe Problem wie Sie, leben aber offenbar ganz normal?

A: Meine zwei Brüder lernen noch. Die anderen zwei transportieren auf dem Esel, Stoff und Tee und Öl für Essen nach Pakistan.

V: Sie hätten ja auch andere Dinge transportieren können um dem Problem zu entgehen?

A: Ich bin jetzt in Österreich. Wie soll ich andere Sachen dort transportieren.

F: Mit was für einen LKW sind Sie gefahren für die Nato?

A: Es war ein Auto von XXXX. Ein altes Auto.A: Es war ein Auto von römisch 40 . Ein altes Auto.

F: Was war es genau für ein Auto?

A: Es war XXXX draufgeschrieben und XXXX.A: Es war römisch 40 draufgeschrieben und römisch 40 .

F: Wie lange sind Sie diese Transporte für die Nato mit diesem Auto gefahren?

A: Es waren ungefähr 4 Jahre.

V.: Wenn Sie 4 Jahre mit einem LKW fahren, dann müssten Sie mir doch mehr erzählen können über dieses Fahrzeug?römisch fünf.: Wenn Sie 4 Jahre mit einem LKW fahren, dann müssten Sie mir doch mehr erzählen können über dieses Fahrzeug?

A: Es ist ein Auto von XXXX und hat große Scheinwerfer. Die Maschine hat sechs Zylinder. Es war sehr groß.A: Es ist ein Auto von römisch 40 und hat große Scheinwerfer. Die Maschine hat sechs Zylinder. Es war sehr groß.

F: Was haben Sie alles transportiert damit?

A: Es war ein großer Öltanker. Ich habe nur Öl transportiert.

F: Für wen genau haben Sie gearbeitet?

A: Mit Nato.

F: Wie heißt konkret Ihr Arbeitgeber? Wer hat Ihnen die Aufträge erteilt?

A: Es war ein Pakistaner und er war Geschäftsmann und hat die Aufträge bekommen. Er heißt XXXX.A: Es war ein Pakistaner und er war Geschäftsmann und hat die Aufträge bekommen. Er heißt römisch 40 .

F: Wo lebt er?

A: Er arbeitet in XXXX und XXXX.A: Er arbeitet in römisch 40 und römisch 40 .

F: Sie haben also Öl transportiert. Wo haben Sie es geladen und wohin haben sie es gebracht?

A: In XXXX habe ich es geladen und nach XXXX transportiert.A: In römisch 40 habe ich es geladen und nach römisch 40 transportiert.

F: Immer die Gleiche Strecke?

A: Ich habe auch nach XXXX transportiert.A: Ich habe auch nach römisch 40 transportiert.

F: Da ist aber offenbar nie etwas passiert?

A: Die Taliban haben manchmal auf die Tanker geschossen. Zum Beispiel in XXXX oder XXXX. Das letzte Mal war es in XXXX.A: Die Taliban haben manchmal auf die Tanker geschossen. Zum Beispiel in römisch 40 oder römisch 40 . Das letzte Mal war es in römisch 40 .

F: Sie selbst hatten aber immer Glück?

A: In XXXX wurde auf uns einmal geschossen. Dort gab es eine Attacke gegen die Amerikaner. Die haben auf normale Menschen auch geschossen.A: In römisch 40 wurde auf uns einmal geschossen. Dort gab es eine Attacke gegen die Amerikaner. Die haben auf normale Menschen auch geschossen.

F: Wieviel Liter Öl haben Sie laden können?

A: 40.000 Liter.

F: Wie viele Tonnen hatte der LKW insgesamt?

A: Ich glaube 55 oder 60 Tonnen.

F: Haben Sie da auf allen Strassen zwischen Pakistan und Afghanistan fahren können?

A: Ja, ich bin selber überall gefahren.

F: Wie oft sind Sie gefahren?

A: Einmal im Monat bin ich gefahren. Es gab aber auch einen anderen Fahrer mit mir. Er ist aber Pakistani. Er hat XXXX geheißen.A: Einmal im Monat bin ich gefahren. Es gab aber auch einen anderen Fahrer mit mir. Er ist aber Pakistani. Er hat römisch 40 geheißen.

F. Waren Sie bei diesem Terroranschlag wo Ihr Bruder ums Leben kam dabei?

A: Ja, ich war dabei. Ich bin nur in das Restaurant gegangen etwas zu essen. Als ich zurückgekommen bin habe ich gesehen, dass in einer Rikscha eine Bombe war und die ist explodiert.

F: Schildern Sie mir was Sie da erlebt haben?

A: Mein Bruder ist eine Strecke geflüchtet. Er ist aber sehr verbrand. Ich habe ihn aber erkannt und mitgenommen.

