RS Vwgh 2026/9/1 Ra 2026/04/0018

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Veröffentlicht am 01.09.2026
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Index

L78103 Starkstromwege Niederösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein
20/11 Grundbuch
40/01 Verwaltungsverfahren
58/02 Energierecht

Norm

AVG §59 Abs1
ElLeitAnlG 1968 §19 Abs2
GBG 1955 §32
GBG 1955 §33
GBG 1955 §33 Abs1 litd
StarkstromwegeG NÖ 1979 §18
StarkstromwegeG NÖ 1979 §19 Abs1 lita
VwRallg

Beachte


Serie (erledigt im gleichen Sinn):
Ra 2026/04/0019 B 01.09.2026

Rechtssatz

Gemäß § 19 Abs. 2 StWGG sind die im Zuge eines elektrizitätsrechtlichen Verfahrens erlassenen Bescheide Urkunden iSd § 33 Abs. 1 lit. d GBG 1955, BGBl. Nr. 39. Da es sich bei § 19 Abs. 2 StWGG um unmittelbar anwendbares Bundesrecht handelt, bedarf es insoweit keiner korrespondierenden landesgesetzlichen Bestimmungen. Für die Einverleibung aufgrund von (in § 33 GBG 1955 aufgezählten) öffentlichen Urkunden bedarf es (anders als für die Einverleibung aufgrund von privaten Urkunden gemäß § 32 GBG 1955) keiner ausdrücklichen Einwilligung. Ausgehend davon kommt der im Spruch eines Enteignungsbescheides ausgesprochenen Verpflichtung, die grundbücherliche Einverleibung der Dienstbarkeiten zu dulden, keine eigenständige normative Wirkung zu, weil sie keine über die ohnehin mit der Erlassung des Enteignungsbescheides verbundenen Rechtsfolgen hinausgehende Anordnung beinhaltet.Gemäß Paragraph 19, Absatz 2, StWGG sind die im Zuge eines elektrizitätsrechtlichen Verfahrens erlassenen Bescheide Urkunden iSd Paragraph 33, Absatz eins, Litera d, GBG 1955, Bundesgesetzblatt Nr. 39. Da es sich bei Paragraph 19, Absatz 2, StWGG um unmittelbar anwendbares Bundesrecht handelt, bedarf es insoweit keiner korrespondierenden landesgesetzlichen Bestimmungen. Für die Einverleibung aufgrund von (in Paragraph 33, GBG 1955 aufgezählten) öffentlichen Urkunden bedarf es (anders als für die Einverleibung aufgrund von privaten Urkunden gemäß Paragraph 32, GBG 1955) keiner ausdrücklichen Einwilligung. Ausgehend davon kommt der im Spruch eines Enteignungsbescheides ausgesprochenen Verpflichtung, die grundbücherliche Einverleibung der Dienstbarkeiten zu dulden, keine eigenständige normative Wirkung zu, weil sie keine über die ohnehin mit der Erlassung des Enteignungsbescheides verbundenen Rechtsfolgen hinausgehende Anordnung beinhaltet.

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtswirkungen von Bescheiden Rechtskraft VwRallg9/3 Inhalt des Spruches Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2026040018.L08

Im RIS seit

13.10.2026

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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