RS Vwgh 1993/11/18 92/16/0179

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Veröffentlicht am 18.11.1993
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Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
21/01 Handelsrecht
32/06 Verkehrsteuern

Norm

ABGB §1175;
ABGB §1183;
GrEStG 1987 §1 Abs1 Z2;
HGB §105;
HGB §161;

Beachte

Besprechung in AnwBl 1994/8, S 637-639; Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 92/16/0180 92/16/0181 92/16/0182 92/16/0183 92/16/0184 92/16/0185

Rechtssatz

Durch die ex-lege-Umwandlung einer Kommanditgesellschaft in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts tritt automatisch auch ein Wechsel der Vermögenszuständigkeit ein (Hinweis Schwimann/Jabornegg, ABGB IV/2, § 1183 Randziffer 9; Strasser in Rummel/2, Randziffer 5 zu § 1183). Während das Vermögen der Kommanditgesellschaft im Gesamthandeigentum der Gesellschafter stand (Hinweis Kastner/Doralt/Nowotny, Grundriß des österreichischen Gesellschaftsrechts/5 (1990), 83; sowie E 23.1.1986, 84/16/0155; 19.3.1981, 16/0981/80; E 13.10.1978, 1902/76), geht es durch den Rechtsformwechsel ohne Übertragungsakt in das bloß obligatorisch gebundene Miteigentum der Gesellschafter über (Hinweis OGH 28.6.1990, ecolex 1991, 696 f; Strasser in Rummel, ABGB II/2, Randziffer 4 zu § 1183). Die Gesellschafter der Kommanditgesellschaft werden somit kraft Gesetzes nach Maßgabe ihrer Anteile am Gesellschaftsvermögen Miteigentümer des Grundstückes. Die Eigentümereintragung im Grundbuch ist lediglich in der Weise zu berichtigen, daß anstelle der Firma der Kommanditgesellschaft die einzelnen Gesellschafter eingetragen werden (Hinweis OGH 26.6.1985, GesRZ 1985, 194 ff; OGH 11.10.1984, SZ 57/156).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1992160179.X02

Im RIS seit

13.04.2001
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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