F: Wie haben Sie dies erlebt? Sie kamen aus dem Restaurant?

Anm.: Der AW schildert emotionslos.Anmerkung, Der AW schildert emotionslos.

A: Als ich hergekommen bin habe ich gesehen dass mein Bruder sehr weit weg von den LKW liegt. Es sind 4 Leute ums Leben gekommen es waren zwei Pakistani dabei und mein Bruder.

F: Was haben Sie gemacht?

A: Ich war im Restaurant. Als ich zurückgekommen bin, haben die Amerikaner meinen Bruder mitgenommen und haben ihn ein bisschen gereinigt. Wir sollten draußen warten. Sie haben gesagt wir sollen weiter weg gehen. Es hätten die Autos explodieren können weil soviel Öl drinnen war.

F: Verstehe ich Sie richtig? Die Tanker waren geladen?

A: Ja, alle waren voll.

F: Wieviel Fahrzeuge waren es?

A: Es waren dreizehn Autos.

F: War Ihr Bruder im Auto als die Bombe explodierte?

A: Er war ein wenig weg vom Auto und ist gerannt. Vier Autos waren schon explodiert. Alle anderen sind dann auch explodiert.

F: Wie weit war das Restaurant von den Fahrzeugen entfernt?

A: Wir haben sie sehen können. Zu Fuß waren es 15 Minuten.

F: Wie sollen Sie dann noch etwas sehen können?

A: Es gibt ja nicht so viele Gebäude.

F: Wurden Sie aus Gründen Ihrer Rasse, Religion, Nationalität oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder Ihrer politischen Überzeugung verfolgt?

A: Nein, sonst hatte ich keine Probleme.

F: Hatten Sie jemals selbst Kontakt mit den Taliban?

A: Nein, ich selber nie. Ich hab nur gesehen wie sie auf die Leute geschossen haben.

F: Wann haben Sie dies gesehen?

A: Öfter als wir gefahren sind.

F: Sie haben erzählt Sie hätten diese Transporte für die Nato gemacht. Ist es nicht üblich, dass solche Transporte von der Nato auch begleitet werden?

A: Es waren ein paar Polizisten und ein paar von der Armee dabei.

F: Was haben die gemacht als die Rikscha kam?

A: Die haben als die Taliban geschossen haben auch mitgekämpft. Die Taliban waren immer mehr.

F: Bei diesem Terroranschlag sind keine Soldaten ums Leben gekommen?

A: Nein. Sie waren ein bisschen weiter weg.

Anm.: Der AW schaut auf die Uhr und schmunzelt.Anmerkung, Der AW schaut auf die Uhr und schmunzelt.

F: Wohin war der Transport damals unterwegs, von wo kamen Sie?

A: Wir waren nicht unterwegs. Wir haben gegessen und wollten den Anderen auch Essen bringen.

F: Von wo kam dieser Transport und wohin sollte er gehen?

A: Wir haben nach XXXX transportiert zum Flughafen. Wir kamen ausA: Wir haben nach römisch 40 transportiert zum Flughafen. Wir kamen aus

XXXX.römisch 40 .

F: Als Sie aus dem Restaurant kamen, sind Sie direkt zu den Autos gelaufen?

A: Wir sind zu den Amerikanern und haben gesagt unsere Autos sind verbrand.

F: Was ist dann passiert?

A: Wir haben gesagt, dass dort noch Leute drinnen sind. Sie haben gesagt wir sollen nicht hingehen.

F: Wollen Sie noch weitere Gründe geltend machen?

A: Nein, sonst habe ich keine Gründe.

F: Was spricht aus heutiger Sicht gegen eine Rückkehr in die Heimat?

A: Es wäre gefährlich für mich.

F: Aus welchem Grund wäre es gefährlich? Die ganze Familie lebt dort offenbar ohne Probleme?

A: Meine Familie hat nicht für die Nato gearbeitet. Für mich ist es gefährlich.

F: Wollen Sie noch irgendetwas ergänzen?

A: Sonst habe ich nichts zu sagen. Ich möchte nur sagen, dass ich meine Frau auch hier haben will.

F: Sie haben eine Frau? Ich habe Sie mehrfach nach Verwandten und Familie im Heimatland gefragt und Sie haben dies nie erwähnt?

A: Ich habe eine Frau, ich habe einen Sohn und eine Tochter. Ich habe es vielleicht nicht verstanden.

F: Wollen Sie Gründe geltend machen, die gegen eine Ausweisung aus dem österreichischen Bund

Quelle: Bundesverwaltungsgericht BVwg, https://www.bvwg.gv.at
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