Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Klinger als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Schwarz, Dr.Floßmann, Dr.Baumann und Dr.Hradil als weitere Richter in der Rechtssache der Antragstellerin Dr.Gertrud Engelich Gesellschaft mbH, Riemergasse 1, 1010 Wien, vertreten durch Dr.Heinz Meller, Rechtsanwalt in 1070 Wien, wider die Antragsgegner 1. Renate V*****, 2. Wolfgang D*****, 3. Ulrike M*****,
4. Gabriele D*****, 5. Dr.Apostolos G*****, 6. Dr.Klaus K*****, 7. Mag.Claudia M*****, 8*****, 9. Dr.Paul V*****, 10. Dr.Maria Gabriele V*****, 11. Gertraud S*****, 12. Mag.Otfrid Laurenz H*****, 13. Katja T*****, 14. Dr.Johann S*****, 15. Jos. H. K***** Gesellschaft mbH & Co KG, ***** 16. Josef L*****, 17. Margarete L*****, 18. Eva-Maria P*****, 19. Mag.Reinhard P*****, die 1.-, 3.-, 6.- und 12.-Antragsgegner vertreten durch Dr.Wolfgang Grogger, Dr.Michele Lehner-Endlicher, Rechtsanwälte in Wien, die 13.-, 14.-, 16.- und 17.-Antragsgegner vertreten durch Dr.Karl J. Grigkar, Rechtsanwalt in Wien, wegen § 26 Abs 1 Z 3 WEG (§ 835 ABGB), infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Antragstellerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 8.Oktober 1996, GZ 41 R 458/96y-27, den4. Gabriele D*****, 5. Dr.Apostolos G*****, 6. Dr.Klaus K*****, 7. Mag.Claudia M*****, 8*****, 9. Dr.Paul V*****, 10. Dr.Maria Gabriele V*****, 11. Gertraud S*****, 12. Mag.Otfrid Laurenz H*****, 13. Katja T*****, 14. Dr.Johann S*****, 15. Jos. H. K***** Gesellschaft mbH & Co KG, ***** 16. Josef L*****, 17. Margarete L*****, 18. Eva-Maria P*****, 19. Mag.Reinhard P*****, die 1.-, 3.-, 6.- und 12.-Antragsgegner vertreten durch Dr.Wolfgang Grogger, Dr.Michele Lehner-Endlicher, Rechtsanwälte in Wien, die 13.-, 14.-, 16.- und 17.-Antragsgegner vertreten durch Dr.Karl J. Grigkar, Rechtsanwalt in Wien, wegen Paragraph 26, Absatz eins, Ziffer 3, WEG (Paragraph 835, ABGB), infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der Antragstellerin gegen den Sachbeschluß des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 8.Oktober 1996, GZ 41 R 458/96y-27, den
Beschluß
gefaßt:
Spruch
Der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragstellerin wird gemäß § 26 Abs 2 WEG iVm § 37 Abs 3 Z 16 bis Z 18 MRG und § 526 Abs 2 Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 528 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 528a ZPO iVm § 510 Abs 3 ZPO).Der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragstellerin wird gemäß Paragraph 26, Absatz 2, WEG in Verbindung mit Paragraph 37, Absatz 3, Ziffer 16 bis Ziffer 18, MRG und Paragraph 526, Absatz 2, Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 528 a, ZPO in Verbindung mit Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).
Text
Begründung:
Rechtliche Beurteilung
Die Entscheidung des Rekursgerichtes, wonach dem schlichten Miteigentümer, der nicht über die Mehrheit der Anteile verfügt und auch nicht auf einen sein Begehren stützenden Mehrheitsbeschluß verweisen kann, die Antragslegitimation für die Durchsetzung eines Dachbodenausbaus im außerstreitigen Verfahren nach § 26 Abs 1 Z 2 oder Z 3 WEG fehlt, entspricht der Judikatur des OberstenDie Entscheidung des Rekursgerichtes, wonach dem schlichten Miteigentümer, der nicht über die Mehrheit der Anteile verfügt und auch nicht auf einen sein Begehren stützenden Mehrheitsbeschluß verweisen kann, die Antragslegitimation für die Durchsetzung eines Dachbodenausbaus im außerstreitigen Verfahren nach Paragraph 26, Absatz eins, Ziffer 2, oder Ziffer 3, WEG fehlt, entspricht der Judikatur des Obersten
Gerichtshofes (5 Ob 150/92 = WoBl 1993, 231/137; vgl auch 5 Ob 24/87Gerichtshofes (5 Ob 150/92 = WoBl 1993, 231/137; vergleiche auch 5 Ob 24/87
= ImmZ 1987, 313). Demnach ist der Dachbodenausbau eine wichtige
Veränderung iSd § 834 ABGB (vgl auch 5 Ob 569/82 aus EB), die der Minderheitseigentümer - wenn sein Begehren durch entsprechende Vereinbarungen mit den übrigen Miteigentümern gedeckt ist - nur im streitigen Rechtsweg oder - in Durchsetzung eines vorangegangenen Mehrheitsbeschlusses - im außerstreitigen Verfahren geltend machen kann (vgl 7 Ob 314/56 = EvBl 1957/234). Im konkreten Fall kann auch nicht von einem Widerspruch der Ergebnisse des streitigen und des außerstreitigen Verfahrens bzw von einer Rechtsschutzverweigerung gesprochen werden, weil das Begehren der Antragstellerin im streitigen Vorverfahren (16 Cg 62/91 LGZ Wien) mangels Vereinbarung eines Vorbehalts des Dachbodenausbaus abgewiesen wurde (S 8 f des Urteils des Oberlandesgerichtes Wien ON 27); hier fehlt der Mehrheitsbeschluß.Veränderung iSd Paragraph 834, ABGB vergleiche auch 5 Ob 569/82 aus EB), die der Minderheitseigentümer - wenn sein Begehren durch entsprechende Vereinbarungen mit den übrigen Miteigentümern gedeckt ist - nur im streitigen Rechtsweg oder - in Durchsetzung eines vorangegangenen Mehrheitsbeschlusses - im außerstreitigen Verfahren geltend machen kann vergleiche 7 Ob 314/56 = EvBl 1957/234). Im konkreten Fall kann auch nicht von einem Widerspruch der Ergebnisse des streitigen und des außerstreitigen Verfahrens bzw von einer Rechtsschutzverweigerung gesprochen werden, weil das Begehren der Antragstellerin im streitigen Vorverfahren (16 Cg 62/91 LGZ Wien) mangels Vereinbarung eines Vorbehalts des Dachbodenausbaus abgewiesen wurde (S 8 f des Urteils des Oberlandesgerichtes Wien ON 27); hier fehlt der Mehrheitsbeschluß.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1997:0050OB02435.96S.0128.000Dokumentnummer
JJT_19970128_OGH0002_0050OB02435_96S0000_000