TE Vwgh Beschluss 2006/10/16 2003/10/0218

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Veröffentlicht am 16.10.2006
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art131 Abs2;
VwGG §33 Abs1;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Mizner und die Hofräte Dr. Stöberl und Dr. Köhler als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Hofer, in der Beschwerdesache der Studienkommission für die Diplomstudien Humanmedizin und Zahnmedizin und für das Doktoratsstudium der medizinischen Wissenschaft an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, vertreten durch Höhne, In der Maur & Partner, Rechtsanwälte OEG in 1070 Wien, Mariahilfer Straße 20, gegen den Bescheid der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 25. Juni 2003, Zl. 52.354/4-VII/6/2003, betreffend Untersagung eines Studienplanes, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird als gegenstandslos erklärt und das Verfahren eingestellt.

Aufwandersatz wird nicht zugesprochen.

Begründung

Mit Bescheid der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 25. Februar 2003 wurde der von der Studienkommission für die Diplomstudien Humanmedizin und Zahnmedizin und für das Doktoratsstudium der medizinischen Wissenschaft an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien beschlossene Studienplan für die Studienrichtung Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien vorbehaltlich der Vornahme einer näher beschriebenen Änderung nicht untersagt.

Gegen diesen Bescheid richtet sich die vorliegende Beschwerde.

Die belangte Behörde legte die Akten des Verwaltungsverfahrens vor und erstattete eine Gegenschrift, in der die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde beantragt wurde.

Nach ständiger hg. Judikatur ist ein Beschwerdeverfahren gemäß § 33 Abs. 1 VwGG einzustellen, wenn kein rechtliches Interesse an einer Sachentscheidung mehr besteht (vgl. z.B. den hg. Beschluss vom 9. August 2006, Zl. 2006/10/0033, und die dort zitierte Vorjudikatur). Dies gilt auch im Amtsbeschwerdeverfahren (vgl. z.B. die hg. Beschlüsse vom 8. Oktober 1996, Zl. 95/04/0098, und vom 23. Juli 2004, Zl. 2004/02/0106). Nach ständiger hg. Judikatur ist ein Beschwerdeverfahren gemäß Paragraph 33, Absatz eins, VwGG einzustellen, wenn kein rechtliches Interesse an einer Sachentscheidung mehr besteht vergleiche , z.B. den hg. Beschluss vom 9. August 2006, Zl. 2006/10/0033, und die dort zitierte Vorjudikatur). Dies gilt auch im Amtsbeschwerdeverfahren vergleiche , z.B. die hg. Beschlüsse vom 8. Oktober 1996, Zl. 95/04/0098, und vom 23. Juli 2004, Zl. 2004/02/0106).

Ein solcher Fall liegt hier vor:

Mit Ablauf des 31. Dezember 2003 hat die auf Grund des § 41 Abs. 1 UOG 1993 eingerichtete beschwerdeführende Studienkommission wegen Wegfalls ihrer Rechtsgrundlage zu bestehen aufgehört. Die Bestimmungen des Universitätsorganisationsgesetzes 1993 (UOG 1993) traten nämlich gemäß § 143 Abs. 4 Universitätsgesetz 2002 (mit Ausnahme der Verfassungsbestimmungen) mit Ablauf des 31. Dezember 2003 außer Kraft. Mit dem Außerkrafttreten des UOG 1993 ist auch die Ermächtigung der beschwerdeführenden Studienkommission, Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof zu erheben (§ 8 Abs. 5 UOG 1993), weggefallen. Mit Ablauf des 31. Dezember 2003 hat die auf Grund des Paragraph 41, Absatz eins, UOG 1993 eingerichtete beschwerdeführende Studienkommission wegen Wegfalls ihrer Rechtsgrundlage zu bestehen aufgehört. Die Bestimmungen des Universitätsorganisationsgesetzes 1993 (UOG 1993) traten nämlich gemäß Paragraph 143, Absatz 4, Universitätsgesetz 2002 (mit Ausnahme der Verfassungsbestimmungen) mit Ablauf des 31. Dezember 2003 außer Kraft. Mit dem Außerkrafttreten des UOG 1993 ist auch die Ermächtigung der beschwerdeführenden Studienkommission, Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof zu erheben (Paragraph 8, Absatz 5, UOG 1993), weggefallen.

Im Geltungsbereich des Universitätsgesetzes 2002 kommt die Befugnis zur Erlassung der - inhaltlich an die Stelle der Studienpläne getretenen - Curricula dem Senat bzw. dem dafür eingesetzten entscheidungsbefugten Kollegialorgan zu (vgl. § 25 Abs. 1 Z. 10 und Abs. 8 bis 10 Universitätsgesetz 2002). Gleiches gilt für die Abänderung der - auf die am 1. Oktober 2003 eingerichteten Studien - weiterhin anzuwendenden Studienpläne (§ 124 Abs. 1 Universitätsgesetz 2002). Weder die Ermächtigung zur Erlassung von Curricula, noch jene zur Abänderung weiter geltender Studienpläne wird jedoch durch den angefochtenen Bescheid berührt. Im Geltungsbereich des Universitätsgesetzes 2002 kommt die Befugnis zur Erlassung der - inhaltlich an die Stelle der Studienpläne getretenen - Curricula dem Senat bzw. dem dafür eingesetzten entscheidungsbefugten Kollegialorgan zu vergleiche , Paragraph 25, Absatz eins, Ziffer 10 und Absatz 8, bis 10 Universitätsgesetz 2002). Gleiches gilt für die Abänderung der - auf die am 1. Oktober 2003 eingerichteten Studien - weiterhin anzuwendenden Studienpläne (Paragraph 124, Absatz eins, Universitätsgesetz 2002). Weder die Ermächtigung zur Erlassung von Curricula, noch jene zur Abänderung weiter geltender Studienpläne wird jedoch durch den angefochtenen Bescheid berührt.

Die vorliegende Beschwerde erweist sich somit als gegenstandslos im Sinne des § 33 Abs. 1 VwGG; das Verfahren ist daher einzustellen. Die vorliegende Beschwerde erweist sich somit als gegenstandslos im Sinne des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG; das Verfahren ist daher einzustellen.

Der Ausspruch über den Entfall des Kostenersatzes gründet sich auf § 58 Abs. 1 VwGG. Der Ausspruch über den Entfall des Kostenersatzes gründet sich auf Paragraph 58, Absatz eins, VwGG.

Wien, am 16. Oktober 2006

Schlagworte

Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003100218.X00

Im RIS seit

28.12.2006
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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