RS Vfgh 2014/11/21 V60/2014

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Veröffentlicht am 21.11.2014
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Index

L9210 Behindertenhilfe, Chancengleichheit, Rehabilitation

Norm

B-VG Art7 Abs1 / Verordnung
Oö ChancengleichheitsG §8 ff, §16
Oö ChG-Beitrags- und RichtsatzV §4 Abs1 Z2
Oö MindestsicherungsG
FamilienlastenausgleichsG 1967 §2 Abs1 litc
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Aufhebung einer weiteren Regelung betreffend die Richtsatzbemessung hinsichtlich des subsidiären Mindesteinkommens für Menschen mit Beeinträchtigungen nach der Oö ChG-Beitrags- und Richtsatzverordnung in der Fassung 2011 unter Bezugnahme auf die Vorjudikatur

Rechtssatz

Aufhebung des §4 Abs1 Z2 der Verordnung der Oö Landesregierung, mit der die Beiträge zu den Leistungen sowie die Richtsätze für das subsidiäre Mindesteinkommen nach dem Oö ChG festgelegt werden (Oö ChG-Beitrags- und RichtsatzV), LGBl 78/2008 idF LGBl 114/2011.Aufhebung des §4 Abs1 Z2 der Verordnung der Oö Landesregierung, mit der die Beiträge zu den Leistungen sowie die Richtsätze für das subsidiäre Mindesteinkommen nach dem Oö ChG festgelegt werden (Oö ChG-Beitrags- und RichtsatzV), Landesgesetzblatt 78 aus 2008, in der Fassung Landesgesetzblatt 114 aus 2011,.

Die für das Jahr 2012 geltende Vorschrift des §4 Abs1 Z2 Oö ChG-Beitrags- und RichtsatzV idF LGBl 114/2011, die - zwar nicht bei alleinstehenden, sondern bei in Haushalts- oder Wohngemeinschaft lebenden beeinträchtigten Personen, jedoch sonst in ganz gleicher Weise wie §4 Abs1 Z1 leg cit aF - bei der Richtsatzbemessung innerhalb der Gruppe der in Haushalts- oder Wohngemeinschaft lebenden Menschen mit Beeinträchtigungen zwischen Personen, die eine Hauptleistung beziehen und solchen, bei denen dies nicht der Fall ist, differenziert, ist aus denselben Gründen wie §4 Abs1 Z1 leg cit in den vorangegangenen Fassungen der Jahre 2009 und 2010 gesetzwidrig (vgl VfSlg 19660/2012 und E v 10.06.2013, V77/2012 ua). Denn auch das für das Jahr 2012 bereits anzuwendende Oö MindestsicherungsG (Oö BMSG), das das Oö SozialhilfeG 1998 (Oö SHG 1998) abgelöst hat, sieht - gleich wie bisher das Oö SHG 1998 - in §13 Abs3 Z2 der Stammfassung einen einheitlichen Richtsatz für in Haushaltsgemeinschaft lebende volljährige Personen vor und berücksichtigt insoweit die (erhöhte) Familienbeihilfe ebenso wenig wie das nach dem Sachverhalt des Vorerkenntnisses damals noch anzuwendende Oö SHG 1998.Die für das Jahr 2012 geltende Vorschrift des §4 Abs1 Z2 Oö ChG-Beitrags- und RichtsatzV in der Fassung Landesgesetzblatt 114 aus 2011,, die - zwar nicht bei alleinstehenden, sondern bei in Haushalts- oder Wohngemeinschaft lebenden beeinträchtigten Personen, jedoch sonst in ganz gleicher Weise wie §4 Abs1 Z1 leg cit aF - bei der Richtsatzbemessung innerhalb der Gruppe der in Haushalts- oder Wohngemeinschaft lebenden Menschen mit Beeinträchtigungen zwischen Personen, die eine Hauptleistung beziehen und solchen, bei denen dies nicht der Fall ist, differenziert, ist aus denselben Gründen wie §4 Abs1 Z1 leg cit in den vorangegangenen Fassungen der Jahre 2009 und 2010 gesetzwidrig vergleiche VfSlg 19660/2012 und E v 10.06.2013, V77/2012 ua). Denn auch das für das Jahr 2012 bereits anzuwendende Oö MindestsicherungsG (Oö BMSG), das das Oö SozialhilfeG 1998 (Oö SHG 1998) abgelöst hat, sieht - gleich wie bisher das Oö SHG 1998 - in §13 Abs3 Z2 der Stammfassung einen einheitlichen Richtsatz für in Haushaltsgemeinschaft lebende volljährige Personen vor und berücksichtigt insoweit die (erhöhte) Familienbeihilfe ebenso wenig wie das nach dem Sachverhalt des Vorerkenntnisses damals noch anzuwendende Oö SHG 1998.

(Anlassfall B839/2012, E v 21.11.2014, Aufhebung des angefochtenen Bescheides).

Entscheidungstexte

  • V60/2014
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 21.11.2014 V60/2014

Schlagworte

Behinderte, Sozialhilfe, Familienlastenausgleich

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2014:V60.2014

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2015
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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