TE Vfgh Beschluss 2005/3/18 G117/04

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Veröffentlicht am 18.03.2005
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Index

41 Innere Angelegenheiten
41/02 Staatsbürgerschaft, Paß- und Melderecht, Fremdenrecht

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Allg
AsylG 1997 §8 Abs2, §44 Abs3
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Zurückweisung von Anträgen des unabhängigen Bundesasylsenates auf Aufhebung von Bestimmungen des Asylgesetzes in der Fassung der Asylgesetz-Novelle 2003 wegen entschiedener Sache

Spruch

Die Anträge werden zurückgewiesen.

Begründung

Begründung:

1. Mit Schriftsatz vom 26. August 2004 stellte der unabhängige Bundesasylsenat (UBAS) den auf Art140 Abs1 iVm Art129c Abs6 und Art89 Abs2 B-VG gestützten Antrag, "§8 Abs2 des Bundesgesetzes über die Gewährung von Asyl (AsylG 1997) BGBl. I 76/1997 idF der Asylgesetz-Novelle 2003 BGBl. I 101, als verfassungswidrig auf[zu]heben". 1. Mit Schriftsatz vom 26. August 2004 stellte der unabhängige Bundesasylsenat (UBAS) den auf Art140 Abs1 in Verbindung mit Art129c Abs6 und Art89 Abs2 B-VG gestützten Antrag, "§8 Abs2 des Bundesgesetzes über die Gewährung von Asyl (AsylG 1997) Bundesgesetzblatt Teil eins, 76 aus 1997, in der Fassung der Asylgesetz-Novelle 2003 Bundesgesetzblatt römisch eins 101, als verfassungswidrig auf[zu]heben".

2. Nachdem die dazu aufgeforderte Bundesregierung eine Äußerung abgegeben hatte, langte am 1. Dezember 2004 beim Verfassungsgerichtshof ein als "Replik und Antrag" betitelter Schriftsatz des UBAS vom 29. November 2004 ein. Darin wurde der ursprüngliche Antrag um Eventualanträge wie folgt ergänzt:

"Der Verfassungsgerichtshof wolle §8 Abs2 des Bundesgesetzes über die Gewährung von Asyl (Asylgesetz 1997) BGBl. I 76/1997 in der Fassung der Asylgesetznovelle 2003 BGBl. I 101, in eventu die Zeichenfolge '8, 15,' in §44 Abs3 Asylgesetz 1997 in der Fassung der Asylgesetznovelle 2003 BGBl. I 101, in eventu die Zeichenfolge '8,' in §44 Abs3 Asylgesetz 1997 in der Fassung der Asylgesetznovelle 2003 BGBl. I 101, als verfassungswidrig aufheben." "Der Verfassungsgerichtshof wolle §8 Abs2 des Bundesgesetzes über die Gewährung von Asyl (Asylgesetz 1997) Bundesgesetzblatt Teil eins, 76 aus 1997, in der Fassung der Asylgesetznovelle 2003 Bundesgesetzblatt römisch eins 101, in eventu die Zeichenfolge '8, 15,' in §44 Abs3 Asylgesetz 1997 in der Fassung der Asylgesetznovelle 2003 Bundesgesetzblatt römisch eins 101, in eventu die Zeichenfolge '8,' in §44 Abs3 Asylgesetz 1997 in der Fassung der Asylgesetznovelle 2003 Bundesgesetzblatt römisch eins 101, als verfassungswidrig aufheben."

3. Mit Erkenntnis vom 17. März 2005, G 78, 88, 182 und 183/04, wies der Verfassungsgerichtshof Anträge des UBAS auf Aufhebung des §6 Abs3, des §8 Abs2 sowie der Ziffern "8, 15" in §44 Abs3 AsylG ab.

4. Die im gegenständlichen Verfahren gestellten Anträge des UBAS, die nicht mit den obgenannten Verfahren verbunden wurden und in denen keine weiteren Bedenken, die nicht bereits im Erkenntnis vom 17. März 2005 behandelt wurden, geltend gemacht werden, sind daher wegen entschiedener Sache zurückzuweisen.

Bei diesem Ergebnis braucht nicht weiter untersucht werden, ob die Anträge nicht auch aus anderen Gründen zurückzuweisen gewesen wären.

5. Diese Entscheidung konnte gemäß §19 Abs3 Z2 litd VfGG ohne mündliche Verhandlung in nichtöffentlicher Sitzung getroffen werden.

Schlagworte

Asylrecht, res iudicata, VfGH / Bedenken, VfGH / Sachentscheidung Wirkung, Rechtskraft

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2005:G117.2004

Dokumentnummer

JFT_09949682_04G00117_00
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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