RS Vwgh 1987/2/3 83/07/0320

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Veröffentlicht am 03.02.1987
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
80/02 Forstrecht

Norm

AVG §37;
AVG §38;
AVG §60;
AVG §68 Abs1;
ForstG 1975 §16 Abs1;
ForstG 1975 §16 Abs2 lita;
ForstG 1975 §174 Abs1 lita Z3;
VStG §25;
VwRallg;

Rechtssatz

In einem Strafverfahren wegen einer Übertretung nach § 16 Abs 1 ForstG 1975 iVm § 174 Abs 1 lit a Z 3 ForstG 1975 (hier:

Entfernung des Waldbewuchses auf einer Fläche von 2248 m/2 durch den Beschuldigten im Auftrag des Eigentümers) ist die Behörde verhalten, die diesbezüglichen Sachverhaltsermittlungen zur Feststellung der objektiven und subjektiven Tatseite ohne Einschränkung vorzunehmen, was bedeutet, daß ihr auch die tatbestandsmäßige Prüfung obliegt, ob es "Wald"boden iSd ForstG ist, der gemäß § 16 Abs 2 lit a ForstG durch die Handlungen des Beschuldigten betroffen wurde; ein gesondert abgeführtes Waldfeststellungsverfahren iSd § 5 ForstG erzeugt für das Strafverfahren keine Bindungswirkung (Hinweis E VS 5.12.1983, 1055/79, VwSlg 5836 F/1983).

Schlagworte

Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtswirkungen von Bescheiden Rechtskraft VwRallg9/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1987:1983070320.X01

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

26.11.2008
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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