RS Vfgh 2011/2/25 B574/08

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.02.2011
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Index

72 Wissenschaft, Hochschulen
72/01 Hochschulorganisation

Norm

B-VG Art144 Abs1 / Bescheid
UniversitätsG 2002 §23
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Unzulässigkeit einer Beschwerde gegen die Bekanntmachung der Aufhebung der Wahl des Beschwerdeführers zum Rektor der Medizinischen Universität Graz bzw gegen die briefliche Mitteilung dieser Entscheidung; kein Vorliegen eines Bescheides mangels eines Rechtseingriffs vor Abschluss eines Arbeitsvertrags; Erledigung daher keine Abberufung eines Rektors im Sinne des Universitätsgesetzes 2002

Rechtssatz

Kundmachung der Aufhebung der Wahl durch Beschluss des Universitätsrates im Mitteilungsblatt der Medizinischen Universität Graz nicht als Bescheid zu qualifizieren; kein individuell-normativer Akt.

Briefliche Mitteilung des Vorsitzenden des Universitätsrates nicht in Bescheidform ergangen.

Die Qualifikation der Abberufung eines Rektors als individuell-normativer Akt, der in dessen Rechtssphäre eingreift, setzt voraus, dass die betreffende Person die Rechtsstellung eines Rektors überhaupt erlangt hat. Dies war beim Beschwerdeführer nicht der Fall.

"Bestellung" zum Rektor gem §23 UniversitätsG 2002 in zwei Teilakten: Wahl vom Universitätsrat aus einem Dreiervorschlag des Senats und Abschluss eines Arbeitsvertrags.

Vor dem Abschluss des Arbeitsvertrags (und der Zielvereinbarung) entsteht keine individuelle Rechtssphäre der bloß gewählten Person, in die durch die vom Fehlschlagen der Verhandlungen zum Abschluss des Arbeitsvertrags veranlasste Aufhebung seiner Wahl zum Rektor (und nachfolgende Wahl einer anderen Person) eingegriffen worden sein könnte.

Entscheidungstexte

  • B 574/08
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 25.02.2011 B 574/08

Schlagworte

Hochschulen Organisation, Bescheidbegriff, Rechte subjektive öffentliche

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2011:B574.2008

Zuletzt aktualisiert am

25.02.2013
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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