RS Vfgh 2011/5/2 U1005/10

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Veröffentlicht am 02.05.2011
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Index

41 Innere Angelegenheiten
41/02 Staatsbürgerschaft, Paß- und Melderecht, Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §12a Abs2, §41a
BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1
  1. AsylG 2005 § 12a heute
  2. AsylG 2005 § 12a gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  3. AsylG 2005 § 12a gültig ab 01.11.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 12a gültig von 20.07.2015 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  5. AsylG 2005 § 12a gültig von 19.06.2015 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  6. AsylG 2005 § 12a gültig von 01.01.2014 bis 18.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2013
  7. AsylG 2005 § 12a gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  8. AsylG 2005 § 12a gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2013
  9. AsylG 2005 § 12a gültig von 01.07.2011 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  10. AsylG 2005 § 12a gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009

Leitsatz

Verletzung im Recht auf Gleichbehandlung von Fremden untereinander durch Aufhebung des faktischen Abschiebeschutzes eines Staatsangehörigen von Afghanistan; Willkür durch Unterlassung aktueller Länderfeststellungen sowie der Auseinandersetzung mit der persönlichen Situation des Asylwerbers

Rechtssatz

Entscheidung des Bundesasylamtes über die Aufhebung des faktischen Abschiebeschutzes zwar innerhalb fünfeinhalb Monaten nach rechtskräftiger Beendigung des Verfahrens über den ersten Asylantrag.

Erhebung von aktuellen Länderfeststellungen aber unbedingt erforderlich angesichts der kriegerischen Zustände in Afghanistan, ebenso wie Auseinandersetzung mit der persönlichen Situation des Asylwerbers im Hinblick auf die getroffenen Länderfeststellungen.

Keinerlei Ausführungen zur Situation von Personen, die sich, wie der Beschwerdeführer, schon seit längerer Zeit (14 Jahre) nicht mehr dort aufgehalten haben, in den herangezogenen - allgemein gehaltenen - Länderfeststellungen zu Afghanistan; keine Prüfung der Frage, in welchem Landesteil Afghanistans sich der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise in den Iran aufgehalten hat; keine Auseinandersetzung mit der Lage in diesem Landesteil.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Asylrecht, Fremdenrecht, Ausweisung, Bescheidbegründung, Ermittlungsverfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2011:U1005.2010

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2012
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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