Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Marold als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr. Griehsler, Dr. Jensik, Dr. Zehetner und Dr. Klinger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei C***-BAU-ANSTALT, Schaan/Liechtenstein, vertreten durch Dkfm. Dr. Friedrich Grohs, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Dkfm. Otto K***, Kaufmann, Weiten Nr.67, 3653 Melk, vertreten durch Dr. Heinrich Waldhof, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 180.000,- s.A., infolge ao. Rekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien als Rekursgerichtes vom 12.Dezember 1985, GZ 13 R 235,236/85-85, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Rekurs der beklagten Partei wird gemäß § 526 Abs.2 S 2 und § 528 Abs.2 S 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs.4 Z 1 ZPO zurückgewiesen (§ 528 a ZPO), weilDer außerordentliche Rekurs der beklagten Partei wird gemäß Paragraph 526, Absatz 2, S 2 und Paragraph 528, Absatz 2, S 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 502, Absatz 4, Ziffer eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 528, a ZPO), weil
Text
1) nach Rechtsprechung (4 Ob 1510/84 vom 5.6.1984 und 4 Ob 103/85 vom 1.10.1985) und Literatur (Petrasch in ÖJZ 1985, 302) eine analoge Anwendung des § 521 a ZPO im Rekursverfahren über die Klageänderung unzulässig ist, und1) nach Rechtsprechung (4 Ob 1510/84 vom 5.6.1984 und 4 Ob 103/85 vom 1.10.1985) und Literatur (Petrasch in ÖJZ 1985, 302) eine analoge Anwendung des Paragraph 521, a ZPO im Rekursverfahren über die Klageänderung unzulässig ist, und
Rechtliche Beurteilung
2) nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes Klageänderungen grundsätzlich im Zweifel zuzulassen sind, insbesondere aber dann, wenn sie einen weiteren Rechtsstreit voraussichtlich vermeiden und zur abschließenden Bereinigung des Parteienkonflikts führen werden (SZ 42/180, SZ 43/35, SZ 47/49, ZAS 1975,182, RZ 1976/55 S 96, SZ 50/29, 4 Ob 398/78, 5 Ob 713/81 uva.), so daß keine der aufgeworfenen Rechtsfragen erhebliche Bedeutung i.S. des § 502 Abs.4 Z 1 ZPO hat.2) nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes Klageänderungen grundsätzlich im Zweifel zuzulassen sind, insbesondere aber dann, wenn sie einen weiteren Rechtsstreit voraussichtlich vermeiden und zur abschließenden Bereinigung des Parteienkonflikts führen werden (SZ 42/180, SZ 43/35, SZ 47/49, ZAS 1975,182, RZ 1976/55 S 96, SZ 50/29, 4 Ob 398/78, 5 Ob 713/81 uva.), so daß keine der aufgeworfenen Rechtsfragen erhebliche Bedeutung i.S. des Paragraph 502, Absatz 4, Ziffer eins, ZPO hat.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:0050OB01510.86.0311.000Dokumentnummer
JJT_19860311_OGH0002_0050OB01510_8600000_000