RS Vfgh 2001/6/12 B2600/97

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Veröffentlicht am 12.06.2001
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Index

97 Vergabewesen
97/01 Vergabewesen

Norm

B-VG Art83 Abs2
B-VG Art144 Abs1 / Legitimation
StGG Art5
EMRK Art6 Abs1
AVG §6
BundesvergabeG §3
BundesvergabeG §78
BundesvergabeG 1997 §52 Abs1 Z8
BundesvergabeG 1997 §106
  1. B-VG Art. 83 heute
  2. B-VG Art. 83 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 83 gültig von 01.01.2014 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 83 gültig von 29.02.1968 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 73/1968
  5. B-VG Art. 83 gültig von 19.12.1945 bis 28.02.1968 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 83 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch die Feststellung des Bundesvergabeamtes hinsichtlich einer Zuschlagserteilung nicht an den Bestbieter in einem Vergabeverfahren; keine Anwendung der als verfassungswidrig erkannten Schwellenwertregelung; keine Verpflichtung zur amtswegigen Untersuchung der Anwendbarkeit der Losregelung im vorliegenden Fall; keine Zweifel an der Tribunalqualität des Bundesvergabeamtes

Rechtssatz

Beschwerdelegitimation nur der beschwerdeführenden Gesellschaft als Auftraggeberin in einem Verfahren betreffend die Erteilung des Zuschlags, nicht jedoch des für die Beschwerdeführerin tätig gewordenen Ziviltechnikers (siehe B v 27.02.01, B2620/97).

Keine Anwendung der mit E v 30.11.00, G110/99 ua, als verfassungswidrig erkannten Schwellenwertregelung des §3 Abs1 BundesvergabeG.

Keine Verletzung im Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter.

Zwar hat das Bundesvergabeamt seine gesetzliche Zuständigkeit gemäß §6 AVG von Amts wegen wahrzunehmen; in sinngemäßer Anwendung des §106 Abs1 und 2 BundesvergabeG 1997 obliegt es ihm aber nicht, von Amts wegen zu untersuchen, ob hinsichtlich eines Gewerks eines unbestritten dem BundesvergabeG unterliegenden Gesamtauftrags die Losregelung des §3 Abs2 BundesvergabeG 1993 zur Anwendung gelangen konnte, wenn dies weder im zugrundeliegenden Vergabe- noch im Nachprüfungsverfahren, und zwar weder vom Auftraggeber noch von der vergebenden Stelle, releviert wurde.

Keine Bedenken gegen §78 Abs1 und Abs2 BundesvergabeG 1993, insbesondere nicht gegen die Tribunalqualität des Bundesvergabeamtes iSd Art6 EMRK.

Es kann dahingestellt bleiben, ob der angefochtene Bescheid überhaupt ins Eigentumsrecht eingreift, weil jedenfalls von einer denkunmöglichen Anwendung des §52 Abs1 Z8 BundesvergabeG 1997 durch die belangte Behörde keine Rede sein kann.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Vergabewesen, Verwaltungsverfahren, Ermittlungsverfahren, Amtswegigkeit, VfGH / Legitimation, Eigentumseingriff

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2001:B2600.1997

Dokumentnummer

JFR_09989388_97B02600_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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