RS Vfgh 1991/11/25 G101/91

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Veröffentlicht am 25.11.1991
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Index

L5 Kulturrecht
L5015 Schulzeit

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Individualantrag
Vlbg PflichtschulzeitG §1 Abs3
Vlbg PflichtschulzeitG §4
SchulzeitG 1985 §16 Abs1
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Zurückweisung eines Individualantrags auf Aufhebung von Bestimmungen des Vlbg PflichtschulzeitG betreffend die Schulfreierklärung der Samstage mangels Legitimation; kein Eingriff in die Rechtssphäre der antragstellenden Erziehungsberechtigten (bzw Lehrer); bloßes Anhörungsrecht der Erziehungsberechtigten und Lehrer bei Erlassung einer Verordnung betreffs die Schulfreierklärung des Samstags

Rechtssatz

Der Individualantrag auf Aufhebung der Worte "von zwei Dritteln" in §4 Abs1 lita Vlbg PflichtschulzeitG, LGBl. 23/1979 idF LGBl. 24/1990, in eventu §4 Abs1 lita, in eventu §4 Abs1, in eventu §4 Abs1 bis Abs7 Vlbg PflichtschulzeitG, wird zurückgewiesen.Der Individualantrag auf Aufhebung der Worte "von zwei Dritteln" in §4 Abs1 lita Vlbg PflichtschulzeitG, Landesgesetzblatt 23 aus 1979, in der Fassung Landesgesetzblatt 24 aus 1990,, in eventu §4 Abs1 lita, in eventu §4 Abs1, in eventu §4 Abs1 bis Abs7 Vlbg PflichtschulzeitG, wird zurückgewiesen.

Sowohl die grundsatzgesetzliche Vorschrift des §16 Abs1 erster Satz SchulzeitG 1985 als auch die ausführungsgesetzliche Regelung des §1 Abs3 erster Satz Vlbg PflichtschulzeitG bestimmen ausdrücklich, daß sich die Vorschriften über die Schulzeit auf das Verhältnis zwischen Schule und Schüler beziehen. Die Erziehungsberechtigten (Lehrer) sind - von der noch zu erwähnenden Ausnahme abgesehen - nicht Adressaten der gesetzlichen Regelungen über die Festsetzung der Schulzeit, mögen diese Regelungen auch faktische Auswirkungen auf sie haben.

Die Regelungen des §4 Vlbg PflichtschulzeitG richten sich primär an die Schulverwaltung. Den Erziehungsberechtigten wird im Verfahren zur Schulfreierklärung der Samstage (nur) durch §4 Abs1 lita Vlbg PflichtschulzeitG (den Lehrern durch §4 Abs1 litb Vlbg PflichtschulzeitG) die Möglichkeit, angehört zu werden, eröffnet. Nur in bezug auf diese Regelung sind sie Normadressaten. Ein über das Recht, angehört zu werden, hinausgehendes Recht der Erziehungsberechtigten (Lehrer) wird nicht normiert.

(ebenso hinsichtlich von Anträgen von Erziehungsberechtigten:

G328/91, G337/91, G347/91, alle B v 14.12.91; hinsichtlich von Anträgen von Lehrern: B v 25.11.91, G102/91, B v 14.12.91, G345/91)

Entscheidungstexte

  • G 101/91
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 25.11.1991 G 101/91

Schlagworte

VfGH / Individualantrag, Schulen, Schulzeit, Anhörungsrecht (bei Verordnungserlassung)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1991:G101.1991

Dokumentnummer

JFR_10088875_91G00101_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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