RS Vfgh 2001/9/25 B2213/00

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Veröffentlicht am 25.09.2001
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Index

58 Berg- und Energierecht
58/02 Energierecht

Norm

B-VG Art7 Abs1 / Verwaltungsakt
MinroG §178 Abs2 idF BGBl I 38/1999
MinroG §217 Abs2
MinroG §177a idF BGBl I 184/1999
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. MinroG § 177a gültig von 08.10.1999 bis 31.12.2001 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 21/2002
  2. MinroG § 177a gültig von 20.08.1999 bis 07.10.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 184/1999

Leitsatz

Willkürliche Vorschreibung von Kostenersatz für Bohrungen zur Bergung Verschütteter nach dem Bergwerksunglück in Lassing; gröbliches Verkennen der anzuwendenden Rechtslage durch bewußte Heranziehung der alten Rechtslage an Stelle der rückwirkend in Kraft gesetzten neuen Bestimmung des Mineralrohstoffgesetzes

Rechtssatz

Im Zeitpunkt der Erlassung des angefochtenen Bescheides war bereits gemäß der Übergangsvorschrift des §217 Abs2 MinroG das Mineralrohstoffgesetz in der Fassung des BGBl I 184/1999, berichtigt durch BGBl I 197/1999, anzuwenden.Im Zeitpunkt der Erlassung des angefochtenen Bescheides war bereits gemäß der Übergangsvorschrift des §217 Abs2 MinroG das Mineralrohstoffgesetz in der Fassung des Bundesgesetzblatt Teil eins, 184 aus 1999,, berichtigt durch Bundesgesetzblatt Teil eins, 197 aus 1999,, anzuwenden.

Da es sich bei den von der Berghauptmannschaft in Auftrag gegebenen Bohrungen überwiegend um eine "nach einem in §97 angeführten Unfall" folgende Maßnahme zur Bergung von Personen im Sinne des §177a MinroG handelt, ist die eigens dafür geschaffene Rechtslage - auch für die Frage des Kostenersatzes - maßgeblich.

Die belangte Behörde hat, obwohl §177a MinroG bereits in Geltung stand - der Bundesgesetzgeber dürfte diese Notwendigkeit nach Vorliegen der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes vom 02.06.99, Zl. 98/04/0226, erkannt haben, was insbesondere das durch Verfassungsbestimmung erfolgte "rückwirkende" Inkrafttreten des §177a leg cit nahelegt -, den Bescheid im Wesentlichen auf §178 Abs2 leg cit (früher §202 Abs2 BergG 1975) als Rechtsgrundlage gestützt.

Kein Eingehen auf die Frage der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit des §177a MinroG.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Bergrecht, Bescheiderlassung (Zeitpunkt maßgeblich für Rechtslage), Geltungsbereich (zeitlicher) eines Gesetzes, Übergangsbestimmung, Rückwirkung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2001:B2213.2000

Dokumentnummer

JFR_09989075_00B02213_2_01
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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