RS Vfgh 2000/11/28 WI-14/00

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Veröffentlicht am 28.11.2000
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Index

L1 Gemeinderecht
L1010 Stadtrecht

Norm

B-VG Art141 Abs3 / Volksbefragung
Nö StadtrechtsorganisationsG §11 Abs1
Nö StadtrechtsorganisationsG §12 Abs1
VfGG §68 Abs1
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931
  1. VfGG § 68 heute
  2. VfGG § 68 gültig ab 17.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  3. VfGG § 68 gültig von 01.01.2014 bis 16.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VfGG § 68 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VfGG § 68 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VfGG § 68 gültig von 05.07.1953 bis 30.06.2008

Rechtssatz

Zurückweisung der Anfechtung einer Bürgerbefragung in Waidhofen/Ybbs wegen Versäumung der Anfechtungsfrist; kein Rechtsmittel gegen das Ergebnis einer Bürgerbefragung

Zurückweisung der Anfechtung einer Bürgerbefragung in Waidhofen an der Ybbs vom 26.03.00 als verspätet wegen Versäumung der vierwöchigen Anfechtungsfrist des §68 Abs1 VfGG.

Die vorliegende Eingabe ist eine solche nach Art141 (Abs3) B-VG, auf welche Verfassungsbestimmung sich die Anfechtungswerberin auch ausdrücklich beruft (insoferne unterscheidet sich der hier vorliegende Fall von jenem, der dem E v 16.06.00, V103/99, zu Grunde liegt). Für Verfahren nach Art141 B-VG gilt ua. §68 VfGG (sinngemäß).

Der gesetzlichen Anordnung in §11 Abs1 Nö StadtrechtsorganisationsG, LGBl. 1026-0, dass für das Verfahren zur Durchführung der Bürgerbefragung die Nö GRWO 1994 sinngemäß gelte, ist nicht die Bedeutung beizumessen, dass für eine Bürgerbefragung eine Anfechtungsmöglichkeit, wie sie im 10. Abschnitt der Nö GRWO 1994 für Wahlen nach dieser Rechtsvorschrift vorgesehen ist, bestünde. Zum Einen bezieht sich diese Anordnung ausdrücklich auf das Verfahren zur Durchführung der Bürgerbefragung; zum Anderen ist die Frage der Rechtsmittelfähigkeit des Ergebnisses einer Bürgerbefragung im Nö StadtrechtsorganisationsG gesondert geregelt, und zwar in §12 Abs1, wonach das Ergebnis der Bürgerbefragung keinem Rechtsmittel unterliegt. Eine irrige Rechtsauffassung über den Instanzenzug geht aber - wie der Verfassungsgerichtshof schon wiederholt aussprach - zu Lasten des Anfechtungswerbers.Der gesetzlichen Anordnung in §11 Abs1 Nö StadtrechtsorganisationsG, Landesgesetzblatt 1026-0, dass für das Verfahren zur Durchführung der Bürgerbefragung die Nö GRWO 1994 sinngemäß gelte, ist nicht die Bedeutung beizumessen, dass für eine Bürgerbefragung eine Anfechtungsmöglichkeit, wie sie im 10. Abschnitt der Nö GRWO 1994 für Wahlen nach dieser Rechtsvorschrift vorgesehen ist, bestünde. Zum Einen bezieht sich diese Anordnung ausdrücklich auf das Verfahren zur Durchführung der Bürgerbefragung; zum Anderen ist die Frage der Rechtsmittelfähigkeit des Ergebnisses einer Bürgerbefragung im Nö StadtrechtsorganisationsG gesondert geregelt, und zwar in §12 Abs1, wonach das Ergebnis der Bürgerbefragung keinem Rechtsmittel unterliegt. Eine irrige Rechtsauffassung über den Instanzenzug geht aber - wie der Verfassungsgerichtshof schon wiederholt aussprach - zu Lasten des Anfechtungswerbers.

Der Verfassungsgerichtshof sieht sich nicht veranlasst, ein Verfahren zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit des §12 Abs1 Nö StadtrechtsorganisationsG einzuleiten.

Entscheidungstexte

  • W I-14/00
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 28.11.2000 W I-14/00

Schlagworte

VfGH / Fristen, Volksbefragung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2000:WI14.2000

Dokumentnummer

JFR_09998872_00W0I014_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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