RS OGH 2007/10/15 17Cgs215/07t

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.10.2007
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Norm

KBGG §2 Abs1 Z5
FPG 2005 §30 Abs4
NAG §24 Abs2
  1. KBGG § 2 heute
  2. KBGG § 2 gültig ab 30.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2025
  3. KBGG § 2 gültig von 01.11.2025 bis 29.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2025
  4. KBGG § 2 gültig von 31.10.2025 bis 31.10.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2023
  5. KBGG § 2 gültig von 04.03.2025 bis 31.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 174/2022
  6. KBGG § 2 gültig von 04.03.2025 bis 30.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2022
  7. KBGG § 2 gültig von 01.11.2023 bis 30.10.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2023
  8. KBGG § 2 gültig von 01.02.2023 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2023
  9. KBGG § 2 gültig von 01.01.2023 bis 31.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 174/2022
  10. KBGG § 2 gültig von 31.12.2022 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 174/2022
  11. KBGG § 2 gültig von 12.03.2022 bis 30.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2022
  12. KBGG § 2 gültig von 01.07.2018 bis 11.03.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2019
  13. KBGG § 2 gültig von 01.03.2017 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2016
  14. KBGG § 2 gültig von 01.01.2017 bis 28.02.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2016
  15. KBGG § 2 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2014
  16. KBGG § 2 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2009
  17. KBGG § 2 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2007
  18. KBGG § 2 gültig von 01.07.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 168/2006
  19. KBGG § 2 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2005
  20. KBGG § 2 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2003
  21. KBGG § 2 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003
  1. NAG § 24 heute
  2. NAG § 24 gültig ab 19.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  3. NAG § 24 gültig von 01.10.2017 bis 18.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  4. NAG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  5. NAG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. NAG § 24 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  7. NAG § 24 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. NAG § 24 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  9. NAG § 24 gültig von 01.01.2006 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2005
  10. NAG § 24 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2005

Rechtssatz

Nach dem Willen des Gesetzgebers knüpft lediglich die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes an den Zeitpunkt der Ausstellung des Aufenthaltstitels (NAG-Karte) an. Bei einer verfassungskonformen Interpretation ist davon auszugehen, dass ein rechtszeitiger Antrag auf Kinderbetreuungsgeld Frist wahrend ist und nach Erteilung des entsprechenden Aufenthaltstitels die Gewährung das Kinderbetreuungsgeld rückwirkend - zumindest sechs Monate ab Antragstellung - bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen gewährt werden muss. Bis zur Ausstellung des Aufenthaltstitels besteht daher ein Art Schwebezustand, zumindest wenn es - wie im konkreten Fall - um die Frage der Weitergewährung eines Aufenthaltstitels geht und es ein nachgeborenes Kind betrifft (§ 24 Abs 2 NAG). Das Kind bleibt unter diesen Umständen auch nach Ablauf der Sichtvermerkspflichtbefreiung (§ 30 Abs 4 FPG) weiterhin rechtmäßig niedergelassen, bis über den Antrag auf Ausstellung der NAG-Karte entschieden wurde oder - im Einzelfall - fremdenpolizeiliche Maßnahmen gesetzt wurden.Nach dem Willen des Gesetzgebers knüpft lediglich die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes an den Zeitpunkt der Ausstellung des Aufenthaltstitels (NAG-Karte) an. Bei einer verfassungskonformen Interpretation ist davon auszugehen, dass ein rechtszeitiger Antrag auf Kinderbetreuungsgeld Frist wahrend ist und nach Erteilung des entsprechenden Aufenthaltstitels die Gewährung das Kinderbetreuungsgeld rückwirkend - zumindest sechs Monate ab Antragstellung - bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen gewährt werden muss. Bis zur Ausstellung des Aufenthaltstitels besteht daher ein Art Schwebezustand, zumindest wenn es - wie im konkreten Fall - um die Frage der Weitergewährung eines Aufenthaltstitels geht und es ein nachgeborenes Kind betrifft (Paragraph 24, Absatz 2, NAG). Das Kind bleibt unter diesen Umständen auch nach Ablauf der Sichtvermerkspflichtbefreiung (Paragraph 30, Absatz 4, FPG) weiterhin rechtmäßig niedergelassen, bis über den Antrag auf Ausstellung der NAG-Karte entschieden wurde oder - im Einzelfall - fremdenpolizeiliche Maßnahmen gesetzt wurden.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:LG00021:2007:RWA0000025

Dokumentnummer

JJR_20071015_LG00021_017CGS00215_07T0000_003
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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