TE Vwgh Beschluss 2010/2/25 2010/21/0031

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Veröffentlicht am 25.02.2010
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;
41/02 Passrecht Fremdenrecht;

Norm

B-VG Art131 Abs1 Z1;
NAG 2005 §1 Abs2 Z1;
NAG 2005 §12 Abs4;
NAG 2005 §3 Abs1;
NAG 2005 §3 Abs2;
NAG 2005 §43 Abs2;
NAG 2005 §44 Abs4;
NAG 2005 §44b Abs1 Z1;
VwGG §34 Abs1;
VwGG §34 Abs3;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Novak und die Hofräte Dr. Pelant und Mag. Eder als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Henk, in der Beschwerdesache des G, vertreten durch Dr. Martin Dellasega und Dr. Max Kapferer, Rechtsanwälte in 6020 Innsbruck, Schmerlingstraße 2/2, gegen den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Imst vom 5. Jänner 2010, Zl. FW-15208, betreffend Erteilung einer Niederlassungsbewilligung, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Mit dem angefochtenen, von der Bezirkshauptmannschaft Imst (als vom Landeshauptmann von Tirol ermächtigte Behörde) erlassenen Bescheid wurde der Antrag des Beschwerdeführers, eines türkischen Staatsangehörigen, auf Erteilung einer in § 43 Abs. 2 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) vorgesehenen "Niederlassungsbewilligung - unbeschränkt" gemäß § 44b Abs. 1 Z 1 iVm § 1 Abs. 2 Z 1 NAG zurückgewiesen.Mit dem angefochtenen, von der Bezirkshauptmannschaft Imst (als vom Landeshauptmann von Tirol ermächtigte Behörde) erlassenen Bescheid wurde der Antrag des Beschwerdeführers, eines türkischen Staatsangehörigen, auf Erteilung einer in Paragraph 43, Absatz 2, Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) vorgesehenen "Niederlassungsbewilligung - unbeschränkt" gemäß Paragraph 44 b, Absatz eins, Ziffer eins, in Verbindung mit Paragraph eins, Absatz 2, Ziffer eins, NAG zurückgewiesen.

In der in diesem Bescheid enthaltenen Rechtsmittelbelehrung wird ausgeführt, dass gegen den Bescheid ein ordentliches Rechtsmittel nicht zulässig sei und Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof oder Verwaltungsgerichtshof erhoben werden könne.

Die gegen den genannten Bescheid eingebrachte Beschwerde erweist sich allerdings als unzulässig.

Gemäß § 3 Abs. 1 NAG ist Behörde nach diesem Bundesgesetz der örtlich zuständige Landeshauptmann. Der Landeshauptmann kann, wenn dies im Interesse der Einfachheit, Zweckmäßigkeit oder Sparsamkeit der Verwaltung gelegen ist, die Bezirksverwaltungsbehörden mit Verordnung ermächtigen, alle oder bestimmte Fälle in seinem Namen zu entscheiden. Über Berufungen gegen die Entscheidungen des Landeshauptmannes entscheidet gemäß § 3 Abs. 2 NAG der Bundesminister für Inneres. Gegen Entscheidungen über Anträge auf Erteilung einer "Niederlassungsbewilligung - beschränkt" gemäß § 44 Abs. 4 NAG ist eine Berufung nicht zulässig.Gemäß Paragraph 3, Absatz eins, NAG ist Behörde nach diesem Bundesgesetz der örtlich zuständige Landeshauptmann. Der Landeshauptmann kann, wenn dies im Interesse der Einfachheit, Zweckmäßigkeit oder Sparsamkeit der Verwaltung gelegen ist, die Bezirksverwaltungsbehörden mit Verordnung ermächtigen, alle oder bestimmte Fälle in seinem Namen zu entscheiden. Über Berufungen gegen die Entscheidungen des Landeshauptmannes entscheidet gemäß Paragraph 3, Absatz 2, NAG der Bundesminister für Inneres. Gegen Entscheidungen über Anträge auf Erteilung einer "Niederlassungsbewilligung - beschränkt" gemäß Paragraph 44, Absatz 4, NAG ist eine Berufung nicht zulässig.

Gemäß Art. 131 Abs. 1 Z 1 B-VG kann gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde wegen Rechtswidrigkeit Beschwerde erheben, wer durch den Bescheid in seinen Rechten verletzt zu sein behauptet, nach Erschöpfung des Instanzenzuges.Gemäß Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG kann gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde wegen Rechtswidrigkeit Beschwerde erheben, wer durch den Bescheid in seinen Rechten verletzt zu sein behauptet, nach Erschöpfung des Instanzenzuges.

Aus der oben wiedergegebenen Bestimmung des § 3 Abs. 2 NAG ergibt sich - entgegen der in der Rechtsmittelbelehrung der belangten Behörde ausgedrückten Ansicht -, dass gegen den hier in Rede stehenden Bescheid, der über den Antrag auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung nach § 43 Abs. 2 NAG abspricht, die Erhebung einer Berufung an den Bundesminister für Inneres grundsätzlich zulässig ist. Die Zulässigkeit einer solchen Berufung ist im vorliegenden Fall aber auch durch andere gesetzliche Bestimmungen des NAG (vgl. demgegenüber etwa § 12 Abs. 4 letzter Satz NAG) nicht ausgeschlossen.Aus der oben wiedergegebenen Bestimmung des Paragraph 3, Absatz 2, NAG ergibt sich - entgegen der in der Rechtsmittelbelehrung der belangten Behörde ausgedrückten Ansicht -, dass gegen den hier in Rede stehenden Bescheid, der über den Antrag auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung nach Paragraph 43, Absatz 2, NAG abspricht, die Erhebung einer Berufung an den Bundesminister für Inneres grundsätzlich zulässig ist. Die Zulässigkeit einer solchen Berufung ist im vorliegenden Fall aber auch durch andere gesetzliche Bestimmungen des NAG vergleiche , demgegenüber etwa Paragraph 12, Absatz 4, letzter Satz NAG) nicht ausgeschlossen.

Mangels Erschöpfung des Instanzenzuges war sohin die gegenständliche Beschwerde gemäß § 34 Abs. 1 und 3 VwGG ohne weiteres Verfahren als unzulässig zurückzuweisen.Mangels Erschöpfung des Instanzenzuges war sohin die gegenständliche Beschwerde gemäß Paragraph 34, Absatz eins und 3 VwGG ohne weiteres Verfahren als unzulässig zurückzuweisen.

Wien, am 25. Februar 2010

Schlagworte

Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Nichterschöpfung des Instanzenzuges Besondere Rechtsgebiete Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2010210031.X00

Im RIS seit

14.06.2010

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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