TE Vwgh Beschluss 2007/9/25 2006/06/0235

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Veröffentlicht am 25.09.2007
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
40/01 Verwaltungsverfahren;

Norm

AVG §33;
AVG §6;
B-VG Art131 Abs1 Z1;
VwGG §26 Abs1 Z1;
VwGG §26 Abs2;
VwGG §34 Abs1;
  1. AVG § 33 heute
  2. AVG § 33 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. AVG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 33 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 33 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  6. AVG § 33 gültig von 01.02.1991 bis 29.02.2004
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch die Vorsitzende Senatspräsidentin Dr. Giendl und die Hofräte Dr. Bernegger und Dr. Waldstätten als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Fritz, über die Beschwerde des HG in B, Deutschland, gegen den Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates des Landes Oberösterreich vom 7. Juni 2006, Zl. VwSen-150362/5/Lg/Hue, betreffend Übertretung des Bundesstraßen-Mautgesetzes 2002 den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Mit dem angefochtenen Bescheid wies die belangte Behörde die Berufung des Beschwerdeführers gegen das erstinstanzliche Straferkenntnis der Bezirkhauptmannschaft Grieskirchen vom 3. Oktober 2005 wegen Übertretung des Bundesstraßen-MautG ab.

Die an die belangte Behörde gegen diesen Bescheid gerichtete Beschwerde vom 17. August 2006 wurde von der belangten Behörde an den Verwaltungsgerichtshof weitergeleitet (Postaufgabe am 29. August 2007) und langte dort am 30. August 2007 ein. In dieser Beschwerde wird als "Posteingang" jenes Schreibens, mit dem die belangte Behörde den angefochtenen Bescheid übermittelt habe, der 15. Juli 2006 angegeben und u.a. ausgeführt:, "aufmerksam habe ich Ihren Bescheid gelesen und einige Widersprüche festgestellt. ..."

Auf eine entsprechende neuerliche Anfrage dazu äußerte sich der Beschwerdeführer nicht mehr. Der Verwaltungsgerichtshof geht daher davon aus, dass der angefochtene Bescheid dem Beschwerdeführer jedenfalls am 15. Juli 2006 inhaltlich entsprechend zur Kenntnis gelangt ist.

Gemäß § 26 Abs. 1 Z. 1 VwGG beträgt die Frist zur Erhebung einer Beschwerde gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde sechs Wochen. Sie beginnt in den Fällen des Art. 131 Abs. 1 Z. 1 B-VG dann, wenn der Bescheid dem Beschwerdeführer zugestellt wurde, mit dem Tag der Zustellung. Gemäß Paragraph 26, Absatz eins, Ziffer eins, VwGG beträgt die Frist zur Erhebung einer Beschwerde gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde sechs Wochen. Sie beginnt in den Fällen des Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG dann, wenn der Bescheid dem Beschwerdeführer zugestellt wurde, mit dem Tag der Zustellung.

Gemäß § 26 Abs. 2 VwGG kann Beschwerde auch erhoben werden, bevor der Bescheid dem Beschwerdeführer zugestellt oder verkündet worden ist. In diesem Fall gilt er an dem Tag zugestellt, an dem der Beschwerdeführer von seinem Inhalt Kenntnis erlangt hat. Gemäß Paragraph 26, Absatz 2, VwGG kann Beschwerde auch erhoben werden, bevor der Bescheid dem Beschwerdeführer zugestellt oder verkündet worden ist. In diesem Fall gilt er an dem Tag zugestellt, an dem der Beschwerdeführer von seinem Inhalt Kenntnis erlangt hat.

Es kann im vorliegenden Fall dahingestellt bleiben, ob die Zustellung mit internationalem Zustellschein in Deutschland rechtswirksam erfolgte, da der angefochtene Bescheid dem Beschwerdeführer nach seinem eigenen Vorbringen im Sinne des § 26 Abs. 2 VwGG entsprechend zur Kenntnis gelangt ist und er in der Folge beim Verwaltungsgerichtshof Beschwerde erhoben hat. Die 6- wöchige Beschwerdefrist ist ausgehend vom 15. Juli 2007 am 26. August 2007 abgelaufen. Die an die belangte Behörde übermittelte Beschwerde ist von ihr am 29. August 2007 zur Post gegeben worden und beim Verwaltungsgerichtshof am 30. August 2007 eingelangt. Die Zeit zwischen der Postaufgabe der Beschwerde an die unzuständige Stelle bis zu ihrer Weiterleitung an die zuständige Stelle (den Verwaltungsgerichtshof ) im Wege der Post ist in Anwendung der §§ 6 und 33 AVG in die Beschwerdefrist einzurechnen (vgl. den hg. Beschluss vom 19. Juni 2001, Zl. 2001/01/0180, und die dort zitierte weitere hg. Judikatur). Die für die Weiterleitung der vorliegenden Beschwerde maßgebliche Postaufgabe (29. August 2007) erfolgte zu einem Zeitpunkt, in dem die 6-wöchige Beschwerdefrist bereits verstrichen war. Es kann im vorliegenden Fall dahingestellt bleiben, ob die Zustellung mit internationalem Zustellschein in Deutschland rechtswirksam erfolgte, da der angefochtene Bescheid dem Beschwerdeführer nach seinem eigenen Vorbringen im Sinne des Paragraph 26, Absatz 2, VwGG entsprechend zur Kenntnis gelangt ist und er in der Folge beim Verwaltungsgerichtshof Beschwerde erhoben hat. Die 6- wöchige Beschwerdefrist ist ausgehend vom 15. Juli 2007 am 26. August 2007 abgelaufen. Die an die belangte Behörde übermittelte Beschwerde ist von ihr am 29. August 2007 zur Post gegeben worden und beim Verwaltungsgerichtshof am 30. August 2007 eingelangt. Die Zeit zwischen der Postaufgabe der Beschwerde an die unzuständige Stelle bis zu ihrer Weiterleitung an die zuständige Stelle (den Verwaltungsgerichtshof ) im Wege der Post ist in Anwendung der Paragraphen 6 und 33 AVG in die Beschwerdefrist einzurechnen vergleiche , den hg. Beschluss vom 19. Juni 2001, Zl. 2001/01/0180, und die dort zitierte weitere hg. Judikatur). Die für die Weiterleitung der vorliegenden Beschwerde maßgebliche Postaufgabe (29. August 2007) erfolgte zu einem Zeitpunkt, in dem die 6-wöchige Beschwerdefrist bereits verstrichen war.

Die vorliegende Beschwerde war daher wegen Versäumung der Beschwerdefrist gemäß § 34 Abs. 1 VwGG in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen. Die vorliegende Beschwerde war daher wegen Versäumung der Beschwerdefrist gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Wien, am 25. September 2007

Schlagworte

Versäumung der Einbringungsfrist siehe VwGG §26 Abs1 Z1 (vor der WV BGBl. Nr. 10/1985: lita) sowie Mangel der Rechtsfähigkeit Handlungsfähigkeit Ermächtigung des Einschreiters

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2007:2006060235.X00

Im RIS seit

14.12.2007
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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